Energiewende konkret
Da brauchen wir dann gar keine Netze mehr.
Problem gelöst - Tony, übernimm mal!
Bis vor wenigen Jahren war die Herstellung von Wasserstoff jedoch mit viel zu viel Verlusten behaftet, so dass sich Brennstoffzellen bis dato nicht durchsetzen konnten.
In den letzten Jahren konnte der Wirkungsgrad deutlich gesteigert werden, so dass es zunehmend interessant wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/...offherstellung#Elektrolyse_von_Wasser
Leider zerstört es normale Gasleitungen oder entfleucht gern auf Nimmerwiedersehn.
Knallen mag diese Gas auch gern, oft einfach mal so...
Die Verluste liegen hierbei bei etwa 60%, da der Prozess stark exotherm abläuft.
Wiederum könnte man die Verluste insofern begrenzen, als dass man damit ein Kraftwerk / Generator betreibt oder noch viel besser, indem man Heizenergie und Warmwasser damit erzeugt. Und den Rest des Gases ist dann für den Süden Deutschlands.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sabatier-Prozess#Umwandlung_von_Strom
Interessant finde ich auch die Hochtemperaturbrennstoffzelle, welche mit Wasserstoff und z.B. Methan betrieben werden kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzelle
noch ein interessanter Diskussionsthread
http://www.physikerboard.de/...lung-von-methan-ueber-wasserstoff.html
Wenn dann Solarzellen "nur" 15 oder 18% Wirkungsgrad haben, dann soll das schlecht sein.
Wenn im Norden immer mehr Windstrom anfällt, der gar nicht im Netz unterzubringen ist, weil der Bundesweite Bedarf überschritten ist, dann wird entweder immer häufiger abgeschaltet und der Strom zu 100% vernichtet, oder man kann ihn auch mit Wirkungsgradverlusten einspeichern. Da gilt es Techniken zu entwickeln und zu erproben. Gibt ja Pilotanlagen. Endgültig bewerten kann man es erst später.
Letztlich geht es am langen Ende natürlich immer um die Kosten und nicht nur um technische Machbarkeit. Da hat es sich für die Atomindustrie eben immer gut getroffen unversicherte Anlagen zu betreiben, deren Müll auf der Kostenseite weitgehend sozialisiert wird. Und bei Kohlestrom standen Kosten für Stickoxide, sauren Regen, Gesundheit, CO2 usw. lange überhaupt nicht auf dem Zettel, jetzt sehr gering. Und Kosten für erhöhte Atemwegseerkrankungen und ähnliches tauchen natürlich auch nicht auf der Stromrechnung sondern in den Krankenkassenbeiträgen auf. das wird als kolatteralschaden für sichere Energieversorgung toleriert.
Insofern: Auch bei Erzeugung von Windgas spielen Wirkungsgrade eine Rolle, aber das ist eben nur ein Punkt von vielen. Wenn Autos direkt mit Wasserstoff fahren, oder große stationäre Brennstoffzellen in der Flaute als Puffersystem direkt Strom einspeisen, dann sind Verluste z.B. geringer. Wer weiß schon, was sich in 10 oder 20 Jahren alles rechnet?
Deutsche Ingenieure lassen sich jedenfalls eine Menge einfallen und BDI-Chef Keitel will den Exportschlager Grüne Technologien forcieren. Also nicht immer nur Quer schiessen als Technologiefeinde, sondern frisch voran in die Zukunft.
Zudem steigen die Wirkungsgrade mit der Dünnfilmtechnologie spürbar an, so dass wir vielleicht in 15 Jahren selbst in Wintermonaten tagsüber Solarstrom in Höhe von 20GW anliegen haben werden und in den Sommermonaten wird der Wert irgendwo bei über 100GW liegen.
Klar ist dies bei einem Bedarf von gerademal 60GW viel zu viel, doch da lohnt es sich Strom in Gas umzuwandeln und dann geschissen auf den Wirkungsgrad.
Dies wird u.a. ermöglichen, dass man für den Winter Gasdepots anlegen und Energie darüber puffern kann.
Letztens habe ich einen Werbespot von IBC Solar gesehen, die nun mit einem Solarspeicher mit 24h-Kapazität werben. Sicherlich werden neue Solaranlagen zunehmend mit einem Puffer verkauft werden, weils zunehmend auch in die Richtung der Selbstversorgung laufen wird, da die Solarvergütung ja in absehbarer Zeit wohl gänzlich platt gemacht werden wird.
Die niedrigen Preise für Solarpanelen ermöglichen zudem den Zubau von Pufferkapazität und so bekommt man eben Heute eine Solaranlage mit 24h-Pufferspeicher, wo man vor 5 Jahren noch nich mal die Solaranlage selbst bekam.
D.h. auch hier ist absehbar, dass in 5 oder 10 Jahren der Pufferspeicher vermutlich auf mehrere Tage aufgeweitet wird, evt. eine Hochtemperaturbrennstoffzelle kombiniert wird, welche den Solarstrom in Wasserstoff oder Methangas wandelt, Abends dann wieder verbrennt und gleichzeitig die Heizkosten damit auf Null senkt. Auch hier muss man bedenken, dass der größte Teil der Energie immer noch als Heizenergie verbraucht wird.
Die Fotovoltaik setzte ihren Aufwärtstrend dynamisch fort", stellen die Ageb-Experten fest.
Die hohen Steigerungsraten deuten auf eine Art Torschlusspanik bei Solarinvestoren. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle heizte das Rennen um die Fördertöpfe am Montag mit der Forderung nach einem Baustopp für neue Anlagen an.
Brüderle wirds wohl nicht kapieren. Immer wieder pushen sie frisch rein und treiben so die Kosten hoch.
.... "Wir sparen mit unserer Fotovoltaikanlage Kosten ein", sagt der Energieexperte des Unternehmens, Kurt Vormschlag. "Die Erzeugungskosten für den Strom sind geringer als die Bezugskosten aus dem Netz." Etwa ein Drittel des gesamten Energiebedarfs soll die Anlage decken. Das Besondere: Eine Einspeisevergütung gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist nicht nötig. ....
Eigentlich klingt es dubios: Eine Firma will mit einem Kies-Transportsystem die Energiewende beschleunigen. Effektiver als ein Pumpkraftwerk soll es angeblich sein. Allerdings ließ sich sogar Bill Gates überzeugen.
Düsseldorf. Die Anlage, die sich in einer öden Hügellandschaft Kaliforniens dreht, sieht auf den ersten Blick aus wie ein Skilift. Doch es ist Sommer, und am Stahlseil hängen keine Zugbügel für Skifahrer, sondern eng aneinandergereiht Hunderte schwarze Eimer. Sie befördern Kies: mal nach oben auf den Hügel, mal nach unten ins Tal.
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Endlich wird über viele Dinge neu nachgedacht!
ecki sucht schon mal Standorte in Süddeutschland, hier im platten Norden haben wir kein Kies...
Energieversorgung war schon immer ein vielschichtiges Thema und es gab noch nie die eine Lösung für alles.
Mir dünkt das auch sehr seltsam, dass man damit angemessene Wirkungsgrade erreichen sollte, mit einer Reihe von Kieseimern, die an einem Seil ziehen.
Alleine der Be- und Entladevorgang dürfte massiv verlieren.
Notfallplan hört sich spektakulär an. Die Not liegt aber nicht in zu wenig Strom, sondern darin, das die Netze mit dem Ausbau von vor allem Windenergie nicht mitgehalten haben.
Die bekommen keine Subventionen und die hätten halt gerne Staatsknete.
Also wenn Staatsknete, dann sollte man die Stromautobahnen möglicherweise auch staatlich bauen.
Und was aus Süddeutscher Sicht sehr seltsam ist: Es fehlt an den großen überregionalen Netzen, aber die Bundesregierung setzt voll auf schnellen offshoreausbau, ohne Netzanschluss. Und Bayern und Bawü sollen möglichst keinen Windstrom selber produzieren, für den man aber keinerlei überregionalen Netzausbau benötigen würde.
... Die Minister hatten vergangene Woche gemeinsam Eckpunkte vereinbart. Der Konsens dieser Vereinbarung war, dass man sich künftig mehr absprechen wolle, wenn es um die Energiewende gehe, hieß es in Medienberichten. Das EEG an sich solle jedoch nicht abgeschafft werden, ebenso wenig die feste Einspeisevergütung für Ökostrom.
Hollande will Atomstrom zurückfahren
Für Frankreichs Präsident François Hollande kommt das Ökostrom-Projekt der Électricité de France wie gerufen: Der Sozialist hatte im Wahlkampf angekündigt, den Anteil von Atomstrom in Frankreich bis zum Jahr 2025 von derzeit 75 auf 50 Prozent senken zu wollen.
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Falls Hollande bzw. Frankreich das schafft, dann haben die schneller relativ mehr AKWs abgeschaltet als Deutschland.