der Nachtreter: Philip Lahm
„Philipp ist ein netter junger Mann und toller Kapitän. Aber ich kann nicht verstehen, was ihn jetzt dazu bewogen hat, dieses Buch zu veröffentlichen. Da fehlen mir die Worte – und ich frage mich, wie wohl Uli Hoeneß oder Karl-Heinz Rummenigge reagiert hätten, wenn Philipp Lahm so etwas über sie geschrieben hätte, wie jetzt unter anderem über Rudi Völler."
„Ich weiß nicht, warum er in der Hochphase seiner Karriere so ein Buch herausbringt. Die Jungs sind ja heute so von den Medien abhängig, rund um die Uhr überwachbar und verdienen so viel Geld. Die haben Langeweile, die wissen offenbar nicht mehr, was sie zu tun haben."
Ich kritisiere nicht Lahms Äußerungen. Die sind inhaltlich vermutlich größtenteils sogar korrekt. Ein Problem hab ich mit seiner berechnenden Katzenfreundlichkeit. Dieser Schmusekurs zu Spielern und Trainern in seiner direkten Umgebung, aber innerlich hatte er offenbar eine andere Meinung, die er aber erst dann äußert, wenn er nicht mehr mit ihnen zusammen spielt oder von ihnen trainiert wird.
So hat er davon profitiert als Frings sich damals gegen Klinsmann und dann Löw gestellt hat und Ballack ihm zu Hilfe gekommen ist. Lahm hat schön die Schnauze gehalten. Und jetzt tritt er nach.