Ökonomen streiten über Verteilungsfrage


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Neuester Beitrag: 24.02.24 10:49
Eröffnet am:14.07.17 09:47von: delannoy17Anzahl Beiträge:191.757
Neuester Beitrag:24.02.24 10:49von: Tony FordLeser gesamt:32.589.087
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20752 Postings, 7398 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
116
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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13887 Postings, 4434 Tage Zanoni1...es drohe eine schleichende „Desinvestition"

 
  
    #190734
3
15.02.24 17:47

ührende Wirtschaftsverbände haben angesichts hoher Energiekosten vor einer Abwanderung deutscher Unternehmen in die USA gewarnt.

Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama habe mit ihrer Unterstützung der Gasförderung im Inland für sinkende Energiepreise gesorgt, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, dem „Handelsblatt“. „Das bedeutet für uns, dass einige Unternehmen verstärkt dort investieren werden.“

Deutschland müsse deshalb „aufpassen, dass sich damit kein Prozess einer schleichenden Desinvestition festsetzt“ – also dass sich Unternehmen schrittweise vom Standort Deutschland verabschiedeten, sagte Grillo der Zeitung. So könnten etwa Chemieunternehmen und Zulieferer in die USA ziehen.

Wacker Chemie startete 2011 den Bau einer Fabrik im US-Bundesstaat Tennessee, die 2015 die Produktion aufnehmen soll. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF sieht angesichts der niedrigen Gaspreise in den USA klare Wettbewerbsvorteile.

Ähnlich wie der BDI warnt auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vor der wachsenden Attraktivität des Standorts USA. „Im Vergleich zu Europa sind die USA deutlich attraktiver geworden“, sagte DIHK-Chef Martin Wansleben laut „Handelsblatt“.
Fracking auf dem Vormarsch

Die USA haben in den vergangenen Jahren die sogenannte Fracking-Technologie massiv vorangetrieben, mit der Gas aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten gelöst und gefördert werden kann. Die Bundesregierung will ein Gesetz auf den Weg bringen, dass die Bedingungen festlegen soll, unter denen die Technologie auch in Deutschland eingesetzt werden darf. Allerdings gibt es auch massive Bedenken und Kritik am Fracking.

Fracking steht für “hydraulic fracturing“, was so viel wie hydraulisches Aufbrechen bedeutet. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien in unterirdische Gesteinsschichten gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Gas oder auch Öl freizusetzen.

Kritiker bemängeln unter anderem den Einsatz der Chemikalien, in denen sie eine Gefahr für das Trinkwasser sehen.

Am Mittwoch wollen die Staats- und Regierungschefs der EU auf einem Gipfeltreffen Beschlüsse verabschieden, die eine finanzierbare Energieversorgung gewährleisten sollen. Gestritten wurde zuletzt bereits heftig über Rabatte für die Industrie. Verbraucher wurden zuletzt höher belastet als Unternehmen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article116407985/...ng-in-die-USA.html

 

241 Postings, 100 Tage laceyBusiness Energie Heizöl

 
  
    #190735
15.02.24 19:26
Die Ukraine wird ab 2025 kein russisches Erdgas mehr Richtung Westen durchleiten. Das sagte der Chef des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz, Olexij Tschernyschow, in einem Interview mit dem US-Auslandssender Radio Liberty. Der Transitvertrag mit dem russischen Konzern Gazprom läuft Ende 2024 aus.
https://www.rnd.de/politik/...-europa-SLVGWF67PVGKFP5UMUXXEA5SPE.html

BRÜSSEL, 15. Februar (Reuters) - Die Europäische Union sieht keine Notwendigkeit, ein Abkommen über den Transport von russischem Gas via Ukraine nach Europa zu verlängern, vor dem geplanten Auslaufen des Vertrages am Ende des Jahres, sagte der Chef der Energiepolitik des Blocks am Donnerstag.
https://www.reuters.com/business/energy/...it-via-ukraine-2024-02-15/
 

241 Postings, 100 Tage laceySonst werden wir ein Naturschutzreservat.

 
  
    #190736
15.02.24 19:37
Die Unternehmerverbände in Nordrhein-Westfalen sorgen sich zunehmend um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...pel-koalition-19519509.html

Die Bundesregierung müsse die Wettbewerbsfähigkeit erhalten, indem eine bezahlbare Energieversorgung sichergestellt werde.

 

13887 Postings, 4434 Tage Zanoni1#734 ....oha, der Artikel ist von 2013

 
  
    #190737
1
16.02.24 14:18
Da schließe ich mich Hello Agains Bewertung ruhig mal an XD

...man kann aber immerhin festhalten, die Problematik mit den europäischen Energiepreisen im Vergleich zu US ist tatsächlich eben so wenig etwas Neues, wie auch die Warnungen vor dieser Problematik....

Die einen werden dabei betonen, wie lange die Politik diese Thematik schon schleifen lässt, ohne sich um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Energiepreise zu kümmern, während die anderen darauf verweisen werden, wie gut wir dabei jedoch trotz dieser Problematik über all die Jahre im Vergleich noch zurecht gekommen sind.

Beide Seiten haben dabei m.E. irgendwo nicht ganz unrecht, wobei sich m.E. jedoch zum einen die Frage stellt, wie viel besser wir noch mit wettbewerbsfähigeren Energiepreisen zurechtgekommen wären, und zum anderen die Frage, ob wir denn auch weiterhin gut mit unseren europäischen Energiepreisen zurechtkommen werden?

Ein Teil der Kosten geht dabei immerhin auf eine künstliche und dabei sogar bewußt vorangetriebene Verteuerung zurück, die man von heute auf morgen abstellen könnte, wenn man denn politisch wollte.

Man könnte zum Beispiel u.A.  die darauf liegenden Steuern und Abgaben verringern...
 

241 Postings, 100 Tage laceyWer nicht grün ist, ist unerwünscht

 
  
    #190738
16.02.24 21:03

EZB hat kein Mandat für eine direkte Rolle im Kampf gegen den Klimawandel: Weidmann
https://www.reuters.com/article/us-climate-ecb-idUSKBN2801LJ/


'Warum sollten wir Leute einstellen wollen, die wir umprogrammieren müssen?'

EZB sagt den Mitarbeitern: Wer nicht grün ist, ist unerwünscht
https://www.politico.eu/article/...-youre-not-green-youre-not-wanted/
Die Bemerkungen des Niederländers sind von allgemeiner Bedeutung, da die EZB intern und unter den europäischen Politikern in eine Debatte darüber verwickelt ist, wie stark ihre Politiken darauf ausgerichtet sein sollten, die Wirtschaft "grüner" zu machen ....  

68726 Postings, 5740 Tage FillorkillFaschismus online: Ein guter Tag für Putin

 
  
    #190739
5
16.02.24 22:56

241 Postings, 100 Tage laceyDeutschlands jüngste Energieabkommen

 
  
    #190740
2
17.02.24 18:33
'Berlin muss Algier davon überzeugen, dass die Produktion von grünem Wasserstoff für den Export technisch machbar und wirtschaftlich ist.'

Deutschland wird algerisches Gas importieren, strebt langfristige erneuerbare Energie-Partnerschaft an

https://www.al-monitor.com/originals/2024/02/...nership#ixzz8S1GtICaA
 

132 Postings, 111 Tage xiviEnergiepreise

 
  
    #190741
6
18.02.24 22:41
Hallo, ich habe mich hier nicht mehr betätigt in letzter Zeit, weil mir die Zeit fehlte aber auch, weil ich oft nicht mehr weiss, was ich denken soll. Ganz allgemein. Alles ist so widersprüchlich.  

Die Preise für Energien sind zweitrangig mMn. Was macht denn die USA mit den günstigeren Energiepreisen? Sie konkurriert kaum Deutschland damit, als Produzent von Dingen.
Da ist eher China der Konkurrent.

Dieser Winter ist erschreckend hier. Es regnete nun bereits im Januar in den Bergen, auf über 2000 Metern. Das stellt vieles in Frage, denn die wirtschaftliche Lebensgrundlage vieler Gegenden ist der Tourismus. Wenn es keinen Schnee mehr gibt im Winter in den Skigebieten, dann werden auch viele Touristen ausbleiben und somit Arbeitsplätze und Existenzen bedroht sein.  

Doch Skifahren ist nicht nachhaltig. War es noch nie..... Doch früher stellte man sich die Frage gar nicht.
All die Leute müssen erst anreisen, dann versorgt werden und auf den Berg gebracht werden, mehrmals pro Tag, auch der Schnee wird heute teilweise künstlich hergestellt, mit viel Energien und Wasser, wenn es genug kalt ist, doch wenn es rein regnet, ist auch der schnell weg und somit eine Energieverschwendung gewesen.

Dieser Trend ist eindeutig, wird wohl alles verändern. Hoffen kann man immer. Aber die Wahrheit kann man nicht ignorieren.

Daher muss Energie eigentlich teuer sein mAn, damit es sich auch lohnt auf nachhaltige Energien umzusatteln, auch darin zu investieren, Innovationen anzustossen und sparsamen Umgang zu fördern.  Billige Energien sind keine Lösung, nur eine kurzfristige Illusion. Denn Energien haben auch Folgekosten.  

23004 Postings, 6430 Tage Malko07Dass sich unser Globus

 
  
    #190742
6
19.02.24 12:39
statistisch laufend erwärmt ist unbestritten. Allerdings darf man die Folgen dieser Entwicklung nicht jeweils linear in die Zukunft verlängern. Es wird je nach Erdregion die Entwicklung stark unterschiedlich sein. So leben große Teile von West- und Mitteleuropa in der atlantischen Klimazone. Wir sind stärker anhängig von den Hoch- Tiefkonstellation und damit von der Windrichtung als von der allgemeinen Erderwärmung. Es können sich stabile Lagen in der einen oder anderen Richtung ergeben die lange andauern und damit unser Geschehen massiv negativ beeinflussen. Und dass jemand behauptet er könnte an der primitiven Datenlage zur allgemeinen Erderwärmung ablesen wie sich diese Lagen entwickeln, lügt. Wir hatten in vergangenen Jahrhunderten bei uns schon andauernder Regen über Monate mit ungeheuerlichen Überschwemmungen. Da war alles was wir die letzten Jahrhunderten erlebt haben Kinderkram und neulich erfuhr ich über eine Dokumentation zu Kopernikus auf Arte dass es damals eine Trockenzeit mit Null Niederschlag über 9 Monaten in West und Mitteleuropa ab. Die Konsequenzen kann man sich vorstellen.

Heute haben wir die Tendenz jedes Wettergeschehen das sich etwas stärker aus dem mehrjährigen Korridor entfernt als Katastrophe darzustellen und rufen Klimakrise. Absoluter Unsinn. Es ist Wetter. Sogar das römische Reich florierte über 300 Jahre lang in einem gemäßigten Klima und brach dann in den Folgen der stärkeren Abkühlung zusammen (Völkerwanderung, Epidemien, schlechter Ernährungszustand) .

Es könnte trotzdem sein, dass in 20 Jahren oder früher/später kaum noch einer in die Schweiz zum Skifahren fährt. Denn nicht wenige ernst zu nehmende Forscher befürchten den Zusammenbruch des Golfstroms. Grund die laufende Süßwasserzufuhr (schmelzende Gletscher) durch die laufende Erderwärmung. Dann kann man problemlos auf jedem Hügel in West und Mitteleuropa bis in den April Skifahren. In den schweizer Bergen ist es dann zu kalt.

Die Lage ist komplizierter als dass man mit einer Wärmepumpe etwas ändern könnte. Diesen Winter haben die Norweger wieder einen typischen nordeuropäischen Winter mit Temperaturen von unter -35° C erlebt. Da brachte manche Luftwärmepumpe an ihre Grenzen und Holz musste her. Gut dass viele ihren Kanonenofen aus romantischen Gründen noch nicht verschrottet hatten.

 

23004 Postings, 6430 Tage Malko07auf nachhaltige Energien umzusatteln

 
  
    #190743
5
19.02.24 12:46
Mit Sonne und Wind ist es im Winter nicht soweit her.  Wenn wir den Winter mit weitgehend CO2-freien Elektrizitätsgewinnung abdecken wollen, braucht es die Atomenergie.    

23004 Postings, 6430 Tage Malko07tausende Drohnen mit KI-Technik

 
  
    #190744
3
19.02.24 13:05
Ukraine-Krieg: NATO-Staaten wollen wohl tausende Drohnen mit KI-Technik liefern

Im Ukraine-Krieg macht sich Russlands Stärke bei der Rüstungsproduktion bemerkbar. Nun sollen angeblich "KI-gesteuerte Drohnenschwärme" Abhilfe schaffen.

Großbritannien, die USA und andere Nationen wollen der Ukraine schon bald "tausende neue KI-unterstützte Drohnen" liefern, die sich im Pulk auf ihre Ziele stürzen sollen, ohne dass alle einzeln gesteuert werden müssen.
.................
https://www.heise.de/news/...hnen-mit-KI-Technik-liefern-9631963.html


Bald werden die Drohnen den Gegner selbständig erkennen können und brauchen dann noch weniger Steuerung.  

241 Postings, 100 Tage lacey'Mehr Diktatur wagen'

 
  
    #190745
19.02.24 17:38
Mehr Diktatur wagen
9. Februar 2021, 5:32 Uhr

https://www.sueddeutsche.de/kultur/...-brussig-1.5199495?reduced=true

'Dass ausgerechnet die Corona-Leugner ... eine 'Corona-Diktatur' heraufziehen sehen,
sollte erst recht Grund sein, sie zu wollen'

...........   ' Die Pandemie erfordert den Ausnahmezustand.'  

68726 Postings, 5740 Tage Fillorkillweil ich oft nicht mehr weiss, was ich denken soll

 
  
    #190746
5
20.02.24 09:02
'Hallo, ich habe mich hier nicht mehr betätigt in letzter Zeit, weil mir die Zeit fehlte aber auch, weil ich oft nicht mehr weiss, was ich denken soll. Ganz allgemein. Alles ist so widersprüchlich.'

Jedem Teilwiderspruch draussen auf dem Planeten eine klare Einordnung im Mikrokosmos der eigenen Überzeugungen zuzuweisen ist  weder nötig noch möglich. Sagt nur nicht jeder so gern öffentlich. Was die Energiezukunft betrifft so gehört die den Erneuerbaren, ganz gleich wie sinnvoll oder sinnlos die politischen Strategien sind diese durchzusetzen oder auch zu verhindern. Energie-Effizienz, Speicherfähigkeiten und der Transfer sind temporäre Probleme die perspektivisch gelöst werden. Malko liegt mit seiner Kritik im Detail häufig richtig, im grossen Bild aber falsch.  

23004 Postings, 6430 Tage Malko07ganz gleich wie sinnvoll oder sinnlos die

 
  
    #190747
7
20.02.24 09:57
politischen Strategien sind diese durchzusetzen

Es ist eben nicht egal wie man umsetzt. Unsere Ressourcen sind begrenzt und das nicht nur beim Geld.  Zum produzieren, installieren und warten braucht es heute im großen Umfang Menschen mit entsprechendem Wissen. Wenn man laufend Böcke baut verschleudert man seine Möglichkeiten und kommt nur langsamer weiter wenn überhaupt.  Und wenn man die Bevölkerung nicht mit nimmt weil man glaubt man müsste ein unsinniges Ziel aus ideologischen Gründen unbedingt zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen oder noch in der aktuellen Legislaturperiode sorgt man dafür dass die nächste Regierung von vielen diesen Vorhaben Abstand nimmt und wir dann eventuell sogar Stillstand erreichen. Auch den Ausbau der Windmühlen im Norden weiter voran zu treiben ohne dass es die notwendigen Abnehmer gibt und deshalb die Besitzer der abgeschalteten Windmühlen laufend entschädigen muss, ist eine riesige Verschwendung,

Man sollte die Bevölkerung auch nicht belügen. Die Speichertechnik ist momentan noch nicht im Ansatz gelöst und ihre Lösung muss auch wirtschaftlich sein. Ansonsten werden viele Teile der Bevölkerung weiter verarmen.  Da bleibt noch viel an Forschung und wir werden bis zu dieser Lösung noch länger kalorische Energieträger/Atomkraftwerke im größeren Umfang einsetzen müssen. Auch die Abschaltung der Atomkraftwerke während dem Krieg mit Russland nur um die ideologische Basis zu befrieden hat nicht zum Rückhalt in der Bevölkerung beigetragen und den Strompreis verteuert.

Und man sollte Ehrlich bleiben und nicht laufend unwissenschaftliche Behauptungen aufstellen. Keiner weiß wie sich die Erderwärmung bei uns auswirken wird. Und da ist die Ertüchtigung unseres Hochwasserschutzes sicherlich wichtiger wie Fahrradwege in Peru. Auch ist die forcierte Verdichtung unserer Ballungsräume unter der Vernichtung der letzten Grünflächen und Luftschneisen keine gute Vorbereitung auf potentiell kommende lange heiße Sommer.

Wir werden die Welt nicht retten können. Wie haben sogar zu wenige Ressourcen um bei uns entsprechend schnell wie gewünscht vorzugehen. Und wenn wir sehen wie in großen Teilen der Welt in der gewünschten Richtung gearbeitet wird, müsste man zum Schluss kommen dass wir uns darauf konzentrieren unsere Umwelt so umzugestalten dass wir sowohl mit Hitze, Kälte, Trockenheit und Hochwasser besser leben können.  Auch müssen wir uns nicht unbedingt weiter vergiften, sowohl über das Essen als über die Luft.

Dass die Menschheit bereit ist zu hungern um relativ schnell von den kalorischen Kraftwerken auf Sonne und Wind umzuschalten wage ich zu bezweifeln. Denn eine zweifache Infrastruktur bedeutet das. Es wird sogar von etlichen Wirtschaftswissenschaftler bei uns bezweifelt dass wir uns, neben Sonne und Wind, noch eine zusätzliche Gasinfrastruktur leisten können. Ich bis der Überzeugung dass wir, respektive unsere Nachkommen, erleben werden wie es mit der Erderwärmung weiter gehen wird und was das wo welche Folgen haben wird.

Manche sind für eine grüne Diktatur um die notwendigen Ziele durchzusetzen und das weltweit und noch extremistische Jünger haben die Erkenntnis erlangt es müsste wenige Menschen geben. Klar, die Beeinflussung unserer Umwelt in allen Bereichen hat sehr viel mit der erfolgreichen Vermehrung der Menschen zu tun. Ich persönlich gehe aber lieber in einer Demokratie zu Grunde als die Welt mit derartigen Methoden retten zu wollen. Es lebe die Freiheit!

P.S.: die temporären Probleme zu lösen wird dauern. Und wenn wir weiter so wenig auf diesen Gebieten forschen noch sehr lange. Die Philosophie bringt uns da nur am Stammtisch weiter.



 

13887 Postings, 4434 Tage Zanoni1...und das stimmt m.E. eben nicht nur im Detail

 
  
    #190748
1
20.02.24 16:25
im Gegenteil handelt es sich dabei gerade um das große Bild, das Malko dort (durchaus zutreffend) behandelt.

Natürlich gehört die Zukunft den Erneuerbaren!

Wir reden dabei aber nicht von morgen und auch nicht von Übermorgen, und die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen, die dabei getroffen werden, die Energiewende zu vollziehen, sind auch alles andere als zweitrangig.

Damit steht und fällt nicht nur die Akzeptanz in der Bevölkerung,  sondern es geht auch darum, in welchem Maße wir dabei unseren Wohlstand erhalten können, und zu guter Letzt geht es auch - da wir nun mal nicht in einer mit einer Mauer um- und abgeschlossenen Wirtschaft und Gesellschaft leben - auch immer um einen Vergleich unserer Wettbewerbsfähigkeit mit dem Ausland.

 

132 Postings, 111 Tage xiviEnergie

 
  
    #190749
2
20.02.24 22:26
An Energien hing wohl schon alles immer. Ohne Feuer wären die Menschen vielleicht schon lange ausgestorben, in einer Natur, die ihnen nicht grundsätzlich  freundlich gesinnt ist und in der sie einen Vorteil hatten, dank dem Feuer.

Unsere Welt ist von den Fossilen geprägt, wäre niemals so, wie sie geworden ist, auch die sozialen und politischen Entwicklungen hängen an Energien.
Daran ist niemand schuld, es hat sich so ergeben. Ist zur Normalität geworden, etwas zu verbrennen, auch indirekt, was CO2 frei setzt, welches vor Millionen von Jahren bereits einmal in der Atmosphäre war und in den Fossilen gespeichert wurde.

Davon weg zu kommen mag eine Schicksalsfrage sein. Doch ist unser Lebensstil abhängig von Energien. Sie in dem Ausmass zu ersetzen, welches die Fossilen bieten, kann zu lange gehen, ein Wettlauf mit der Zeit und möglicherweise nicht möglich. Unser Lebensstil und das kapitalistische System und das Wachstum und die Entwicklungen der Möglichkeiten müssten ev. drastisch den Umständen angepasst werden.
Die Widerstände sind aber enorm, denn Menschen sind grundsätzlich egoistisch und anspruchsvoll und man lebt nur eine begrenzte Zeit. Was danach kommen mag, kann man als Individuum nicht wirklich beeinflussen. Auch einzelne Länder können das kaum. Zudem wird viel CO2 indirekt freigesetzt und die noch nicht verbrannten Fossilen sind auch enorme Vermögenswerte.

Seit der Klimawandel zum Thema wurde, sich auch ein Bewusstsein verbreitet hat bezüglich dem Zusammenhang mit dem CO2, wurde trotzdem mehr und mehr davon in die Atmosphäre entlassen durch das Verbrennen von mehr und mehr Fossilen, auch dank der rasanten wirtschaftlichen Entwicklungen weit über die entwickelten Länder hinaus. China, Afrika, Lateinamerika usw., die wollen alle auch sich entwickeln, was auf der Basis von Fossilen passiert.

Der Zusammenhang kann auch recht einfach in Frage gestellt werden, sieht man ja täglich auch auf ariva, denn das wäre viel einfacher. So ist das auch zu einem politischen Gewicht geworden, was nun in manchen demokratischen Ländern Parteien und Politiker einsetzen als Joker.  Wetter gab es schon immer.....usw. Und die alternativen Energien sind z.Z. nicht wirklich vorhanden in genügendem Ausmass.

Ich empfinde daher eine grosse Ohnmacht bezüglich diesen Entwicklungen und auch mein eigener Fussabdruck ist kaum nachhaltig.  

23004 Postings, 6430 Tage Malko07#190749: Richtig, auch die weniger entwickelten

 
  
    #190750
3
21.02.24 10:23
Staaten wollen einen größeren Wohlstand und auch richtig, der Wohlstand hängt proportional an verbrauchter preiswerter Energie. Ist nicht neu. Diese Erkenntnis ist uralt und kann man bildhaft an der Entwicklung ablesen wieviele Bauern wieviele Menschen über die Zeit ernährt haben.

Die Erderwärmung wird also weiter fortschreiten und das nicht nur durch den von Menschen erzeugten CO2. Methan schädigt die Atmosphäre um den Faktor 12 stärker als CO2. Und die Permafrostböden scheiden täglich höhere Mengen an Methan aus. Ironie an: "Könnten wir dieses Methan verbrennen würden wir das Wachstum des Treibhauseffektes erheblich reduzieren können." Ironie aus. Es war also richtig dass die Russen das Gas für Nordstream abfackelten und nicht einfach entließen.

An höherer Erkenntnis zu leiden ist kein Grund sich ohnmächtig zu fühlen. Und man darf auch die positiven Seiten der Entwicklung sehen. Bekanntlich wächst die Menschheit in eine ungesunde Größenordnung und jeder Mensch der hinzu kommt hat auch seinen "Fußabdruck". Untersuchungen haben ergeben, dass die Menschheit nicht unendlich bis zur absoluten Katastrophe wachsen wird sondern die Reproduktionsrate erheblich mit steigendem Wohlstand zurück geht. Bekanntlich steigt der Wohlstand mit preiswerter Energie.

Sicherlich braucht die Menschheit andere Energieformen wie die fossilen. Aber sind da Windräder und Solarkollektoren die Lösung oder stellen sie, würde man die weltweit massiv einsetzen, nicht ein Angriff auf die Ernährungsgrundlage dar? Gilt ebenso für die nachwachsenden Rohstoffe, sogar noch massiver.  Sonnenkollektoren  verschatten den Boden. O.K., wir wollen ja den benötigten Wasserstoff nicht bei uns erzeugen sondern importieren so wie wir den kritischen Müll exportieren. Wir sind die Guten!!!  Ist für uns eine Lösung, aber für den Globus? In Kalifornien hat man festgestellt dass der Ertrag in Weizenfelder deutlich nachgelassen hat nachdem ein Windräderfarm den Feldern den notwendigen Wind "gestohlen" hat. Alles was der Mensch macht hat Auswirkungen auf die Umwelt, in der Vergangenheit und auch in der Zukunft.

Das bedeutet alles nicht, dass man nicht weiter Windräder und Solaranlagen installieren sollte. Es ist allerdings ein Selbstbetrug zu glauben dass man mit "nachhaltiger Energie" alleine den CO2-Austoß praktisch erledigen könnte. Es braucht noch andere Energieformen. Und deshalb ist es sinnvoll an der Atomenergie und der Fusionstechnik und was sich sonst noch so ergibt massiv zu forschen. Auch die schweren Lithium-Batterien sind weder für die Mobilität noch für die massive Speicherung eine Lösung. Hier sind sicherlich sparsame Benziner welche auch sogenannte künstliche Brennstoffe wie z.B. Wasserstoff-CO2-Verbindungen  verbrennen können zum Teil eine sinnvolle Zwischenlösung auch wenn man damit die zwangsweise allumfassende Elektrifizierung der Mobilität in der aktuellen Ampelphase nicht erreicht.

Keiner hat die Weisheit gepachtet und kann die Zukunft abschätzen. Es ist daher schädlich alles mögliche zu verbieten sondern sinnvoll in voller Breite technisch vorzugehen. Bei der Erschaffung der jeweils notwendigen Infrastruktur ist jedoch staatliches Lenken und Denken und nicht ein Wildwuchs wie heute sinnvoll. Und bevor der Staat den Häuschenbesitzer mit sinnlosen Vorgaben in die Pleite treibt und den Wohnungsmarkt zum Erliegen bringt sollte er doch zuerst seinen eigenen Immobilienpark energetisch sanieren, von der Dorfschule bis zum Großkrankenhaus.




 

241 Postings, 100 Tage laceyAnleiheaufnahme auf den Kapitalmärkten

 
  
    #190751
21.02.24 17:16
Die Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) ist ein befristetes Instrument ...
Mit diesen Geldern können die EU-Länder dann ehrgeizige Reformen und Investitionen finanzieren

https://commission.europa.eu/...y/recovery-and-resilience-facility_de
Der Metzger hat sein eigenes Fleisch inspiziert. Viel besser wäre es gewesen, den Rechnungshof diesbezüglich zu befragen
Die @EU_Kommission hat heute die Halbzeitbewertung der Recovery & Resilience Facility (RRF) vorgelegt. #NextGenerationEU
https://twitter.com/lexhoogduin/status/1760257132706804116
 

241 Postings, 100 Tage laceyAusgabe von Anleihen im Namen der EU

 
  
    #190752
1
21.02.24 17:23

132 Postings, 111 Tage xivi"Wohlstand"

 
  
    #190753
2
22.02.24 12:43
Dein Beitrag geht davon aus, dass die Entwicklungen doch mehr oder weniger gradlinig so weiter gehen können, wenn ich das richtig interpretiere. Mit ein paar Dellen, aber der Wohlstand mehr oder weniger aufrecht erhalten werden kann, mit entsprechend billigen Energien. Aus was besteht denn dieser Wohlstand, er ist doch auch relativ und der Begriff dehnbar.

Nun gibt es aber in der Geschichte der europäischen Zivilisationen, und der globalen diversen Zivilisationen, auch massive Umbrüche bis hin zu totalen Zusammenbrüchen. Die Zeiten sind auch Zyklen unterworfen und nicht alles ist steuerbar und kontrollierbar durch den menschlichen Verstand, der von Menschen selbst gerne sehr hoch eingeschätzt wird, aber in Wirklichkeit wohl doch sehr beschränkt ist.  Es waren jedoch auch grosse Krisen und Umbrüche, welche vieles hervorgebracht haben an Innovationen und sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Errungenschaften und Erkenntnissen, was "wir" heute als unsere Leistung verstehen, in Wirklichkeit aber Nutznießer und Profiteure sind von Krisen, z.B. konkret dem 2. WK und dem danach folgenden Aufschwung und Aufbruch, der uns bis heute trägt.  
Dem 2. WK ging der Erste zuvor und danach eine Weltwirtschaftskrise und verbreiteter grosser Armut. Es handelt sich also um eine längere Zeit von grossen Umbrüchen, was für viele Menschen reale Lebens-Tragödien waren und sie nie das Licht am Ende des Tunnels erblickten und trotzdem ihr Leben lebten, mit Lachen und Weinen.

Ja, was die Zukunft bringt weiss niemand. Aber wir sind konfrontiert ua. auch mit einer starken Alterung und dem Klimawandel und es kann sein, dass sich sich vieles nicht so positiv entwickeln wird in nächster Zukunft, aber was heisst das schon?
Man stelle sich immer mal Menschen, Generationen, in der Vergangenheit vor, was sie alles durchlebten an Krisen, um das auch in Relationen zu setzen, denn diese Zeit ist eine ungewöhnliche, nicht die Krisen sind es, die sind eher die Norm auf längere Sicht gesehen.  

Wie krisenresistent die demokratischen Systeme sind in den Wohlstandsgesellschaften? Wenn sie schon in Hysterien verfallen, bevor überhaupt eine wirkliche Krise da ist?  Wohlstand führt halt  auch zu "degenerativen Mustern", weil er Erwartungen erzeugt, was den Zusammenhalt eher sabotiert, es kommt zu Verteilungskämpfen und Schuldzuweisungen.
 

23004 Postings, 6430 Tage Malko07dass die Entwicklungen doch mehr oder weniger

 
  
    #190754
3
23.02.24 10:24
gradlinig so weiter gehen können, wenn ich das richtig interpretiere. Mit ein paar Dellen, aber der Wohlstand mehr oder weniger aufrecht erhalten werden kann, mit entsprechend billigen Energien.

Nein, davon gehe ich nicht aus. Denn auch ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aber heute sinnlosen Aktionismus zu betreiben mit den falschen Methoden und damit schon jetzt den Wohlstand zu zerstören bringt uns auch nicht weiter, höchstens weiter an den Abgrund. Es kommt eben nicht darauf an festzustellen "Wir haben etwas getan" sondern "Wir haben das Richtige getan". Man erhält auch nicht die Demokratie und die Freiheit wenn man sie mutwillig zerstört.  Man erhält sie nur wenn man mit der Mehrheit der Bevölkerung konform politisch handelt und nicht gegen sie. Bei notwendigen strukturellen Änderungen muss man sie mitnehmen und nicht sich durchsetzen! Die heutigen Ablenkungsschlachten in Deutschland bezüglich des linksgrünen ideologischen irren Handels in der Energiepolitik gegen "Rechts" bewahren die Demokratie auf keinen Fall. Wenn man politisch einigermaßen akzeptabel handelt braucht man weder Demos gegen Rechts noch gegen Links.

Die Alterung der Gesellschaft ist ein positives Zeichen da es aufzeigt dass auch ohne politischen Druck die Reproduktionsrate zurück geht. So sollte es sein. Denn wenn eines endlich ist, ist es der Raum in dem wir leben. Die stark wachsende Bevölkerungszahl hat anderen Spezies viel Raum genommen und ist mit aber nicht allein die Ursache unserer Probleme. Die sogenannte "gesunde" Bevölkerungspyramide führt zu einem andauernden Wachstum der Bevölkerung und das kann es nicht sein, es sei man braucht große Zahlen an Soldaten mit großen Kriegen. Selbstverständlich braucht eine abnehmende (alternde) Bevölkerung andere Maßnahmen und Strukturen als eine wachsende Bevölkerung und diese Änderungen sind (noch) nicht in Sicht. Wobei die momentane Schrumpfung eine Reaktion auf den Wahn der Nachriegsbevölkerunsgexplosion (bevölkerungsreiche Jahrgänge) ist und wie sich zeigt wahrscheinlich in eine stagnierende Bevölkerung übergehen wird. Wir werden also wahrscheinlich nur temporär größere Probleme haben, die wir nicht lösen in dem der Einzelne weniger arbeitet sondern mehr und dabei muss er nicht so lange Arbeiten wie seine Vorfahren.  Diesbezüglich sind wir bei uns sehr wohl handlungsfähig im Gegensatz zur "klimatischen Rettung der gesamten Welt".

Bei überzeugten Prognosen sollte man prinzipiell vorsichtig sein. Was stellte Niels Henrik David Bohr (dänischer Physiker) eins fest: "Prognosen sind immer schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen".  Vor ca.  50 Jahren prognostizierte der Club of Rom das Ende der fossilen (Erdöl, Gas, Kohle) Energieträger während der damaligen Energiekrise. Sollten entsprechend den Prognosen schon zu Ende gehen respektive gegangen sein. Dabei kennen wir jährlich mehr Vorkommen und kämpfen einen anscheinend aussichtslosen Kampf gegen das Verbrennen von fossiler Energie. Und diesen Kampf sollten wir à la longue gewinnen und zwar nicht durch sinnlosen Aktionismus sondern durch sinnvolles Vorgehen. Dabei sind Vernunft und Ausdauer und nicht Ideologie oder Ersatzreligionen notwendig.

Übrigens die Menschheit war schon immer konfrontiert mit großen Problemen, oft ganz Realen. Geschichtlich gibt es mMn kaum eine problemlose Zeit. Ist allerdings kein Grund in Pessimismus zu verfallen denn Angst essen Seele auf und verhindert den klaren Blick.




 

23004 Postings, 6430 Tage Malko07Gaza nach dem Krieg

 
  
    #190755
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23.02.24 11:45
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat dem Sicherheitskabinett Medienberichten zufolge seinen Plan für die Verwaltung des Gazastreifens nach dem Krieg vorgelegt.

Dieser sieht nach Angaben der Zeitungen »The Times of Israel« und »Haaretz«

folgende Punkte vor:

   -1- Die Rückführung aller israelischen Geiseln – tot oder lebendig.

   -2- Israels volle Sicherheitskontrolle über das gesamte Küstengebiet durch das israelische Militär – das beinhaltet die Zerstörung der militärischen Struktur der Hamas und den Aufbau einer Pufferzone.

   -3- Die Schließung des Palästinenserhilfswerks UNRWA.

   -4- Die Verwaltung des Gazastreifens solle, so heißt es vage, von »lokalen Beamten« mit fachlicher Erfahrung geleitet werden. Dabei werde es sich um Personen handeln, die keine Verbindungen zu »Ländern oder Organisationen« hätten, »die den Terrorismus unterstützen«.

   -5- Die im Westjordanland regierende Palästinensische Autonomiebehörde (PA) wird in dem Plan nicht ausdrücklich genannt. Ihre Beteiligung an der künftigen Verwaltung des Gazastreifens werde darin aber auch nicht ausgeschlossen.
https://www.spiegel.de/ausland/...e12b546-0fec-49dc-9a82-8895389e2ca3


Nicht überraschend. Israel will einen derartigen Überfall kein 2. mal erleben. Das Ausland bringt dagegen keinen sinnvollen Vorschlag auf den Tisch. Es wird ein Waffenstillstand gefordert ohne Aussagen wie es dann weiter gehen soll. Es wird eine Zweistaatenlösung gefordert ohne konkrete Angaben wie diese erreicht werden soll und wie die Sicherheit von Israel garantiert werden soll. Das gleich sinnlose Geschwafel wie die letzten Jahrzehnte die bis heute nichts verbessert haben.  

132 Postings, 111 Tage xiviIdeologien

 
  
    #190756
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23.02.24 17:27
Zitat Malko: Dabei sind Vernunft und Ausdauer und nicht Ideologie oder Ersatzreligionen notwendig.

Das kann ich auch voll unterschreiben. Ich mag keine Ideologien.  

Doch eine Energiewende ist mMn keine Ideologie, sie ist eher eine Notwendigkeit, erst recht wenn man etwas langfristiger in die Zukunft schaut.
Dass dabei Fehler gemacht werden, gehört auch dazu. Reibungslos kann das nicht verlaufen, denn es ist ein umfassendes und kompliziertes Projekt. Noch sind die Widerstände sehr gross, weil die Lösungen oft nicht wirklich überzeugen und neue Probleme schaffen ....und teuer sind.
Ich bin nicht Pessimist, ich bin eher Skeptiker und das ist nicht das Gleiche

Aber auch skeptisch gegenüber gewissen Optimisten, das sind manchmal die, welche erst in den Dreck reiten und dann nachdenken, z.B. der Rückbau bestehender AKWs in D., ohne wirklich eine Lösung zu haben, jetzt bläst man halt noch mehr CO2 in die Atmosphäre und die Abfälle sind nach wie vor da, die Risiken auch, auch wenn es einen Umfall gibt in einem Nachbarland.  Diese Risiken ist man einmal eingegangen. Natürlich wäre es besser, man hätte sie nicht. Aber aus bestehenden Risiken kann man mMn nicht einfach sofort aussteigen, weil man neue eingeht damit, auch politische.

Das wurde aber unter einer CDU/CSU- geführten Regierung entschieden..... Das haben nicht primär die Grünen zu verantworten.  

23004 Postings, 6430 Tage Malko07Das wurde aber unter einer CDU/CSU- geführten

 
  
    #190757
1
24.02.24 09:38
Regierung entschieden..... Das haben nicht primär die Grünen zu verantworten.  

Ja, auch vergangene Regierungen haben viel Mist gebaut und daran war auch die Union maßgeblich beteiligt. Ein gutes Beispiel ist z.B. das Raus, Rein, Raus in der Atomenergie. Unter Merkel wurde die Europapolitik auch nicht sinnvoll weiter geführt sondern laufend perverser. Und diese Fehlentwicklungen dauern an, von dem Umgang mit der illegalen Migration ganz zu schweigen. Ein zusätzlich fetter Fehler war ihre Affinität zu Putin. Auch in der Union und der Wirtschaft gab es nicht wenige denen die billige Energie über alles ging.

Seit 1998 war die SPD immer mit an der Regierung, die Union nicht. Und dem Bundeskanzler seine Macht ist erheblich eingeschränkt; er ist oft, je nach Koalition, sehr arm an Führungsmöglichkeit. Und dann gibt es noch die Länderkammer der Bundesländer die bei sehr vielen Gesetzen ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht hat. Und über diese Länderkammer wirken die Grünen schon sehr lange mit. Sie haben es geschafft dass sowohl die Union als auch die SPD immer mehr von ihrem Gedankengut übernommen hat. Von Merkel behaupteten viele sie wäre eigentlich die Vorsitzende der SPD in einer Rot-Grünen Regierung. Auch in der aktuellen Regierung hat momentan die SPD mit Scholz eine eher schwächere Position.

Alle Parteien (Union, SPD, Grüne, FDP) tragen eine gehörige Mitschuld an dem was die vergangenen Jahrzehnten schief gelaufen ist und haben damit gemeinsam die Populisten von AfD und BSW gezüchtet.

Der Rückbau der AKW's läuft seit Jahren in Deutschland und das auch erfolgreich. Nicht erfolgreich ist dagegen der Umgang mit dem hochradioaktiven Müll (abgebrannte Brennstäbe). Diesen sicher vergraben zu können ist mMn eine große Illusion. Wenn man sich einigermaßen in der Geschichte auskennt, fragt man sich wie man auf eine derartige perverse Idee kommen kann. Aber die Ideologie verhindert/behindert das Forschen an Reaktortypen die diesen Müll zu einem unkritischeren Müll verarbeiten könnten. So hat z.B. die Bundesregierung die TH Aachen zurück gepfiffen die sich erdreiste mit Belgien zusammen an einem derartigen Projekt zu forschen. Die heutigen AKW's hatten auch einen militärischen Hintergrund und sind das Kind des kalten Krieges. Dazu sind sie aber schon lange nicht mehr notwendig. Heute reichert man über Zentrifugen an. Es sind ganz andere Reaktortypen möglich so wie schon zum Anfang der Atomenergie nachdem sie noch nicht unter die militärische Fuchtel geraten war. Mir ist auch schleierhaft wie man mit dem Erbe der Atomenergie ohne Knowhow auf diesem Gebiet umgehen kann und das müssen wir noch sehr lange. Egal ob es richtig war oder nicht jemals die Atomenergie anzugehen, falsch war es sie jetzt in der Krise abzuschalten und zusätzliche Braunkohlekraftwerke hochzufahren.

Das man Fehler macht ist der selbstverständliche Weg in der Technik seit man darin unterwegs ist. Wenn man aber erkannt hat dass etwas schief läuft und weigert sich zu reagieren ist das nicht mehr normal sondern bekloppt. So wird der Ausbau der Windenergie im Norden weiter subventioniert und es fehlt der Weg zu den Verbrauchern und das noch für sehr lange Zeit. Man will immer größere Gruppen/Bereiche in den Elektroverbrauch zwingen ohne eine wirtschaftliche Lösung für die Dunkelflaute zu haben. Man kann auch nicht primär mit Verboten und Bestrafung der Wirtschaftssubjekten die Entwicklung weiter bringen. So werden momentan die Landwirte und Spediteure wegen dem Einsatz von Diesel in ihren Bereichen bestraft ohne dass sie eine Alternative hätten. Ähnliches gilt für manche Privatheizung.  So fährt man eben den notwendigen energetischen Umbau gegen die Wand.

Übrigens ist es kein Argument für den eigenen Unsinn Fehler aus der Vergangenheit anzuführen. Fehler bleiben Fehler und man sollte sie nicht pflegen sondern beheben. Und dem stehen heute primär die Grünen entgegen, deren Partei nicht mal zweistellig ist wenn man auch die Nichtwähler berücksichtigt. Und diese ideologische Vorgehensweise ohne Einsicht in die Realität der Bevölkerung ist es, die täglich einen größeren Hass auf diese Partei erzeugt. Nein, sie waren an vergangenen Taten nicht die primär Schuldigen. Die anderen hätten sich nicht erpressen lassen müssen nur um die Posten zu behalten - sie sind es aber heute. Und weil sie heute an der Macht sind übertreiben sie heftig.

Es ist wichtig dass sich vieles ändert. Und wie das mit Links-Grün vor sich gehen soll ist mir schleierhaft. Dort hocken zu viele die Probleme mit der Demokratie haben, also mit dem was breite Bevölkerungschichten (Mehrheit) wollen. Ja, der Umbau ist verdammt teuer und gerade deshalb darf man sich nicht beliebig viele Fehler erlauben. Eventuell bessert sich das zukünftig wenn es immer mehr Minderheitsregierungen geben sollte und der starre Koalitionszwang nicht mehr besteht.


 

29100 Postings, 8329 Tage Tony FordVolkswirt: Wer Staatshilfen will, kann gehen

 
  
    #190758
24.02.24 10:49
Wer Staatshilfen will, kann gehen - Volkswirt Reint Gropp im "Klima-Labor" - n-tv.de
BASF flüchtet nach China. Miele nach Polen. Autozulieferer ZF Friedrichshafen und Solarmodulbauer Meyer Burger liebäugeln mit den USA. Die Botschaft der deutschen Industrie ist eindeutig: Ohne Staatshilfen sind wir weg. Volkswirt Reint Gropp würde ihr die Tür aufhalten, wie er im "Klima-Labor� ...
Volkswirt: Wer Staatshilfen will, kann gehen

Quelle:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/...im-Klima-Labor-article24738136.html


Eine Sichtweise, die ich nahezu uneingeschränkt teile.

Einzig bei der "Massentauglichkeit" Deutschlands bin ich etwas anderer Meinung, da ich u.a. aus dem Bereich Halbleiter komme und daher weiß, dass man hierbei aufpassen bzw. differenzieren muss.

Eine Massenproduktion von vergleichsweise unkomplexen Produkten, zu denen u.a. wohl auch die Produktion von PV-Modulen zählt, da stimme ich zu, da werden günstigere Standorte stets einen Wettbewerbsvorteil haben.

Doch bei komplexen Produkten wie PC-Chips, vor allem mit höherem Komplexitätsgrad, Beispielsweise KI-Chips, hier sieht die Lage schon anders aus. Hier liegt auch der Anteil an Energie oder Personalkosten an den Produktkosten deutlich niedriger. Hier sprechen wir z.B. von einem Personalkostenanteil von 5% und Energiekostenanteil von vielleicht 20%. Selbst wenn die Kosten sich in diesem Bereich verdoppeln würde, würden die Herstellungskosten um "nur" 25% steigen.
Dass was die hohen Kosten verursacht sind die hohen Abschreibungen auf Fabriken & Maschinen.

Diese Abschreibungen sind weltweit nahezu gleich, da die Halbleiterfabriken von den gleichen spezialisierten Bauunternehmen in China genauso wie in Dtl. gebaut werden, zu gleichen Preisen. Gleiches gilt für die Maschinen.

Der große Wettbewerbsvorteil asiatischer Halbleiterhersteller beruhte in der Vergangenheit nahezu ausschließlich auf die deutlich höheren Subventionsquoten. Denn die Subventionen sind es, welche die Abschreibungskosten drastisch senken.

Deshalb bauen Halbleiterhersteller wie TSMC oder Intel nun ihre Werke in Dtl. weil sie nun hier die größeren Subventionsquoten erhalten. Würden Energiekosten und Personalkosten die entscheidende Rolle spielen, würden solch Hersteller keine Werke hier bauen.

Zumindest bezogen auf hochkomplexe Produkte. Im  Bereich Produktion von Solarzellen oder Speicherchips spielen Energie- und Personalkosten eine deutlich größere Rolle, weil der Aufwand, der zur Herstellung dieser Zellen/Chips getrieben werden muss, deutlich geringer ist. Diese Produkte werden wir in Dtl. nicht wettbewerbsfähig produzieren können.

Doch wie der Volkswirt richtig schrieb, wir müssen auch nicht Alles herstellen, zumal wir die große Zahl an Fachkräften dafür gar nicht haben.  

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