Starke Zukunft für P7Sat1
Den Kreisen zufolge nähert sich ProSiebenSat.1 nun nach monatelangen Gesprächen einer Vereinbarung mit der italienischen Moltiply Group über den Verkauf von Verivox.
Man darf gespannt sein, wie der von MFE und PPF kontrollierte Aufsichtsrat reagiert. General Atlantic als 10% Aktionärin täte dem Aktionariat von Pro7 definitiv gut. Für die aktionärsfeindlichen Pläne von MFE und PPF eine hochwirksame Giftpille. Ein Verivox Verkauf an Moltiply zu einem attraktiven Kaufpreis könnte dem Aktienkurs den bislang fehlenden Kick zum Bruch der Widerstandsmarke 6,50 und Anlauf Richtung 52W Hoch bei 7,50 bis 8 EUR geben.
Und obendrein ist der AR natürlich zuallererst dem Unternehmenswohl von Pro7 verpflichtet.
Der Markt signalisiert glasklar, dass der GA-Deal eine gute Idee ist.
Wenn sich die Vertreter von MFE und PPF tatsächlich gegen den Deal stellten, während der Rest des AR inkl. des AR-Vorsitzenden glasklar für den Deal stimmt, dann haben MFE und PPF möglicherweise Untreue-Klagen am Hals, derer sie sich nur schwer entledigen können.
Man sollte nicht vergessen, dass der Gerichtsstand Deutschland, genau gesagt München ist. Und in Bayern sind korrupte Berlusconis und Kelnerovas nicht gut gelitten, schon gar nicht, wenn es um das Wohl eines bedeutenden bayerischen Unternehmens geht.
Ich gehe demnach davon aus, dass MFE und PPF die Giftpille widerwillig schlucken werden und Hr. Habets mithilfe des langjährigen Geschäftspartners GA einen Coup gegen die verhassten Großaktionäre MFE und PPF landet.
Ein Wirtschaftskrimi!
Der Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 wird im Laufe des Sonntags zusammentreten, um über ein mögliches Geschäft zu beraten, bei dem die US-Private-Equity-Firma General Atlantic eine Minderheitsbeteiligung an dem deutschen Sender erwerben könnte, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber Reuters.
General Atlantic ist ein Co-Investor in ProSiebens Internet-Einheiten - der Preisvergleichs-Website Verivox, dem Parfüm-Einkaufsportal Flaconi und der Online-Dating-Plattform ParshipMeet Group - die der Fernsehkonzern verkaufen möchte.
ProSieben hatte Anfang des Monats erklärt, dass es an einem Deal arbeitet, um die Minderheitsbeteiligungen des US-Unternehmens an ParshipMeet und an der NuCom Group, der Holdinggesellschaft von Verivox und Flaconi, zu kaufen. Als Zahlungsmittel würde das Unternehmen eine Pflichtwandelanleihe oder möglicherweise eigene Aktien ausgeben.
Durch die Transaktion würde ProSiebenSat.1 zum alleinigen Eigentümer der digitalen Vermögenswerte. Damit wäre ein Hindernis für die geplanten Verkäufe von Verivox und Flaconi beseitigt, die General Atlantic derzeit blockieren kann.
ProSieben zieht eine Option in Betracht, um eine Abstimmung der Aktionäre bei der Ausgabe der für die Pflichtwandelanleihe benötigten Aktien zu umgehen, so eine der Quellen.
Dies kann durch eine 'bedingte' Kapitalerhöhung geschehen, eine Option, die es dem Unternehmen erlaubt, bis zu 23,3 Millionen Aktien oder 10% des Grundkapitals auszugeben, ohne dass der Aufsichtsrat zustimmen muss, sagte die Person.
ProSieben und General Atlantic lehnten eine Stellungnahme ab.
Die Option der bedingten Kapitalerhöhung würde die Anteile der bestehenden ProSieben-Aktionäre verwässern, einschließlich des Top-Investors MFE-MediaForEurope, der fast 30% an ProSieben hält und damit knapp unter der Schwelle liegt, die nach deutschem Recht ein Pflichtangebot auslöst.
MFE, das von der italienischen Berlusconi-Familie kontrolliert wird, hat sich ein Finanzierungspaket in Höhe von 3,4 Milliarden Euro gesichert, um eine mögliche Übernahme von ProSieben zu finanzieren, die noch in diesem Jahr im Rahmen eines Vorstoßes zum Aufbau eines werbefinanzierten europäischen Fernsehsenders erfolgen könnte.
MFE würde einen Teil des Schuldenpakets zur Refinanzierung von 2,1 Milliarden Euro an Bruttoschulden verwenden, die ProSieben möglicherweise zurückzahlen muss, falls MFE einen Stimmrechtsanteil von 50% erreicht. Eine 'Change of Control'-Klausel in den Kreditverträgen gibt den Gläubigern von ProSieben die Möglichkeit, dies zu tun.
ProSieben hatte zu den Freitagskursen eine Marktkapitalisierung von 1,4 Milliarden Euro. (Berichterstattung von Elvira Pollina in Mailand; Zusätzliche Berichterstattung von Christoph Steitz in Frankfurt; Bearbeitung von Valentina Za und Bernadette Baum)
https://www.ariva.de/news/...at-1-auf-hoch-seit-juli-bericht-11570706
Ohne Deal auch kein Verkauf von Verivox, mal sehen wie Lange der Potentielle Käufer dieses hin und her mitmacht.
Wenn es schlecht läuft dann ist der jetzige Kurs nicht mehr zu halten.
ein Übernahmeangebot machen werden.
Die Abstimmung des Aufsichtsrat am Sonntag Abend gegen den GA / USA Deal ist meiner Meinung nach nur da um etwas Zeit zu gewinnen damit der Berlusconi Mafia-Clan das Angebot zur Übernahme
die nächsten Tage abgeben kann.
Zu 11 ,50 € könnte ich mir schon vorstellen
A key point of concern was the structure of a “contingent” capital increase, which would allow ProSieben to issue up to 23.3 million new shares (10% of its share capital). This would dilute existing shareholders, including MFE-MediaForEurope (MFEB.MI), which holds nearly 30% of ProSieben — just below the threshold that would trigger a mandatory takeover bid under German law.
Wenn das z.B. zu 9,xx € war und sie sagen sie wollen einen Aufschlag von 25%, dann kommen wir bei mind. 11,25€ raus. Im Hinblick, dass die Dividende der letzen Jahre nichts abgeworfen hat, könnte das doch auch ein Szenario sein.
Ansonsten eine grobe Rechnung von mir (ohne den Einsatz eigener Aktien von MFE)
3,4 MRD Budget MFE - 2,1 MRD Übernahme Schulden P7 = 1,3 MRD für Übernahme Aktien / (226,88 MIO*0,7) = 8,19€
Man könnte ja mal spekulieren. Soweit ich gehört habe, soll die mögliche Vereinbarung von den meisten Markteilnehmer als positiv gesehen werden, da sie eine Übernahme einfacher machen würde.
Was könnte nun im Sinne der beiden Ankeraktionäre sein. Eine Lösung wäre z.B. der Verkauf von Verivox erfolgt, der Deal mit GA geht durch, allerdings wird keine Pflichtanleihe begeben, sondern man zahlt als Entschädigung eine Barsumme (Geld durch den Verkauf wäre ja genügend da) oder man macht eine Kombination von einer "kleineren" Pflichtanleihe und einer Geldsumme.
Würde der Markt eine solche Entscheidung begrüßen ? Ich denke ja, denn w.o. beschrieben erhöht die Vereinbarung die Durchführbarkeit einer Übernahme und man spart sich die Verwässerung. Das könnte auch der Grund sein, warum der Aktienkurs trotz der AR-Entscheidung sich so gut hält bzw. am Montag und Dienstag weiter gestiegen ist. Nur eine völlige Absage mit GA dürfte den Kurs belasten.
Übrigens hat Blackrock nun auf 0,43 % gesenkt.
Verivox Word gemunkelt würde um die 250mio im VK bringen, bei einem Umsatz von 162mio.
Was würde Flaconi dann bringen mit über 500mio Umsatz und Agressiver Expansions Ziele?
Vielleicht sinkt die Verschuldung dann schnell auf unter 1Mrd.
Mit 30% hat MFE nur noch 166,33Mio Aktien zu erwerben. 100% sind nicht nötig, somit bei zb 10Eu, wären 1,6Mrd erst ausgegeben und ich glaube die wollen weiter expandieren, die werden nicht alles an Pro7 ausgeben.
PPF könnte ja theoretisch auch mal nachkaufen. Sie könnten ja auch ihren Einstandskurs verbilligen, um ggf ebenfalls mehr Mitsprache zu bekommen?
Oder wäre dies Insiderwissen, wenn man kauft und weiß der andere will übernehmen? Wobei diese news ja nun jeder hat.
Schön wärs, wenn es nur 1,51 MRD wären. Warum sollte PPF aufstocken? Macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn PPF selbst P7 übernehmen will und dann wäre es die ganze Zeit viel günstiger gegangen. MFE braucht PPF um 95% der Anteile zu bekommen. Anstelle von PPF würde ich mir das teuer bezahlen lassen.
Es ist die Summe der zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich zinstragender, nicht betriebsnotwendiger Finanzguthaben (Darlehensforderungen, Wertpapiere, Cash).
31.12.2024: 1,512 MRD EUR
https://www.prosiebensat1.com/files/2025/03/13/...34-b4f6ea7e0724.pdf
Aktuell trifft RTL nun die Werbeflaute. Da finde ich diese breite Aufstellung wiederum ganz gut mit Internet Größen und TV. Ggf noch etwas Werbung schalten und die Rechnung an Verivox/Flaconi/Paarship/Jochenschweizer/Mydays usw dann zusenden, der Kreis schließt sich.
Schaut so aus, dass bald eine Übernahme von der MFE ansteht.
Wie ich schon geschrieben habe, eine Lösung mit GA wollen alle, da eine Entflechtung einerseits die Wahrscheinlichkeit von Beteiligungsverkäufen erhöht und andererseits eine Übernahme erleichtert. Nur der Weg ist noch umstritten, aber ich bin nicht so pessimistisch, ich glaube, man findet ein Weg.
Vorgestern habe ich meine Derivateposition komplett verkauft, heute habe ich sie deutlich günstiger wieder zurückgekauft. Insofern ist mir der Kursrücksetzer nicht so unlieb.
Die große Aktienposition bleibt davon natürlich unberührt.