Quo Vadis Dax 2011 - All Time High?
Von Herbert Rude
DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Konsolidierungsrunde am deutschen Aktienmarkt
könnte sich in der kommenden Woche laut Marktteilnehmern schon wieder nach oben
auflösen. Grund sind die Kapitalabflüsse aus den Anleihemärkten, die laut
Händlern in die Aktienmärkte fließen. Deflation ist kein Thema mehr am Markt.
Die Analysten von Sentix meinen, mit dem "quantitative easing" habe die
US-Notenbank Inflationserwartungen verankert, die nun zu steigenden Zinsen an
den Anleihenmärkten führen. "Da hat die Fed eine Zinsuntergrenze eingezogen",
so die Sentix-Analysten.
Geldmarktfonds fallen als Alternative zu Anleihen im laufenden Zyklus aus.
"Die Gläubiger müssen sich auf lange Zeit auf negative Realzinsen einstellen",
so Pimco-Anlagestratege Bill Gross mit Blick auf das kurze Ende anlässlich des
"Roundtables" von Barron's zur Anlagestrategie in diesem Jahr.
Und innerhalb der Aktienmärkte gibt es nun Strukturverschiebungen. "Die
Schwellenländer fallen als Anlagealternative derzeit aus", meinen die Analysten
von Wellenreiter-Invest mit Blick auf Kursrückgänge in Schanghai, Bombay oder
auch an kleinen Märkten wie in Dhakka. Offensichtlich drücken die
geldpolitischen Bremsmanöver in einigen Schwellenländern auf die Aktienkurse.
Devisenstratege Chris Zwermann von Zwermann Financial spricht mit Blick auf
ausgewählte Emerging Markets schon von "quantitative tightening", in Abgrenzung
von dem "quantitative easing" der US-Notenbank Fed.
Dagegen feiern die Aktienmärkte in der europäischen Peripherie ein unerwartet
schnelles Comeback. So hat der IBEX in Madrid innerhalb von zehn Handelstagen
etwa 15% gewonnen. Während die Zinsen in den "safe havens" wie Deutschland, den
Niederlanden oder auch den USA am langen Ende kräftig steigen, gehen sie in
Griechenland, Portugal und Spanien zurück. Goldman Sachs meint, die Weichen
seien in Spanien auf nachhaltige Stabilisierung gestellt, die Schuldenquote am
Bruttoinlandsprodukt könnte von 90% derzeit auf 77% im übernächsten Jahr
zurückgehen.
Die Strukturveränderungen an den Aktienmärkten gehen einher mit einer
durchgreifenden Branchenrotation. Die lange gemiedenen Bankenwerte feiern eine
Renaissance, auch Versicherer und Versorger springen an. Die Rotation könnte
Korrekturansätze im DAX wie in den vergangenen Tagen schnell beenden. "Bei den
zyklischen Aktien läuft die Korrekturphase, ohne dass das beim DAX selbst
großartig spürbar wäre", heißt es in den Mußler-Briefen.
Auch das Sentiment erscheint bei weitem nicht so überhitzt wie das der eine
oder andere Anlagestratege dem Markt glauben machen will. In der nun
ablaufenden Woche lag die Put-Call-Ratio auf die DAX-Optionen ohne Ausnahme
über eins, zum Teil sogar deutlich. Das spricht eher für eine vorsichtige
Haltung und Absicherungsinteresse unter den Anlegern.
Aus technischer Sicht gilt die Marke von 7.240 Punkten als nächste Hürde für
eine durchgreifende Fortsetzung der Hausse. Die technischen Analysten von HSBC
Trinkaus machen hier den letzten starken Widerstand auf dem Weg zur 8.000er
Marke aus. Hier war der Erholungsversuch im Mai 2008 gescheitert, und hier
verläuft die Nackenlinie aus der Dreifach-Top-Umkehr von Mitte 2007 bis Anfang
2008.
Auf der Makroseite stehen in der kommenden Woche in den USA Zahlen zum
Wirtschaftswachstum am Freitag, zum Verbrauchervertrauen am Dienstag und die
Sitzung der US-Notenbank mit dem Ergebnis am Mittwoch im Blick des Markts. Am
Dienstag werden auch der Case-Shiller- und der FHFA-Hauspreisindex
veröffentlicht, am Donnerstag unter anderem die Auftragseingänge für langlebige
Wirtschaftsgüter und am Freitag der Michigan-Index für die Verbraucherstimmung
in der zweiten Umfrage. In Europa werden am Montag eine Reihe von
Einkaufsmanager-Indizes bekanntgegeben.
Außerdem kommt die Berichtsaison Europa auf Touren, in Deutschland mit Wincor
Nixdorf am Montag und mit den Zahlen von Siemens am Dienstag und von Software
AG am Donnerstag. Außerdem berichten am Montag Philips, am Dienstag Ericsson
und am Donnerstag Novartis, Nokia, AstraZeneca, H&M sowie Fiat über die
Geschäftsentwicklung. In den USA stehen unter anderem am Montag McDonald's, am
Dienstag Dupont, Verizon, 3M und Yahoo, am Mittwoch United Tec und am
Donnerstag Caterpillar, AT&T, Microsoft und Potash auf der Agenda.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29725 217, herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/jej/reh
(END) Dow Jones Newswires
January 21, 2011 07:34 ET (12:34 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2011
Stand: 7078
Als „Daxinteressierter“ sehe ich mit Blick auf den Tageschart, dass der Dax letzte Woche die EMA 50 erfolgreich getestet hat und bereits im Dezember die ehemalige, massive Rallybegrenzungslinie in ihrer Wirkung „aufgeweicht“ hat und nach oben durchbrochen hatte.
Der gestrige Tag hat mir wieder einmal gezeigt, das Intradaykurzfristcharts einem die Sinne „vernebeln“ können. Übergeordnet auf Tagesbasis ist im Dax nämlich alles „Roger“!
Der Dax schoss nach dem Test der EMA 50 bis ans oBB und durchbrach dabei erneut die besagte Rallybegrenzungslinie. Die scharfe über 300 Pkt reichende Aufwärtsbewegung wird aktuell konsolidiert. Mehr bisher aber auch nicht.
Die aktuelle Abwärtsbewegung endete gestern eigentlich „idealtypisch“ direkt am mBB sowie im Bereich der beschriebenen ehemaligen Rallybegrenzungslinie,was im bullischen Sinn ein Pullback an diese gewesen sein könnte. Das bleibt noch abzuwarten.
Aber es gab gestern die Intradaylongchance „ Test mBB“, die ich aber auch nicht, bedingt durch die „Intradayschwäche“ der letzten Tage im Dax wahrgenommen habe. Jetzt 70 Pkt. höher sieht die Welt wieder freundlicher aus :)
Wobei wir uns noch im „Niemandsland" aufhalten.
Erst ein Ausbruch über 7165 eröffnet jedenfalls Potential bis zur Trendkanaloberkante bei derzeit ca. 7360.
Fazit:
Der starke Aufwärtstrendkanal seit Ende August 2010 hat analog zu den US noch immer Bestand. Er wurde bislang nur durch den erfolgreichen EMA 50 Test marginal verletzt, aber umgehend zurückerobert, sprich es handelte sich um einen Fehlausbruch.
Um eine Konsolidierung einzuläuten, muss aus meiner Sicht wie in den US folgender Punkt erfüllt sein
Der Trendkanal muss nachhaltig, am besten mit bestätigten Rücklauf an die Kanalunterkante- bei derzeit 6992 verlaufend -nach unten verlassen werden.
Um eine Korrekturphase einzuleiten muss die EMA 50 (6910) nachhaltig gerissen werden Dann kann man sich gedanklich mit der allerorts gewünschten EMA 200 Korrekturphase befassen.
Also auch von der Daxfront noch keine stichhaltigen Shortsignale in Sicht. Was bedeutet, im Zweifel mit dem Trend gehen und dieser ist aufwärts gerichtet, ob einem das nun selbst „fundamental“ gefällt oder nicht.
Wie immer nur meine Meinung
LoS
robustes Wachstum im Jahr 2011. .... Dow sollte heute min 0.5 prozent im plus stehen, zahlen sollten beflügeln. Solange ge mehr im plus ist, als boa fällt, gehts hoch. Ge hat die höhere gewichtung laut börsenkapit. Also long dow. Hoffe es kommt noch nen kleiner rücksetzer auf 800-825:)
Klasse gemacht, sowas will die Börse sehen. Die US-Future feiern begeistert die Zahlen.
mittelfr. gehts erstmal abwärts, das ist so sicher wie das amen in der kirche
Hast recht mit GE. Die Mehrheit der Zahlen war gut und die schlechteren von BA werden ausgeblendet. Google und Schlumberger waren ja auch gut.
DOW scheint oberhalb der 11870 begrenzt zu sein.
Im DAX warte ich noch auf die 7100 dann kommt Short rein.
Die Finanzsparte GE Capital habe mit einem deutlichen Gewinnplus zur Ergebnissteigerung beigetragen.
GE hat durch das Geld von Ben Bernanke profitiert. Das eigentliche Geschäft hat sich nicht bewegt. Hatten wird das nicht schon einmal das GE, GM u.ä. ihre Gewinne nur durch Finanzgeschäfte steigerten. Vielleicht nur ein Dejavu
Schönes WE