In Japan droht ein zweites Tschernobyl-
Solche Kraftwerke entstehen in Jahren. Da ist es unmöglich, in wenigen Tagen eine Anpassung vorzunehmen. Schon gar nicht, wenn die meiste Technik (Messen, Regeln, Steuern) schon zerstört wurde.
Bisher waren schon einige erschreckende Einsichten zu sehen. Der Film lohnt sich!
Vielleicht auch den Anfang später (in der Mediathek?) schauen...
http://www.phoenix.de/content/risiko_atomkraft/364771?datum=2011-03-16
Die Lage im Atomkraftwerk Fukushima verschlechterte sich weiter. Die Betreiberfirma Tepco meldete am Donnerstag (Ortszeit) Probleme in den bislang von der Katastrophe nicht betroffenen Reaktoren Fünf und Sechs, in denen die Temperatur um das Doppelte angestiegen sei. Derweil drohte der Konzern den Kampf um die schwerbeschädigten Reaktoren Drei und Vier zu verlieren. In einem verzweifelten Wettlauf mit der Zeit versuchten die wenigen verbliebenen Arbeiter das Schlimmste zu verhindern. Die IAEA nannte die Lage in dem 240 Kilometer nördlich von Tokio gelegenen Komplex "sehr ernst". Sie sei aber noch nicht außer Kontrolle.
Die Schäden am Kern dreier Reaktoren seien bestätigt, teilte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien mit. Behördenchef Yukiya Amano äußerte die Hoffnung, sich am Donnerstag in Japan an Ort und Stelle ein Bild machen zu können. Amano kritisierte die Informationspolitik aus Tokio, die umfassender und schneller sein müssten.
EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnte vor katastrophalen Ereignissen in Fukushima, die innerhalb weniger Stunden eintreten könnten. Das Kraftwerk sei faktisch außer Kontrolle. Eine Sprecherin sagte später, die Äußerungen Oettinges beruhten nicht auf besonderen Informationen, sondern auf Medienberichten. Er habe nicht von einer bevorstehenden Katastrophe gesprochen, sondern lediglich seine Ängste geäußert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte die Lage "sehr, sehr ernst". Das Auswärtige Amt verschärfte seine Reisewarnung. Es empfiehlt nun allen Deutschen, die Region um Fukushima und den Ballungsraum Tokio/Yokohama vorübergehend zu verlassen. Die Deutschen sollten nach Osaka ausweichen oder über Osaka ins Ausland weiterreisen. Bisher hatte das Auswärtige Amt lediglich dazu geraten zu prüfen, ob ein Aufenthalt in der Gegend weiter erforderlich ist.
WASSERWERFER SOLLEN REAKTOR KÜHLEN
Besorgte Worte kamen auch aus Russland. "Unglücklicherweise entwickelt sich die Lage nach den schlimmsten Annahmen", sagte Sergej Kirijenko, dem die militärischen und zivilen Atomanlagen aus Sowjet-Zeiten unterstehen. Das russische Außenministerium will von Freitag an die Angehörigen von Diplomaten ausfliegen.
Am Katastrophenort räumten Arbeiter im Wettlauf mit der Zeit Schutt beiseite, um der Feuerwehr einen Weg zum Reaktor Vier des Kraftwerkskomplexes Fukushima zu bahnen. Wie verzweifelt die Lage ist, belegten Planungen der Polizei, Wasserwerfer zur Kühlung einzusetzen. Auch Soldaten sollen helfen. Die Lage in dem in Brand geratenen Meiler sei "nicht so gut", räumte der Betreiber ein.
Priorität hat nach Angaben des Betreibers Tepco jedoch der Reaktor Drei, dessen Dach durch eine Explosion beschädigt wurde und aus dem zeitweise Dampf entwich. Hubschrauber konnten die Anlage wegen der hohen Strahlung nicht aus der Luft mit Wasser kühlen. Tepco kündigte inzwischen einen neuen Helikopter-Einsatz an. Reaktor Drei verwendet auch das hochgiftige Plutonium als Brennstoff. Das extrem krebserregende Schwermetall hat eine Halbwertzeit von 24.110 Jahren.
Experten zufolge kommen die Bemühungen zur Eindämmung der Katastrophe einem letzten verzweifelten Versuch gleich. "Das ist ein langsam ablaufender Alptraum", sagte der Physiker und Plutonium-Experte Thomas Neff vom Massachusetts Institute of Technology. "Die scheinen das Handtuch geworfen zu haben", kommentierte der langgediente Kraftwerks-Ingenieur Arnie Gundersen den Umstand, dass die Zahl der im AKW eingesetzten Arbeiter von 800 auf 50 verringert wurde. So bekomme man die Lage nicht in den Griff.
Kaiser Akihito rief die Japaner in einer seiner seltenen Fernsehansprachen zur Solidarität mit den Überlebenden von Erdbeben und Tsunami auf. Offiziell bestätigt wurde der Tod von 4000 Menschen, 7000 sind verschollen. Ein nächtlicher Kälteeinbruch verschlimmerte die Lage der Hunderttausenden Obdachlosen. Viele litten unter Durchfall und anderen Krankheiten.
http://www.ftd.de/politik/international/...uf-atomstrom/60025834.html
http://www.faz.net/s/...E6B4E02E491D653368~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Im Abklingbecken von Reaktor 4 befindet sich nach Angaben der US-Atomregulierungsbehörde NRC kein Wasser mehr. Die Radioaktivität sei extrem hoch.
Die USA empfehlen eine größere Evakuierungszone um das Katastrophen-AKW Fukushima. Ihren vor Ort ausharrenden Bürgern legte die Obama-Regierung ans Herz, das Gebiet im Umkreis von 80 Kilometern zu verlassen. Die japanische Regierung hat zum Schutz vor radioaktiver Strahlung bisher nur Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern evakuiert.
Ja verdammt noch mal warum nicht schon viel eher? Ich kann das als Leihe nicht nachvollziehen.
Damals war eine Info richtig: Der Strom für das Notkühlsystem eines heruntergefahrenen Reaktors ist wech... was für ein Schlamperei...
Jetzt streitet man sich um ein Kabel... was für eine Schlamperei...
Man diskutiert Symptome, nicht Ursachen... KKW's sind nicht so schön, aber Japan braucht sie. Ein räumlich kleines Land, viele Leute und Nr. 3 Industrienation. Energie her.
Ich hab (mittelfristig) nix gegen KKW's ... aber ich hab was gegen KKW'S in denen das Notfallkabel nicht schon parat liegt.
Dummheit der Menschen rächt sich.. obs bei total ökologischen Wasserkraftwerken ist (upsa.. müss mer nen Geschiebeauslass bauen) oder woanders... im obigen Fall nach 30-50 Jahren. Die Natur denkt in Jahrtausenden.
In einem Wettlauf gegen die Zeit kämpfen Techniker im schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 gegen einen Super-GAU: Experten warnten vor einer massiven Verstrahlung, sollte es in den nächsten 48 Stunden nicht gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben. Mehrere Länder holten mit Militärmaschinen ihre Bürger aus Japan, Deutschland verschärfte seine Teilreisewarnung.
Es drohe ein "sehr bedeutender" Austritt von Radioaktivität, sollte es nicht binnen zwei Tagen gelingen, das Wasserniveau in dem Becken für gebrauchte Brennstäbe anzuheben, warnte das französische Institut für Atomsicherheit IRSN. Da sich die Brennstäbe in dem Abklingbecken dann "quasi an der freien Luft" befänden, sei die Strahlung so hoch, dass jeder weitere Einsatz in der Anlage unmöglich werde.
Nach Einschätzung der französischen Atomaufsicht könnten sich die Brennstäbe selbst entzünden, sollte das Wasser in dem Abklingbecken weiter sinken. Laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger ist die Lage in Fukushima "außerhalb einer fachmännischen Kontrolle". Das Geschehene bewege sich "irgendwo zwischen GAU und Super-GAU".
Um eine komplette Kernschmelze zu verhindern, versuchten 50 noch verbliebene Techniker unter Einsatz ihres Lebens, die Brennstäbe zu kühlen. Zunächst sollten Militärhelikopter Wasser auf die Anlage sprühen; nachdem dieser Einsatz jedoch wegen der hohen Strahlung abgesagt werden musste, sollte ein Wasserwerfer der Polizei eingesetzt werden. Die US-Streitkräfte stellten Japan Hochdruckpumpen für die Kühlung der Reaktoren zur Verfügung.
Quelle: www.web.de
Hier wird ev. bald was positives Geschehen. Wir werden sowieso auf Informationssparflamme
gesetzt. Im Hintergrund wird auf Hochtouren gearbeitet. Nehme kaum an, dass die
Regierung ihre eigenen Leute verheizt nur weil sie diese nicht grosszügig vom
Brennpunkt entfernt hatten. ...hoffen darf man ja...