alles gegen Stuttgart 21 - mein Tagebuch
Seite 94 von 173 Neuester Beitrag: 02.10.22 12:31 | ||||
Eröffnet am: | 24.01.14 00:05 | von: shakesbaer | Anzahl Beiträge: | 5.318 |
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Dort, wo derzeit die Nordausfahrt für den Tiefbahnhof Stuttgart 21 gegraben wird, soll im nächsten Jahrzehnt ein städtebauliches Neubauprojekt hochgezogen werden. In seiner Mitte steht dann die denkmalgeschützte ‚Alte Bahndirektion‘. Neue Eignerin des Geländes in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt ist die P+B Planen und Bauen-Gruppe aus dem nordrheinwestfälischen Sankt Augustin. Soweit bekannt, zahlte sie dafür rund 120 Millionen Euro.
Am Mittwochvormittag den 7. Februar ab 8:30 Uhr tagt der S21-Ausschuss des Stuttgarter Gemeinderats im Kleinen Sitzungssaal öffentlich. Darauf machen wir Sie/Euch gerne aufmerksam und freuen uns natürlich über kritische Beobachter_innen des Geschehens. Tagesordnungspunkte sind die Termin- und Kostenplanung(welche Planung?), der Flughafen- oder eher Autobahn-Bahnhof sowie die Weiternutzung der Panoramabahnstrecke.
Die Fraktionsgemeinschaft freut sich sehr über die Weiterverbreitung dieser Info.
Also dann: Bis zum 7.2. um 8:30 Uhr im Rathaus?
... zwischen östlichem Neckar- und Alb-Donau-Raum aufklären und als neue Unterstützer für das Umstieg21-Konzept gewinnen!
Für diese lohnende Aufgabe sind all eure persönlichen Kontakte in diesen geografischen Raum von größtem Wert.
Durch die sich auftuende Zeitdiskrepanz zwischen den voraussichtlichen Fertigstellungsterminen der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (1 Jahr Zeitverzug) und Stuttgart 21 (von der Bahn jüngst zugegeben: 4 Jahre Zeitverzug {+ X Jahre für Testphase und „absehbar Unvorhergesehenes“, analog zu BER} geraten die potentiellen Nutznießer der Neubaustrecke in ein immer heikleres Dilemma. Allen voran die 122.000 Ulmer und nicht zu vergessen 57.000 Neu-Ulmer sowie 24.000 Anrainer des Merklinger Zwischenhalts – in der Summe 203.000 Menschen!
Genau hier setzt das Umstieg21-Konzept und Update2018 an
Der Baugrund in der Landeshauptstadt ist manchmal tückisch. Da ist es gut, dass es jetzt eine neue Publikation mit einer Sammlung aufschlussreicher Erkenntnisse gibt. Sie erhellt außerdem noch eine andere interessante Begebenheit.
In der neuen Publikation finden geologisch Interessierte und vor allem Ingenieure und Architekten nicht nur Hinweise darauf, sondern eine Fülle von Daten über den Baugrund. Die machen bei Bauvorhaben genauere Untersuchungen und Bohrungen zwar nicht überflüssig, aber treffsicherer und vielleicht auch preisgünstiger.
Beim Stadtmessungsamt sind die Daten zu bekommen
Darauf hat die Projektgesellschaft für Stuttgart 21 lange gewartet: Das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) kündigte am Dienstag auf Anfrage an, dass die Bahn voraussichtlich noch im Februar die Genehmigung zur Fällung von zwei Juchtenkäfer-Verdachtsbäumen am Rand des Rosensteinparks erhalten kann. Dort soll der Tunnel nach Bad-Cannstatt auf die neue Neckarbrücke treffen.
Das Gebiet ist streng geschützt
Eines muss man den Schweizern lassen: Humor haben sie zuweilen. So kürte 2013 eine Jury die "Stellwerkstörung" zum Schweizer Wort des Jahres. Als kuriose Begründung führte die Jury unter anderem an, das Wort "Stellwerkstörung" schaffe im Eisenbahnwagon ein Gemeinschaftsgefühl, unter anderem, weil es für Gesprächsstoff sorge. Wenn es nach dem geht, müssten sich die Münchner Fahrgäste alle ziemlich lieb haben, denn die Stellwerke sind auch bei der S-Bahn nicht selten gestört.
Liebe unentwegte Mitleute hier auf dem Schloßplatz,
wie schön, dass wenigstens wir da sind! Es sind nun schon zwei Wochen her, dass unser Aktionsbündnis gegen das im doppelten Wortsinn „schräge“ Großprojekt S21 mit der Aktualisierung des ‚UMSTIEG‘- Konzeptes an die Öffentlichkeit getreten ist.
Rede von Dr. Norbert Bongartz auf der 403. Montagsdemo
Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm wird deutlich vor Stuttgart 21 fertig, die Bahn prüft nun ihre vorzeitige Inbetriebnahme. Mit nur kleinen Ergänzungen könnte sich zeigen: Für die versprochenen Fahrzeitverkürzungen braucht man den Tiefbahnhof gar nicht.
Mit dem Beschluss zur Generalsanierung des Mineralbades wurde den Bade-/Stammgästen und der Bevölkerung des Stadtteiles sowie der gesamten Landeshauptstadt zugesichert, das Bad in seiner Gesamtheit und seinem Charakter zu erhalten. Dies wurde so auch im Unterausschuss Schwanenplatz (Bad Berg) des Gemeinderats der Landeshauptstadt Stuttgart beschlossen.
Inzwischen hat das technische Referat der Stadt Stuttgart in seiner Stellungnahme vom 10.11.2017 erwogen, eine Teilfläche des Mineralbad Bergs zur Refinanzierung eines Neubaus der Außengastronomie (Blankenhorn-Villa) zu verkaufen. Im Wirtschaftsplan der Bäderbetriebe 2018/2019 wurde bereits ein Veräußerungserlös für das Teilgrundstück eingestellt. Diesen Wirtschaftsplan hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 15.12.2017 ohne Aussprache
beschlossen.
Dies entspricht nicht den Vereinbarungen im Unterausschuss, die vom
Gemeinderat auch beschlossen wurde.
Ein zeitnaher Umstieg würde angesichts der riesigen Probleme, mit denen S21 zu kämpfen hat - noch immer sind 40% der geplanten Tunnelstrecken noch nicht einmal gebohrt, geschweige denn ausgebaut (Stand 8. Januar 2018) -, noch immer rund 5 Milliarden Euro für andere weit sinnvollere Schienenausbau-Projekte im Land und Bund freisetzen.
Kuhn sagte, man rede vom „bestgeplanten Projekt aller Zeiten“, er und die Fraktionen sind einig, dass die Stadt keine Mehrkosten trage. Der Zeitplan sei eine „mittlere Katastrophe“, der Vorgang „eigentlich indiskutabel“, so CDU-Fraktionschef Alexander Kotz, doch die CDU stehe zum Projekt. S21 habe einen volkswirtschaftlichen Nutzen, sagte Martin Körner für die SPD, am Flughafen dürfe es keine Reduzierung geben, man brauche dort eine Verkehrsdrehscheibe und Fernverkehr, weil sonst Zuschüsse für die Stadtbahnlinie 6 und die verlängerte S 2 entfielen. Jürgen Zeeb (Freie Wähler) sprach für S21, Bernd Klingler (AfD) dagegen.
Hannes Rockenbauch von SÖS/Linke-plus und Clarissa Seitz (Grüne) nutzen die Sitzung zur Abrechnung. Rockenbauch warf Leger „systematische Intransparenz und Verschleierungstaktik“ vor. Die Stadträte erhielten keine Unterlagen. Statt Nachbesserungen müsse der Umstieg eingeleitet werden. Seitz sagte, die Gegner seien mit ihren nun zutreffenden Kostenschätzungen von der Bahn „verhöhnt“ worden, die Bahn trickse weiter und sei unehrlich zu ihren Partnern.
Warten sie ab, wie schnell wir hier noch werden (Leger am 4. April 2015)
Anbei das tagesaktuelle Protokoll der heutigen Sitzung des S-21-Ausschusses. Anwesend waren die Herren Sturm, Leger und Bitzer von der Bahn, der Oberbürgermeister, Vertreter_innen der Fraktionen des Gemeinderats. Ich habe nicht alles wort-wörtlich mitschreiben können, Wiederholungen habe ich ebenfalls herausgelassen - trotzdem gibt es einen ganz guten Überblick über das Geschehen.
Narrengold“ klingt nach Fasnet. Doch jeck ist an dem Mineral nichts – gerade für die Planer der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Das schwefelhaltige Mineral, unnärrisch „Pyrit“ genannt, bringt Kostenrisiken in Höhe von 140 Millionen Euro. Das bestätigt die DB Projekt Stuttgart–Ulm (PSU) auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. „Das beim Vortrieb für den Boßlertunnel und für den Albvorlandtunnel anfallende Ausbruchmaterial weist einen unerwartet hohen Pyrit-Anteil auf“, sagt Sprecher Jörg Hamann.
Stuttgart 21 wird nach Informationen der Bahn erst 2025 in Betrieb gehen. Allerdings sollen die Baustellen in Stuttgart schon deutlich früher, nämlich 2021 verschwinden. In Feuerbach, Wangen, Bad Cannstatt, in Vaihingen und im Stadtzentrum rund um den Hauptbahnhof beeinträchtigt der Baustellenverkehr das öffentliche Leben in der Stadt. Der Chef der Projektentwicklungsgesellschaft Leger hat nun gestern auf Anfrage vor dem Gemeinderat erklärt, dass die Bahn bis 2021 komplett aus den öffentlichen Raum verschwunden sein will.
Bescheid
zur Änderung des Planfeststellungsbeschlusses vom 13.10.2006
(59160 Pap-PS 21-PFA 1.5 – Zuführung Feuerbach und Bad Cannstatt)
für das Vorhaben
„DB-Projekt Stuttgart-Ulm, Planfeststellungsabschnitt 1.5, 17.
Planänderung, Bereich "Rosensteinportal"“
gemäß § 18 AEG i. V. m. § 76 Abs. 1
VwVfG und § 18d AEG
Mit etwas Wohlwollen kann man die Sachlage so ausdrücken: Auf der A 8 zwischen Ulm und Stuttgart Auto zu fahren, ist eine spannende Sache. Seit Jahren. Weniger wohlwollend: ein Anschlag auf die Nerven, weil wandernde Dauerbaustelle mit Staugarantie.
Neben tierische Feinde, wie z.B. die Eulen, ist vor allem der Mensch für den Bestandsrückgang des Insekts verantwortlich. So ist Osmoderma ist in fast allen Ländern durch Landes- und Bundesgesetze und auf europäischer Ebene durch die FFH-Richtlinie und die Berner Konvention geschützt. Auch auf der roten Liste ist der Eremit als 2 (stark gefährdet) gelistet.
Durch diesen Umstand bewirkte der Juchtenkäfer im Jahr 2010 einen Stopp der weitere Abholzung von Bäumen im Stuttgarter Schlosspark, die für das kommende Großprojekt Stuttgart 21 weichen hätten müssen. Die Deutsche Bahn hatte gegenüber dem Eisenbahnbundesamt nicht dargelegt, wie diese seltene Tierart geschützt werden soll. Es soll der „Landschaftspflegerischen Ausführungsplan“ gefehlt haben.
Hier sind ein paar Videos von den Absperrungen am Neckarhang. Noch kann man im abgesperrten Gebiet herumlaufen, weil die Zaunelemente auf den Wegen noch nicht alle geschlossen wurden. Sobald sie das dicht machen, ist fast der ganze Hang zwischen Zanthweg und Schloss Rosenstein gesperrt, und zwar ab der "Wasserrohrbruch"-Baustelle bis runter zu der kleinen Treppe, die links vom Hang runter in den Zanthweg mündet und an der sich die zwei kleinen Hang(neben)wege V-förmig treffen. Bis in etwa 2/3 Höhe dieses Hangs verläuft die oberste Absperrung und das wird auch das Gebiet sein, das für die beiden Tunnelmünder gerodet und mehr oder weniger einbetoniert wird.
„Alle Jahre wieder …“ – könnte man sagen. Ja, leider! Wieder ein 14. Februar, wieder ein Erinnern und Gedenken an die Parkräumung im Jahr 2012. Zum 6. Mal jährt sich diese unsägliche Nacht, in der sich 1000 Menschen unter widrigsten Umständen im Mittleren Schlossgarten versammelten, um die Bäume zu schützen. Wer dabei war, hat diese Nacht so drastisch vor Augen, als sei es gestern gewesen.
Gedenk-Veranstaltung am 14. Februar
Für den Laien klingt das Ergebnis des Gutachters, Guido Schmücker aus Bergheim, völlig abstrus: Fünfmal hätte die Wucht der Sprengungen für den Bahntunnel Ulm-Stuttgart im Lehrer Tal die Norm überschritten. Aber: „Weil die DIN 4150 keine weitere Betrachtung der Bausubstanz ausführt (z.B Mauergewerkgebäude, Holzhaus, Betonhaus), sind die aufgeführten Anhalts- und Immissionswerte keine Grenzwerte.“ Daraus ergebe sich, dass aus den Überschreitungen „nicht automatisch gefolgert werden kann, dass Schäden am Gebäude ursächlich durch Sprengungen auftreten müssen“. Das zeigten jahrelange Erfahrungen.
Die Kostenexplosion bei Stuttgart 21 auf 8,2 Milliarden Euro und die Verschiebung des Inbetriebnahmetermins auf Ende 2025 zeigen deutlich, dass die Bahn die Risiken ihres Großprojekts kleingerechnet hatte. Als einen der Hauptursachen für die Mehrkosten und Bauverzögerung benannte Bahnchef Richard Lutz den Tunnelbau im quellfähigen Gestein Anhydrit. Der Deutschlandfunk zitierte den Bahnchef vor der Aufsichtsratssitzung: „Und es geht auch um geologische Besonderheiten, die schon bekannt sind – Stichwort: Anhydrit. Das muss neu in die Betrachtung miteinbezogen werden. Wie baut man dort, wie lange dauert es? Das sind die Themen, die im Moment auf dem Tisch liegen.“
Ein Rückblick auf die Salami-Taktik der Bahn
Auf der S21-Baustelle am Rosensteinpark kam es am Dienstagmorgen zu einem Polizeieinsatz. Ein Mann klettert in einen Baum. Zunächst weigert er sich wieder herunterzusteigen.
S21 ist bald tot
Stuttgart ist ne schöne Stadt
Weil sie einen Bahnhof hat
Erhaben mitten in der Stadt
Damit man kurze Wege hat
Umsteigen klappt gut in der Zeit
Denn alle Gleise sind nicht weit
Der Einstieg liegt ja auch ganz eben
Mit 16 Gleisen ein prima Leben
Büttenrede von Michael Becker auf der 404. (Rosen)Montagsdemo
Wir protestieren am 14. Februar!
Die SeniorInnen gegen Stuttgart21 erklären dazu:
"Die Parkzerstörungen im Rosenstein nehmen nun das Ausmaß an, das wir schon lange befürchtet haben. Wir wussten ja, dass die Bäume, die dem unsäglichen Projekt Stuttgart 21 im Wege stehen, trotz aller Proteste irgendwann gefällt werden. Aber, da ja die Hoffnung zuletzt stirbt, hofften auch wir, dass vielleicht doch noch ein „Wunderle“ geschehen würde, vielleicht aber auch „nur“, dass das Eisenbahnbundesamt in diesem Falle einmal k e i n e Ausnahmegenehmigung zur Fällung der Bäume erteilen würde.
Versammlung und Kundgebung: 14.2., 17 Uhr - 6 Jahre Landraub und Parkzerstörung