Der USA Bären-Thread
Seite 6174 von 6257 Neuester Beitrag: 03.02.25 16:52 | ||||
Eröffnet am: | 20.02.07 18:46 | von: Anti Lemmin. | Anzahl Beiträge: | 157.409 |
Neuester Beitrag: | 03.02.25 16:52 | von: Katzenpirat | Leser gesamt: | 24.302.821 |
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"Die Menschen verstehen die Anzeichen Die Inflation steigt immer schneller und wird auch in Zukunft noch schneller steigen, und zwar fast doppelt so schnell wie ihre Lohnerhöhungen. Sie verstehen, dass die Inflation ihre Gehaltserhöhungen sowie ihr Mittag- und Abendessen auffressen wird.
Die immer wackliger werdenden Behauptungen der Fed, dass diese Inflation "zeitweiligd" oder "vorübergehend" sei und trotz der massiven geld- und fiskalpolitischen Anreize, die immer noch gegeben werden, irgendwie von selbst verschwinden werde, werden von den Menschen nicht mehr ernst genommen.
Die medianen Inflationserwartungen der Verbraucher für das kommende Jahr stiegen im September auf 5,3 % (rote Linie). Dies ist der höchste Stand seit 2013 und der elfte unaufhaltsame monatliche Anstieg in Folge, wie die New Yorker Fed heute in ihrem Survey of Consumer Expectations mitteilte. ..."
https://www.zerohedge.com/markets/...pectations-hit-new-all-time-high
"While central banks, tenured economists and the financial media are doing everything in their propaganda power to convince ordinary Americans (who don't have the privilege of charging their Federal Reserve debit card when shopping at the grocery store) that the current phase of galloping inflation - to avoid the far more dreaded "h" word - is merely transitory, the shocking reality on the ground is that the Fed has effectively lost control over near-term inflation expectations, as the NY Fed's latest survey of consumer expectations reveals...."
"Einige der Argumente, die bei den polnischen Anhörungen vorgebracht wurden, waren direkte Kopien von Argumenten des deutschen Verfassungsgerichts. Karlsruhe hat zum Beispiel juristische Begriffe wie "ultra vires" und das Demokratieprinzip populär gemacht. Sie klingen unschuldiger als sie sind. Karlsruhe argumentiert, dass Souveränität übertragen, aber nicht geteilt werden kann. Dies bedeutet, dass der EuGH nicht über seinen eigenen Zuständigkeitsbereich entscheiden kann. Es bedeutet auch, dass das EU-Recht in Bereichen außerhalb des vereinbarten Geltungsbereichs nicht über dem nationalen Recht steht und dass es die nationalen Gerichte sind, die über die genaue Lage dieses Geltungsbereichs entscheiden. Karlsruhe akzeptiert jedoch den Vorrang des EU-Rechts innerhalb des Perimeters, wie z. B. den Binnenmarkt oder die Handelspolitik. Die Steuerpolitik und die Verteidigung gehören nicht zu diesem Bereich. Wenn Sie also eine Fiskalunion oder eine europäische Armee wollen, können Sie dies nicht im Rahmen des bestehenden Vertrages tun. Die nächste Stufe der europäischen Integration wird erst dann erfolgen, wenn die Mitgliedstaaten einer Änderung der EU-Verträge und - im Falle Polens und Deutschlands - auch der nationalen Verfassungen zustimmen.
Das polnische Urteil wird mit ziemlicher Sicherheit dazu führen, dass Polen einen Rückzieher macht. Ich halte den Polexit für ein mögliches, aber unwahrscheinliches Ergebnis. Aber bedenken Sie, dass auch der Brexit so begonnen hat....Karlsruhe ist nicht verantwortlich für das, was in Polen passiert. Aber es ist dafür verantwortlich, einen Diskurs anzustoßen, den andere aufgreifen und bis an die Grenzen treiben...."
Dazu kommt, dass bei derartigen Rohstoffpreisen wohl Alles und Jeder in die Mine hüpft, um möglichst viel mitzunehmen. Es schwingt sich in meinen Augen alles ein. Die Frage ist für mich eher, ob es vorher zu einem Kollaps schwacher Unternehmen kommt, oder nicht.
Zusätzlich helfen "unproduktive" Schulden (wie sie auch gerade wegen der Pandemie gemacht wurden) kaum, die langfristigen Wachstumsaussichten anzuheben.
Wie sähe also ein Szenario aus, bei dem es über Jahre hinweg 4 oder 5% Inflation in Mitteleuropa geben könnte? Wer sollte sich denn soviele Kredite ans Bein binden und für Geldmengenwachstum und Lohnkostensteigerungen sorgen? In der Branche der Erneuerbaren ggf.? Europäischer Wiederaufbaufonds?
Draghis Saat geht auf.
"Crypto could cause 2008-level meltdown, Bank of England official warns"
https://www.cnbc.com/2021/10/14/...ank-of-england-official-warns.html
...mich nimmt nur wunder, wie die notenbanken dann reagieren würden. noch tieferer minuszins? noch grössenwahnsinnigere gelddruckorgien?
....
...Die Börsen sind nicht sonderlich gut darin, kommende Krisen vorherzusagen. Auch Konjunkturforscher tun sich schwer damit, radikale Wendepunkte zu prognostizieren. Womöglich stehen wir aber derzeit an einer solchen Schwelle. Der beruhigenden Geschichte von [einer] Frühjahrserholung widersprechen einige strukturelle Verschiebungen, mit denen wir auf absehbare Zeit zu tun haben werden...
...Energie war vergleichsweise billig, obwohl wir wussten, dass die Erwärmung der Atmosphäre entschlossenes Handeln erfordern würde. All das hielt die Inflation niedrig. Aber das ist [angesichts der starken Energiepreisanstiege] Geschichte. Wie gut die Notenbanken auch unter veränderten Bedingungen die Preisdynamik im Griff behalten können, ist eine offene Frage.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet sind die bislang entspannten Inflationserwartungen ein Grund zur Beunruhigung. Ein ganzes Universum von Wertpapieren ist auf die Erwartung dauerhaft niedriger Inflationsraten und Zinsen gebaut *. Entsprechend hoch sind die Schulden der Staaten, aber auch der Unternehmen und Privatpersonen in vielen Ländern.
* [A.L.: Auch die Immobilienblasen könnten platzen, wenn Hypothekenkredite inflationsbedingt teurer werden.]
Larry Summers, der frühere US-Finanzminister, sprach bereits im Mai von »gefährlicher Gelassenheit«. Alle miteinander würden die inflationäre Dynamik unterschätzen. Doch irgendwann könnten die Notenbanken gar nicht mehr anders, als die Zügel zu straffen: Anleihekäufe herunterfahren, Zinsen anheben. Und dieses verspätete Umsteuern werde die Finanzmärkte auf dem falschen Fuß erwischen, so Summers. Mutmaßliche Folge: die nächste Finanzkrise.
Dieses Szenario scheint näher zu rücken. Je mehr sich die Hinweise verdichten, dass sich die Preisdynamik verfestigt, desto weniger überzeugend ist die Story von der baldigen Normalisierung – desto unrealistischer erscheinen die derzeit noch niedrigen Inflationserwartungen. Die Wirtschaftspolitik müsse nun einen »heiklen Balanceakt« hinbekommen, schrieb kürzlich der IWF in seinem Bericht zur weltweiten Finanzstabilität. Notenbanken und Regierungen müssten auf die Bremse treten, aber sie sollten es so sachte tun, dass ein Crash verhindert werde. Gelegentlich enden Balanceakte jedoch tragisch: mit einem Absturz.
https://www.ariva.de/forum/...litik-aspekte-560489?page=23#jumppos595
"Die Erhöhung der Verkaufspreise habe offenbar kaum die Nachfrage der Verbraucher gedrückt, erklärte Bruno Monteyne vom Analysehaus Bernstein Research. Der Experte spricht von einem "fantastischen Wachstum" schon bevor die Preiserhöhungen im kommenden Jahr noch deutlicher wirken würden."
Diese Rolle passt nicht zu Jens Weidmann. Weidmann ist in seinen zehn Jahren an der Spitze der Bundesbank das eine oder andere Mal mit den Präsidenten der EZB aneinandergeraten, vor allem mit Mario Draghi. Das ist auch nicht ungewöhnlich, vertritt die Bundesbank doch seit jeher in geldpolitischen Fragen eine konservativere Position als die Notenbanken anderer europäischer Länder. Aber Fundamentalopposition entspricht nicht Weidmanns Wesen. Er wollte seine Argumente starkmachen, war aber immer offen für einen Kompromiss. Das war schon während seiner Zeit im Kanzleramt als Wirtschaftsberater von Angela Merkel so. Die in diesem Jahr beschlossene Reform der geldpolitischen Strategie der EZB, die unter anderem eine Neudefinition des Inflationsziels beinhaltet, hat Weidmann beispielsweise mitgetragen. Er hat sich auch für eine stärkere Berücksichtigung des Klimaschutzes durch die Zentralbanken eingesetzt – auch wenn er nicht so weit gehen wollte, wie es viele Umweltverbände sich erwünscht haben. Das wiederum ist aber auch keine Überraschung. "
https://www.zeit.de/wirtschaft/2021-10/...uecktritt-chef-joerg-kukies
Aber das passt nicht in das zweckopportune "Zeit"-Weltbild eines Honigkuchen-Europas mit der QE-gestählten "Hartwährung" Euro.
Bereits Weidmanns Vorgänger Axel Weber war 2011 eindeutig aus politischen Gründen gegangen und hat das auch lautstark zu verstehen gegeben. Ebenfalls aus Kritik an der EZB-"Krisenpolitik" hatte kurz darauf (ebenfalls 2011) der EZB-Chefsvolkswirt Jürgen Stark das Handtuch geworfen.
Bisschen viel Exitus auf einmal, oder? Immerhin hat Weidmann volle 5 Jahre vor Ende seine Amtszeit gekündigt. Das will auch was heißen.
Mit dem geistigen Vorschlaghammer "unmoderne Vulgärökonomie" werde ich von GRÜNschnäbeln im "Ökonomenthread" seit Jahr und Tag traktiert - oft zusätzlich garniert mit dem Spruch, dass "Ordoliberale", die "irrige Knappheitslehren" verbreiten, als sozialverträgliche Kompensation für damit notwendig verbundenen Entbehrungen die "warme Volxküche" empfehlen, allerdings "nur für Biodeutsche".
Wertkonservativ zu sein heißt aber keinesfalls, eine nationalistische Gesinnung zu haben. Im Grunde nehmen obige GRÜNschnäbel das "Rote Socken"-Argument, mit dem die CDU/CSU gern im Wahlkampf nach links austeilt, und stricken es in ein "braune-Socken"-Argument um, um ihren Gelddruck-Wahnsinn zu rechtfertigen und damit (vermeintlich) Rechte - bzw. "vulgär" Ahnungslose - abzuwatschen.
Als alternative Gegenposition zum angeblichen "Brüning-Sparen" plädieren die GRÜNschnäbel für die MMT (Modern Monetary Theory), in der das Wörtchen "modern" ja schon im Titel steckt.. Kernelement der MMT ist, dass Zentralbank-Bilanzausweitung eine nachhaltige Quelle für Staatsfinanzierung sei (und ganz dumm: dass sich die gesamte Menschheit damit reich drucken könnte). Das Argument hat in etwa die Qualität von "Wieso? Der Strom kommt doch aus der Steckdose...".
Als Kritiker der MMT habe ich große Zweifel, ob es wirklich Ausdruck (linker) internationaler Solidarität sein kann, die eigene Währung für obige Hirngespinste kaputtzudrucken. Natürlich würde Pleite-Europa damit auf das wirtschaftliche Niveau des mittellosen Afrika absinken, was man als Akt der Solidarität interpetieren kann - aber wollen wir wirklich, dass unsere Konkursmasse anschließend mit harten Dollars oder Yuans "aufgekauft" wird? Bezüglich stabiler Währungen gibt es keine internationale Solidarität, sondern beinharten Wettbewerb. Alles andere sind Tagträumereien wirtschaftlich ungebildeter Phantasten.
Dieser Wettbewerb würde erst aufhören, wenn es eine gemeinsame Weltregierung und eine einheitliche Weltwährung gibt. Keiner der heute Lebenden dürfte das noch erleben. Wir leben weiterhin in einer Ära das Kalten Krieges, der allerdings nicht mehr mit Atomraketen-Drohungen geführt wird, sondern mit Marktmacht, Währungsdominanz, Wirtschaftssanktionen, politisch motivierten Lieferverboten, Ausgrenzung vom Swift-Zahlungssystem usw.
Hier einige prominente Kritiker der MMT (wiki):
Der US-amerikanische Ökonom Paul Krugman kritisiert die Modern Monetary Theory als „Rezept für sehr hohe Inflation, vielleicht sogar Hyperinflation“ (Aha..., A.L.), sobald die Situation der „Liquiditätsfalle“ nicht mehr vorliegt: Eine ständig steigende Geldmenge führt, so Krugman, zu einer massiven, d. h. jedenfalls überproportionalen Verringerung der Nachfrage nach dieser Währung, letztlich zur Zerstörung dieser Währung.[18][19]
(A.L.: Zwischenbemerkung für GRÜNschnäbel: Krugman ist Wirtschaftsnobelpreisträger....)
In einem Working Paper der gewerkschaftsnahen (!) Hans-Böckler-Stiftung wird die Modern Monetary Theory als „polemische Politik für Depressionszeiten“ bezeichnet, der die ökonomische Fundierung fehle. (A.L.: wohl gerade deshalb bezeichnen die ahnungslosen MMT-Prediger den Rest der Welt als "Vulgärökonomen"....) Insbesondere fehle eine Begründung für die Annahme, dass Vollbeschäftigung und stabile Verbraucherpreise durch die MMT gleichzeitig garantiert werden können.[20]
Der frühere demokratische US-Finanzminister Larry Summers kritisiert die MMT als „Voodoo-Ökonomie“, die einige teilweise gültige Annahmen bis zu einem „grotesken Punkt“ jenseits der Gesetze der Arithmetik ausdehne. MMT-ähnliche Politikvorstellungen seien wesentlich für die Hyperinflation in lateinamerikanischen Staaten (u. a. Venezuela) verantwortlich. Das Anliegen, die Fiskalpolitik wirksamer und effizienter zu gestalten, sei grundsätzlich berechtigt, die MMT aber das falsche Instrument dafür.[21]
John Mauldin bezeichnet die MMT als „ökonomisch unkundigen Wahnsinn“. Andreas Uhlig bezieht das auf den „Kernsatz, dass staatliche Haushaltsdefizite und Staatsverschuldung kein Grund für Beunruhigung seien, denn wenn die Staatsausgaben nicht durch die Einnahmen gedeckt würden, könnten sie stets von der Notenbank finanziert werden. Kein Staat könne pleitegehen, sofern er über eine eigene Währung verfüge und die Schulden auch in dieser gemacht seien. Mit dieser steilen These umgehen Anhänger der MMT die unbequeme Tatsache, dass auch Regierungen und Staaten an wirtschaftliche Grenzen stoßen können wie Privathaushalte und Unternehmen.“[2]
die mmt verspricht quasi gratis-wohlstand für alle - doch die geschichte sollte uns doch eigentlich gelehrt haben, dass solche sozialistischen tagträume im desaster enden. und wer das nicht glaubt, kann gerne aktuelle sozialistische experimente anschauen in venezuela und nordkorea und die leute dort fragen, ob es ihnen wirklich besser geht....