Der USA Bären-Thread
Seite 6166 von 6257 Neuester Beitrag: 03.02.25 16:52 | ||||
Eröffnet am: | 20.02.07 18:46 | von: Anti Lemmin. | Anzahl Beiträge: | 157.409 |
Neuester Beitrag: | 03.02.25 16:52 | von: Katzenpirat | Leser gesamt: | 24.305.896 |
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https://www.finews.ch/news/finanzplatz/...nb-ausfall-kritik-strategie
"Der mehrwöchige Ausfall von SNB-Präsident Thomas Jordan kommt zu einem schlechten Zeitpunkt. Die Nationalbank und ihre Geldpolitik sind Zielscheibe vielfältiger Kritik. Und einmal mehr lässt die Kommunikation Fragen offen."
sicher bloss ein zufall....
Im Sinne von "im Felde unbesiegt".
das grösste problem der snb ist vielmehr, dass sie keinen plan hat wie sie ihre zinsen aus dem negativen auf ein "normales" niveau heben kann ohne eine katastrophe auszulösen. und das problem kann nicht mehr ewig auf die lange bank geschoben werden, die schweizer immobilienpreise sind wegen dieser zinspolitik nämlich bereits in astronomischen höhen.
meine erfahrungen diesbezüglich: viele ernstgemeinte kommentare übertreffen die satire bei weitem.
....deine kommentare sind natürlich ausgenommen bei dieser einschätzung, al. ;-)
Rein rechtlich hat diese Ambivalenz handfeste Vorteile: Wenn die CIA bei mir klingelt, kann ich immer behaupten, dass der Artikel, weswegen ich eingelocht werden soll, Böhmermann-Satire war ;-)
Bauland war im vergangenen Jahr in Deutschland so teuer wie noch nie. Rund 199 Euro mussten Käufer im Schnitt pro Quadratmeter baureifes Land zahlen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Grundlage der bundesweit gesammelten Kaufverträge berichtete. Zehn Jahre zuvor hatte der Durchschnittspreis noch bei 130 Euro gelegen und zu Beginn der Statistik im Jahr 1962 bei 7,58 Euro, allerdings nur bezogen auf das Gebiet der alten Bundesrepublik.
aber jetzt stoppen wir diese satire schleife besser, oder?
ps: neu angemeldet heisst nicht automatisch, dass man ariva vorher nicht kannte
"Es sollte (zumindest vor ein paar Wochen) das am meisten erwartete Ereignis des Sommers im Bereich der Zentralbanken sein, bei dem Jerome Powell den Zeitplan für das bevorstehende Tapering bekannt geben sollte; Stattdessen entpuppte sie sich als marktweiter dovisher Katalysator, der die Aktien auf neue Allzeithochs steigen, den Dollar abrutschen und die Renditen deutlich sinken ließ, denn das Beste, was Powell tun konnte - selbst als er sagte, dass die Zentralbank noch in diesem Jahr mit der Reduzierung ihrer monatlichen Anleihekäufe beginnen könnte, was inzwischen jeder wusste -, war die Erwähnung des jüngsten FOMC-Protokolls als Wegweiser für das Tapering, während er gleichzeitig wiederholte, dass die Inflation vorübergehend sein könnte und an sich kein Katalysator für eine Straffung ist.
Die Quintessenz und der Grund für den Ausbruch des Marktes: Powell hat kein explizites Signal für eine Lockerung der Geldpolitik gegeben, da er wahrscheinlich weitere Arbeitsmarktberichte abwarten möchte, um zu sehen, ob es weitere "substanzielle Fortschritte" auf dem Arbeitsmarkt gibt, während er die steigende Inflation als vorübergehend abtut.
In seiner Reaktion auf Powells Rede schrieb Goldman: "Powells Rede auf dem Symposium der Fed in Jackson Hole entsprach unserer Erwartung, dass er sowohl die starken Beschäftigungsgewinne der letzten Monate als auch die Abwärtsrisiken der Delta-Variante anerkennen würde. Wir gehen weiterhin davon aus, dass der FOMC beabsichtigt, im September eine Vorankündigung zu machen und den Beginn des Tapering im November formell anzukündigen, vorausgesetzt, dass bis dahin alles einigermaßen gut läuft. Wir haben unsere Wahrscheinlichkeiten für die formelle Ankündigung der Drosselung unverändert gelassen, wobei November (45%) nach wie vor unser Basiswert ist und Dezember (35%) oder 2022 (20%) angesichts der Risiken der Delta-Variante ebenfalls möglich sind."
So könnten übrigens alle überschuldeten Firmen ihre Bilanzen sanieren. Wichtig ist nur, dass genügend Hedgefonds short auf die Aktien sind ;-))
Wir lernen: Missmanagement wird nicht mehr bestraft. "Kreative Bilanzierung" ersetzt verstaubtes Warren-Bufffet-Know-How.
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Bislang gab es solche Bilanz-Wunderheilungen nur bei Firmen, die ihre runtergeprügelten Junkbonds zu Schnäppchenpreisen zurückkauften und diese damit vom Markt nahmen. Und das war sogar völlig legal.
Preise so stark gestiegen wie seit 28 Jahren nicht mehr
Die Inflationsrate in Deutschland lag im August bei 3,9 Prozent. Für viele Beschäftigte bedeutet das angesichts stagnierender Löhne einen Verlust ihrer Kaufkraft.
Notenbanker sieht EZB-Ausblick kritisch
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich aus Sicht von Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann mit ihrem neuen geldpolitischen Ausblick zu weit im Voraus festgelegt. "Das war ein Schritt zu weit", sagt das EZB-Ratsmitglied dem Sender CNBC. Er habe wie Bundesbank-Chef Jens Weidmann und Belgiens Notenbank-Chef Pierre Wunsch Bedenken gehabt. "Wir hätten uns einen anderen Ausblick gewünscht, mit dem wir uns nicht so lange in die Zukunft binden, um für den Fall beweglich und bereit zu sein, wenn die Inflation ein früheres Anheben (der Zinsen) erfordert", sagte Holzmann.
Die EZB hatte ihren Zinsausblick in der vergangenen Woche auf ihrer geldpolitischen Ratssitzung angepasst. Die Euro-Wächter wollen unter anderem nun ihre Leitzinsen so lange auf dem aktuellen oder einem noch tieferen Niveau halten, bis zu sehen ist, dass die Inflation zwei Prozent erreicht und dann erst einmal so bleibt. Dies sei ein Zeitraum vom vielleicht fünf oder sechs Jahren, hatte Belgiens Notenbankchef Wunsch kritisiert. Auch aus Sicht von Weidmann wurde damit das Niedrigzinsumfeld potenziell zu lange fortgeschrieben.
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A.L. Früher dienten Notenbanken der Inflationsverhinderung, nicht der "Sollinflations"-Erzeugung, die einen dreisten Griff in die Taschen darstellt.
EZB ?
USA wollen doch Asset purchases auch zurückführen !
https://www.cnbc.com/2021/08/18/fed-minutes-july.html
The euro-area economy’s rebound and a dramatic inflation surge has reignited the sparring among European Central Bank policy makers about when to shift the institution away from its crisis mode.
While euro-area central bankers were mostly united behind the measures taken to guide the economy through the Covid-19 recession, the return toward normality is fraying that consensus. Two hawkish Governing Council members, Austria’s Robert Holzmann and Klaas Knot of the Netherlands, kicked off a public exchange of views this week when they said that the inflation outlook now warrants stepping back stimulus.
The comments in separate interviews with Bloomberg coincided with data showing inflation in the euro region jumped to 3%, well above the ECB’s goal. ...
But with the next policy discussion a week away, officials are staking out their diverging positions, reviving the heated debates that characterized much of the last decade of unconventional measures. More cautious Governing Council members will try to keep the focus on the uneven nature of the recovery and the ongoing risks from the delta variant.
“The hawks have been very silent in the past year and a half as they have supported the ECB policy response,” said Piet Christiansen, chief strategist at Danske Bank.“Now as ‘normality’ is coming back, they’re seizing the opportunity to make their voices heard again.”
Christiansen said next week’s meeting will likely end in a compromise...."
Fragt sich bloß, was die Notenbanker machen wollen, falls erneut eine schwere Krise kommt (siehe aufgeblähte - und damit rückschlaggefährdete - Hauspreise in USA, Chart in # 144).
Wollen die Notenbanker dann "einvernehmlich" alle Währungen auf Null setzen?
Man kann angesichts der Erfahrungen seit 2008 mit Fug und Recht behaupten, dass die Zentralbanken NICHT (mehr) im Interesse der arbeitenden Bevölkerungen (aka "der Wähler") agieren, sondern Handlanger derjenigen sind, die sich an der Vermögenpreis-Inflationierung auf Kosten der Allgemeinheit (Mietwucher!) bereichern.
Die Bundesbank war der letzte Hort der Stabilität.
Die von der Finanzmafia vereinnahmten "Draghi"-Zentralbanken sind inzwischen das, was die Schlotbarone im 19. Jahrhundert waren. Der Klassenfeind.
xi jingping hat "common prosperity" ausgerufen als ziel für wirtschaft - es sollen also alle mitprofitieren von den kapitalistischen errungenschaften. bin ich der einzige, den "common prosperity" ein wenig an das deutsche modell der sozialen marktwirtschaft erinnert?
und, btw, wäre es nicht auch in den usa zeit, das oligopol der faangman etwas an die kandare zu nehmen? zu grosse marktmacht bremst erwiesenermassen die innovation, und dass der reichste mann der welt und sein unternehmen amazon jahrelang keine steuern zahlen mussten aufgrund der winkelzüge im steuerrecht, das findet hoffentlich jeder unangebracht und dringend aenderungsbedürftig....
...ähnliches angekündigt? Knapp 70 Jahre später haben wir Reallohnabbau, prekäre Beschäftigung landauf landab, Rentenbetrug und Mietwucher.
also ein bisschen common prosperity politik, das würd schon wieder mal guttun, so 70 jahre nach ehrhardt?
ps: natürlich brachte das ezb-geldrucken nur assetprice-inflation und sonst nichts. aeltere semester sollten eigentlich noch die lohn-preis spirale kennen; genau so wie in den siebzigern des letzten jahrhunderts erzeugt man inflation, durch breite lohnerhöhungen.angefangen am besten beim mindestlohn.
wollt ihr etwas inflation, dann wählt einfach scholz....
wenn man sich aber vor augen führt, dass 90% in unserer gesellschaft direkt oder indirekt von lohneinkommen abhängig sind, dann wird sofort und jedem klar, dass dieser trickle down effekt einzig und alleine durch lohnerhöhungen erfolgen kann.
damit wird auch klar, warum dieser trickle down effekt bisher ausgeblieben ist. ohne breite lohnerhöhungen fliesst das geld nur in assets wie immos und aktien. die ganzen theorien der gelddruck-oekonomen sind, mit verlaub, für die tonne.
aber vorsicht, auch mit breiten lohnerhöhungen wird es nicht plötzlich allen viel besser gehen: es heisst nicht ohne grund lohn-preis-SPIRALE....