Antizykliker-Thread - v2.0


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Neuester Beitrag: 03.09.19 19:56
Eröffnet am:06.02.11 15:30von: ArmitageAnzahl Beiträge:7.695
Neuester Beitrag:03.09.19 19:56von: ArmitageLeser gesamt:488.313
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1826 Postings, 5109 Tage stefan1977Sentiment

 
  
    #5226
7
25.10.12 16:57

Bei der Bewertung meiner eigenen Aktien schaue ich mir nach wie vor die Gewinne der vergangenen 10 Jahre an. Meiner Meinung ein recht guter Ansatz, um Unter-/Übertreibungen rauszufiltern. Wenn eine Aktie auf Sicht der Gewinne der letzten 10 Jahre günstig ist, ist die Gefahr recht gering, dass wir aktuell eine Übertreibung haben.

Anders sieht es aus, wenn man mit durchschnittlichen KGVs und ähnlichem hantiert. So war der DAX lt. KGV 2003 und 2009 keinesfalls günstig, 2008 hingegen realitiv günstig. Wer sich darauf verlassen hat, war wohl verloren! Und ich spreche hier nicht von KGVs von Analysen, sondern von tatsächlichen.

Ein Value-Investor wird also indirekt das Sentiment auch schon gut analysieren. Wenn Kurse unten sind und man kauft, handelt man ja automatisch antizyklisch und somit gegen das Sentiment!

 

Mit meinen Kostolany-Analysen versuche ich hingegen das Sentiment zu analysieren. Was i.d.R. auch zu ähnlichen Ergebnissen führt. Leider habe ich meiner privaten Analyse 06-2011 nicht geglaubt, die 2:1 gegen Aktien ausging. Der Crash kam direkt hinterher, mein Depot ging mit runter. Durch meine Analysen konnte ich aber immerhin mein Depot günstig aufstocken, mein Aktiendepot war damals im Vergleich zu heute sehr übersichtlich bestückt.

 

Aktuell sehe ich langfristig sowohl beim Value meiner Aktien als auch bei meinen Kostolany-Analysen keine überzogenen Börsenkurse oder gar eine Euphorie. Kurz-/Mittelfristig könnte ich mir eine etwas stärkere Konsolildierung aber gut vorstellen.

Langfristig hoffe ich aber auch auf den nächsten Mega-Bull-Market. Die Voraussetzungen dafür sind meiner Meinung nach ganz gut. Der letzte große Boom, der alle Privatanleger gepackt hat, ist inzwischen über 10 Jahre her. Die Anlagealternativen sind gering, Inflation hin oder her, die Zinsen sind einfach viel zu niedrig. Und wenn der DAX irgendwann in 2013 ein neues Allzeithoch generiert, wird die Gier schon siegen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

 

Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt.

 

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www.kostolany-analyse.de

 

34022 Postings, 4843 Tage MHurdingfill

 
  
    #5227
2
25.10.12 20:16
thema euwax - mir ging es nur darum zu sagen achtung sie sind noch nicht durch der hinweis bei -3,irgendwas dass das gefahr droht kam ja von mir

vielleicht erinnerst du dich an den hinweis nach break 350-1000 in der vergangenheit down - kontern sie dieses aber DARUM muss man den zacken ernst nehmen - wäre das ggf der hinweis die verlabern die bären - neben vielen anderen dingen

die zukufnt kennt eh keiner  

34022 Postings, 4843 Tage MHurdingich glaube aber weiter das es insgesamt eben

 
  
    #5228
2
25.10.12 20:18
keinen sinn macht euwas als alleinigen indikator nutzen zu wollen - s bm - denn die echten daten bekommt man auch als user erst hinterher

daraus folgert: achtung ja setup alleine aus euwax halte ich für schwierig  

34022 Postings, 4843 Tage MHurdingheute übrigens wieder leicht gestigen

 
  
    #5229
2
25.10.12 20:21
beweist "geschichte wiederholt sich nicht" auch deshlab weil ggf eben hingeguckt wird was eben im ansatz ein beweis wäre - je mehr man weiss desto schlechter funktioniert es ggf - meine alte kritik

sind sich alle sicher - tritt das gegenteil ein  

34022 Postings, 4843 Tage MHurdingsorry chart kam nicht mit

 
  
    #5230
2
25.10.12 20:21
 
Angehängte Grafik:
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unbenannt.gif

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Es ist vollkommen egal

 
  
    #5231
4
25.10.12 20:22
ob jemand mit 50 Eur oder 50 Mrd zockt, das ist ja das Schöne an der Börse. Das Können ist vollkommen unabhängig von der Depotgröße, was jedem die Möglichkeit gibt vom Tellerwäscher zum Millionär zu kommen. Oder eben umgekehrt.

Das bedingt einerseits dass, weil die Markteintrittshürde recht niedrig ist, Leute mit professioneller Einstellung schnell Erfolg haben können. Anderseits zocken Leute auf Angängerniveau mit Mrd, wie z.b. Kerviel. Es läßt sich also beobachten, dass  selbst die Mrd-Zocker dieselben Instrumente und Strategien benutzen wie der Ariva-Taschengeld-Daytrader.

Ich halte somit nichts davon, Trader an ihrer Depotgröße zu messen. Genauso müßte man die Qualität eines Malers mit der Größe seiner Leinwand gleichsetzen. "Peanuts-Zocker" ist kein Qualitätsbegriff und zudem recht herabsetzend. Wir alle haben mit Peanuts angefangen. Auch du, relaxed, kamst nackt zur Welt.  

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Dazu ergänzend

 
  
    #5232
7
25.10.12 20:37
kann ich eine ähnlich Geschichte wie fill erzählen:

Mitte der 90er fing ich mit vielleicht 100k DM an und hab mich bis 2000 auf fast 1Mio DM gesteigert. Meine Strategie war damals einerseits Antizyklik mit Techwerten und anderseits Tech-Stockpicking hauptsächlich bei unbekannten Internet-Werten. Das Ganze natürlich mit Effektenkredit gehebelt.

Nach der Baisse bis 2003 war ich dann pleite und verschuldet. Heute ist mein Depot wesentlich kleiner, vor allem weil ich konservativer agiere und viel weniger Geld übrig habe (Familienpapa).

Im Nachhinein betrachtet ging ich in den 90ern sehr naiv an Börse ran. Ich fühlte mich aufgrund des Volumens sehr professionell, war aber in Wahrheit ein Grünling und legte auch so an. Heute - bei viel kleinerem Depot - bin ich ein echter Profi, MM. Dazwischen liegen aber auch 13 Jahre Erfahrung und Reife.

Man sieht: Die Depotgröße hat nichts mit Können zu tun. Sie resultiert oft aus den persönlichen Umstanden. Jemand kann also mit 50 EUR deutlich erfolgreicher sein als jemand mit 50 Mio. Oft ist das sogar so, weil der Hunger größer ist.  

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Passend dazu

 
  
    #5233
3
25.10.12 21:09

Friday night I'm going nowhere
All the lights are changing green to red
Turning over TV stations
Situations running through my head

Well looking back through time
You know it's clear
that I've been blind
I've been a fool

 

34022 Postings, 4843 Tage MHurdingzap absolut

 
  
    #5234
1
25.10.12 21:21
die depotgrösse hat gar nix mit können zu tun wobei ggf das bild 50€ nicht BITTE ernst gemeint sein sollte aber die botschaft dahinter ist real  

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Sicher, mike

 
  
    #5235
1
25.10.12 21:37
Früher sagt man, dass man über den Daumen 5000 DM brauchte, um spekulieren zu können (das war damals am Anfang mein normales Kaufvolumen pro Aktie). Die Spesen waren einfach sehr hoch (50-80 DM pro Roundturn, also rund 2% der Posigröße), so dass es sich darunter kaum lohnte.

Heute sind die Spesen sehr niedrig und die Hebelungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Vor allem KOs sind sehr angenehm, weil fast ohne Zeitwertverlust. Die gab es damals nicht.

Ich denke also, ca. 1000 EUR sollte man schon haben als Minimum. Die 50 EUR waren bildlich gemeint.  

1826 Postings, 5109 Tage stefan1977Euwax

 
  
    #5236
3
25.10.12 21:47

Also ich denke, dass der Euwax-Indikator auf Jahressicht bzw. 12M schon ein sehr starker Kontraindikator ist. Man darf sich nur nicht von Tagesveränderungen und auch nicht vom Chartverlauf blenden lassen. Die Logik ist hier viel einfacher, unter 0 ist Long und über 0 ist Short. Ob der Chart bei plus 20 oder bei plus 1 steht, muss nicht unbedingt etwas heißen.

Langfristig würde ich mich auch nicht auf den Indikator verlassen. Es wird irgendwann die Phase kommen, dass der Euwax stark bullish ist und der DAX trotzdem steigt. Das sollte dann der Zeitpunkt sein, an dem die Zittrigen die Börsen überrennen. Und dann wird es langsam Zeit die Positionen abzubauen.

 

Das große Depots nicht besser agieren, ist natürlich auch klar. Fondsmanager sind vor allem ihren Kunden verpflichtet und deshalb auch nicht unbedingt besser, deshalb schaffen die meisten Fonds ja auch keine Outperformence.

Und selbst gute Fondsmanager haben das Problem, dass bei hohen Kursen hohe Mittelzuflüsse vorliegen und bei niedrigen Kursen Mittelabflüsse vorliegen.

 

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34022 Postings, 4843 Tage MHurdingstefan

 
  
    #5237
1
25.10.12 21:55
sorry - als ich deinen eingangssatz las musste ich laut loslachen

"ein sehr starker Kontraindikator ist. Man darf sich nur nicht von Tagesveränderungen und auch nicht vom Chartverlauf blenden lassen."

wovon sonst ? von der farbe ?

aber hast du dann ja noch näher ausgeführt  

34022 Postings, 4843 Tage MHurdingzap

 
  
    #5238
1
26.10.12 02:34
1000? mal ganz offen unter uns - meinst du das ernst ?

1000 zu mio ? gabs alles schon - im versuch - ich glaube der letzte wurde unter grossem tratra bei godmode eingekauft bis man merkte dass das eben nix mit traden zu tun hat

wer nur 1000 hat MUSS zocken bis er genug geld hat um traden zu können - ob er es dann kann steht auf einem anderen blatt

btw investieren geht mit jedem betrag ;-)  

16574 Postings, 5137 Tage zaphod421000 EUR

 
  
    #5239
1
26.10.12 10:28
muss man nur 10x verdoppeln, dann hat man seine Mio.

Im Ernst: Wenn man sich auf ein Instrument beschränkt, reichen 1000 EUR für den Anfang gut aus. Schau den Forex-Millionär an, der hat das Geld auch schnell deutlich vermehrt.

Es geht eben darum, das die Spesen den Gewinn nicht auffressen. ME ist dieser break-even ab 1000 EUR. Wobei man sich wie gesagt auf *eine* Aktie (oder OS) beschränken muss.  

72506 Postings, 6109 Tage FillorkillMike,

 
  
    #5240
4
26.10.12 11:46
es ist durchaus möglich, mit einem All In Mikroeinsatz dramatische Resultate zu erzielen - was anhand von Kurshistorien auch nachvollziehbar ist. So wie es durchaus möglich ist, 2 x hintereinander auf Zahl zu gewinnen. Die psychologisch kaum lösbare Aufgabe ist dann aber, den Gewinn festzuhalten, weil dafür ein radikaler Mentalitätswechsel fällig wäre...

So auch meine Erfahrung: Zu meinem ersten Casinoantritt wurde ich regelrecht gezwungen von einem damaligen Freund, der mir auch den Einsatz spendieren musste. Resultat: Ich gewinne mit All In (um schnell wieder gehen zu können) 2 x hintereinander auf Zahl. Und war von einen Moment auf den anderen 'reich'. In den folgenden Wochen dann nahezu täglich Casinoabend und wirklich nur verloren, bis ich schliesslich bankrott war. An der Börse ähnliches: Mit geerbten 50 k in wenigen Wochen auf 500k, dabei Fehler in der Preisstellung von OS ausnutzend. Ausbildung abgebrochen und 'Trader' geworden. Weil ich es nicht ertragen konnte, 6 stellige Summen 'arbeitslos' auf dem Konto zu sehen, mit immer schlechterem CRV weiter investiert (obwohl die OS-Sache vorbei war). Nächster Bankrott dann ca 1 Jahr später...

Fill

72506 Postings, 6109 Tage FillorkillStefan: Sentiment

 
  
    #5241
1
26.10.12 12:03

Damit Kurse weiter steigen können braucht es mehr Bullen, damit Kurse weiter fallen können mehr Bären. Daraus folgt logisch, dass das Sentiment kein Kontraindikator ist, solange ein Trend unterwegs ist....


72506 Postings, 6109 Tage FillorkillMike: 'Geschichte wiederholt sich nicht'

 
  
    #5242
2
26.10.12 12:13
Jein. Sie wiederholt sich in abstrakter Form, in ihren (zyklischen) Grundmustern also. Darauf kann man setzen, allerdings besser ohne sich zu konkreten Prognosen verleiten zu lassen. Der Fehler beginnt mE mit einer statischen, mechanistischen Interpretation verfügbarer Variablen...

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Deswegen

 
  
    #5243
2
26.10.12 12:26
"Der Fehler beginnt mE mit einer statischen, mechanistischen Interpretation verfügbarer Variablen"

ist es auch falsch, z.b. Euwax alleine als Indikator zu nehmen. Es bedarf einer gegenseitigen Bestätigung durch andere Mosaiksteinchen. Die Gewichtung der Komponenten ist Erfahrungs- und manchmal auch Bauchsache.

Ich jedenfalls konnte mein Timing deutlich verbessern, indem ich den Bauch durch die bekannten Instrumente quantifizierte. Es klappt mittlerweile recht gut. Von einer rein mechanischen Entscheidungfindung (HS) bin ich aber mittlerweile deutlich abgerückt. Es funktioniert nicht zuverlässig genug bzw. mit zu geringer Marge um zwangsläufige Fehler auszugleichen. Was bleibt ist das Plus an Erfahrung, das ist ja auch schon was.  

1826 Postings, 5109 Tage stefan1977Konsumklimaindex

 
  
    #5244
4
26.10.12 13:07

Auch interessant...wenn man den Chart jetzt mal neben den DAX legt.

 

 

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16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Ich mache mir Sorgen um Kneiselchen

 
  
    #5245
1
26.10.12 16:01
"Das ist die L ö s u n g des Problems dass bald das d e u t s c h e D o p p e l k o r n die T a g e s k e r z e n – T r e u e am Freitag u n m ö g l i c h machen wird, denn der Stoff ist jetzt größtenteils drin  und b a l d kommt der H a m m e r, wie ein r i e ß i g e r H a m m e r auf  H i r n, einfach w u n d e r b a r.."
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Seine letzten Worte:

------------------------
"Und jetzt kann e n d l i c h der H a m m e r kommen v e r f l u c h t, darauf warte ich schon die g a n z e Arbeitswoche, W o w jetzt beginnt das Schreiben schon s c h w e r  zu werden und in 10 Minunten wäre ich nicht mehr in der Lage dazu !!!

Ich habe das P a r a d i e s gefunden !°!“!
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72506 Postings, 6109 Tage FillorkillStefan, nochmal Sentiment

 
  
    #5246
1
26.10.12 16:05
Die Begründung 'Kurs steigt / fällt wegen Sentiment' hat idR die gleiche Qualität wie die anderen Rationalisierungen 'Kurs steigt / fällt wegen dem Newsflow, weil er eine Trendlinie geschnitten hat, weil zuviel Liquidität im Makrt ist, weil die FED manipuliert ' usw. AZ'ler durchschauen diese Rationalisierungen, aber ohne sich diese zu eigen zu machen...

72506 Postings, 6109 Tage FillorkillKneisl ist ein zäher Hund, Zap !

 
  
    #5247
1
26.10.12 16:06

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42Aber eine Woche im Koma..?

 
  
    #5248
26.10.12 17:13

16574 Postings, 5137 Tage zaphod42AAII

 
  
    #5249
3
26.10.12 18:19
Up-Korrektur weiterhin sehr wahrscheinlich, mittelfristig bleibt es aber trübe.  
Angehängte Grafik:
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72506 Postings, 6109 Tage FillorkillZap,

 
  
    #5250
1
26.10.12 23:51
je länger ich mich in die AAII-Graphik vertiefe, desto mehr zweifle ich an dessem erratischem Muster. Wie ist es möglich, dass die Ratio während eines stabilen und deutlichen Up- wie Downtrends solche Bocksprünge machen kann ?  

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