In Japan droht ein zweites Tschernobyl-
Hätten wir dann eine Erlaubnis, uns um diese Katastrophe sorgen zu dürfen? Und weiterhin: gibt es dazwischen eine Grenze, ab der man umdenken muss? Ab wieviel KM muss man hier umdenken?
Vielleicht verstehst Du, worauf ich hinaus will.
Das ist kaum zu vergleichen.
wie gelogen und vertuscht wird und das wird uns auch nochmal sauer aufstossen.
Weil wenn in Europa etwas passiert-Zb nochmal bei den Russen werden
wir dasselbe nochmal erleben.Bie den Chinesen sowieso.
Und bei uns wäre ich mir nicht sicher ob alle Fakten auf den Tisch kommen.
Es ist unsere verfluchte Pflicht, genau hier zu gaffen, damit wir als Gesellschaft endlich daraus lernen.
Aber dann gibt es halt auch Einschätzungen und Interpretationen. Und da spielt wesentlich mehr ne Rolle, als "pure" Fakten.
Und da kann man schon hier häufiger beobachten, wie aus einem "möglicherweise" (nebenbei eines der häufigsten Worte der aus allen Winkeln der Welt sich zu Wort meldenden Experten) ein vermeintliches "Faktum".
Und von Fälschung und Verdrehen der Wahrheit wird auch - und das nicht nur hier in diesem Zusammenhang - sowieso IMMER gesprochen, wenn sich die Meldungen mit den Erwartungen nicht decken...
Fakt ist doch nach allem was so liest und hört, dass die Situation ohne Zweifel dramatisch und besorgniserregend ist, aber das man was die bisherige Verseuchung und Verstrhalung angeht, erstens noch nicht genug Infos hat und zweitens davon ausgehen kann, noch lange nicht so eine Situation wie in Tschernobyl zu haben. Denn in Tschernobyl war es ja ein Selbstversuch der Reaktorbesatzung, die zur sofortigen Katastrophe in einer gewaltigen Explosion geführt hat, was in den ersten 2-3 Tagen bereits mehr Strahlung freigesetzt hat als es in Japan bislang noch nicht annähernd der Fall war.
Also warten wir doch mal ab, ob die Kühlung wieder in Gang gesetzt werden kann oder nicht. Ich glaub wir drücken hier alle die Daumen. Und natürlich kann man mit anderen Maßnahmen die Strahlung zumindest eindämmen, auch wenn sich Sand und Beton für den Laien wie ein Tropfen auf den heißen Stein anhören. Wichtig ist eine Kernschmelze mit Explosion im Reaktorkern zu verhindern. Das kann durchaus gelingen. Trotzdem wird es vielleicht Wochen und Monate strahlen, gerade die Stäbe, die nicht im Reaktor sind, wenn man die Brände nicht beseitigen kann. Aber es gibt Helfer, die derzeit fiberhaft daran arbeiten. Ich find es in gewisser Weise auch respektlos, wenn man diese Menschen immer als eine Art Kanonenfutter hier bezeichnet, weil sie ja eh nichts mehr ausrichten könnten. Das ist einfach nicht wahr. Blöd ist nur, dass dort offensichtlich zu spät reagiert wurde und es gar nicht hätte soweit kommen müssen. Wieso wurde hier ja lang und breit bereits diskutiert.
Niemand hat hier geschrieben, dass man sich wünschte, es würde nicht funktionieren. Und niemand hat hier etwas in der Art geschrieben wie: "Ha, ich hab's Euch ja gesagt!"
Die menschliche Seele ist komplex, und solche Gefühle sind ebenso Projektionen in eine dunkle Richtung. Der Kopf denkt in dieser Ausnahmesituation in viele Richtungen, so dass ich eben auch anmerken will, dass derjenige, der sowas anderen unterstellt, eben genau diese Gedanken in seinem eigenen Hirn fabriziert hat. Erst aus diesem Grund heraus kann er die Argumentation aufbauen.
Das bekannte Beispiel mit den Guttenberg'schen Argumentationen (man möge an die gefallenen Soldaten denken) ist genau diese psychologische Komponente, die zur politischen Methode formuliert wurde. Natürlich in aller Schwere unvergleichbar zu der japanischen Misere, aber der Ursprung ist gleich.
Was ich damit sagen möchte, ist: der Vorwurf an sich wird im eigenen Kopf ausgedacht. Ob er bei anderen zutrifft, ist angesichts der Anonymität des Internets nicht zu belegen. Es ist ein Vorwurf, der alle trifft. Unabhängig von der wahren Empathiefähigkeit!
LG
b.p.
Welche Gesellschaft wäre denn konträr dazu dazu zu sehen? Ich denke eher, das Problem basiert auf Aufklärung.
Das Gefühl der Nichtbetroffenheit bei so einer Angelegenheit führe ich eher auf mangelnde Kenntnisse und fehlendem Mut zum Widerstand zurück. In Deutschland weiß man mittlerweile, dass es viele Gegner der Atomkraft gibt.
In anderen Gesellschaften sind die Kritiker wahrscheinlich nicht mal sicher, dass sie sich in großer Gesellschaft befinden. Ernsthaft kann diese Technologie kaum ein Mensch befürworten.
Wir können es (noch) als Unbetroffene, in der Angst selber mal betroffen zu sein.
Es können auch nicht genug sein die ihren Unmut darüber mitteilen.
Ich bezweifle jedoch das der Mensch daraus lernen wird, leider!
Die Frage ist, wer fällt noch immer auf sowas rein, und warum ist es noch nicht ins gesellschaftliche Gedächtnis geraten, dass es weitaus mehr Kosten gibt als die Netto-Kilowattstunde auf der Rechnung.
In Japan ist es jetzt kurz nach vier Uhr Morgens. Die Temperaturen sind wieder unter den Gefrierpunkt gefallen und geschätzte 400 000 Menschen müssen die Nacht im freien verbringen. Vor allem im Nordosten ist die Lage immer noch prekär.
(von 20min.ch)
Wahnsinn... So viel wie in einer deutschen Großstadt...
Weil in Tschernobyl die ganzen Brennstäbe mit einem Bums in die Luft explodiert sind. Deshalb wurde die Wolke auch über die halbe Erdkugel getragen.
Regional könnte es wohl schlimmer werden wegen der Menge, die bei weitem höher ist, als bei den Russen damals.
Mit anderen Worten: Die negative Entwicklung hat sich verlangsamt...
Moderation
Zeitpunkt: 19.03.11 20:01
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unterstellung - bösartige unterstellung
Zeitpunkt: 19.03.11 20:01
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Kommentar: Unterstellung - bösartige unterstellung
und mein posting muss man nicht mal parteipolitisch betrachten. denn der mappus ist fuer mich genauso ein verbrecher und ne flachpfeife
:)
Das Risiko war permanent vorhanden. Es hätte genauso auch unser AKW sein können, und das weiß die Künast auch.