In Japan droht ein zweites Tschernobyl-
Das Kraftwerk von Fukushima war nicht auf Tsunamis ausgelegt. Das bereuen die Konstrukteure jetzt. Geradezu ignorant hätten sie einfach US-Pläne kopiert.
Bei der Planung des Katastrophenmeilers von Fukushima-Daiichi wurden fundamentale Fehler gemacht. Das haben zwei der Konstrukteure der Kernkraftwerks eingeräumt. Trotz der Lage in einem Erdbebengebiet direkt am Meer seien weder Reaktoren noch Sicherheitssysteme auf einen Tsunami ausgelegt worden, sagten zwei frühere Toshiba-Ingenieure bei einer Pressekonferenz des japanischen Citizen's Nuclear Information Center. Viele Rückfallsysteme für den Notfall seien ungenügend dimensioniert worden.
"Die Möglichkeit eines Tsunamis wurde bei der Planung nie in Betracht gezogen“, sagte der frühere Toshiba-Ingenieur Shiro Oguro, der nach eigener Aussage 35 Jahre lang mit Planung, Bau und Wartung der Reaktoren betraut war. Man habe nicht berücksichtigt, dass die Welle eines Tsunamis nicht nur die reguläre Stromversorgung, sondern auch die unterhalb des Reaktors, praktisch direkt am Meer gelegenen, Notstromaggregate beschädigen und außer Betrieb setzen könnte.
Die Konstrukteure hätten im Wesentlichen Pläne der US-Firma General Electric kopiert, sagte der Ingenieur. Die darin vorgesehenen Sicherheitssysteme seien aber nicht für ein Tsunami-gefährdetes Kraftwerk konzipiert gewesen. Trotzdem habe man die Konstruktion fast eins zu eins übernommen. "Wir waren nah dran, ignorant zu sein. Wir haben nicht geprüft, ob die vorgesehenen Maßnahmen ausreichten“, sagte Oguro.
Der ebenfalls für Toshiba tätig gewesene Ingenieur Masashi Goto sagte, bei der Katastrophe der vergangenen Tage habe sich gezeigt, dass neben der Stromversorgung auch andere Sicherheitssysteme nur ungenügend für einen Notfall geplant worden seien. So sei das Containment, die Stahl-Schutzhülle in der sich der eigentliche Reaktordruckbehälter befindet, nur für die Hälfte des Drucks ausgelegt, der nach dem Unfall tatsächlich auftrat.
Auch der Durchmesser der Rohre, mit denen die Ingenieure in den vergangenen Tagen immer wieder Dampf aus dem Containment abgelassen hatten, um den Druck zu reduzieren, sei für die bei dem Notfall angefallene Menge möglicherweise zu klein, sagte Goto.
Auch Sicherheitssysteme, die eigentlich redundant, also getrennt voneinander mehrfach vorhanden sein müssen, seien nicht ausreichend gewesen. Als die Pumpen wegen des Ausfalls auch der Notstromversorgung nicht mehr funktionierten, habe man als Ersatz deswegen Systeme heranschaffen müssen, die zum Feuerlöschen, nicht aber für die Kühlung von Atomreaktoren konzipiert worden seien.
Auch seien die Seismologen bei den Prognosen, in welcher Stärke ein Erdbeben zu erwarten sei, zu optimistisch gewesen, sagte Goto. Die Reaktoren seien entsprechend der Voraussagen nur für eine Stärke von 8,2 ausgelegt worden. Tatsächlich wurde bei dem Erdbeben, das dem Tsunami vorausging, 9,0 gemessen.
Auch der international als Gutachter für AKW tätige Experte Mycle Schneider kritisierte die Konzeption von Fukushima-Daiichi. Denn hoch aktive und damit hochgefährliche Brennstäbe sind dort in den Abklingbecken gelagert. Diese Wasserbecken, in denen normalerweise abgebrannte, nicht mehr zur Energiegewinnung taugliche Stäbe gekühlt werden, liegen in Fukushima-Daiishi außerhalb des Containments.
"Sie sind damit absolut unzureichend gegen äußere Einflüsse gesichert“, sagte Schneider. Wie sich jetzt zeige, könnten die Abklingbecken zudem nicht mehr ausreichend gekühlt werden, wenn wegen eines notfallbedingten Stromausfalls die für den Wasseraustausch notwendigen Pumpen nicht mehr funktionierten.
Diese Gefahren von Abklingbecken seien in Fachkreisen seit Jahrzehnten bekannt. Er selbst habe im Jahr 2005 auch den damaligen Gouverneur der Präfektur Fukushima darauf hingewiesen, sagte Schneider. "Viel sicherer als die Becken ist eine Trockenlagerung abgebrannter Brennstäbe.“ Für die Betreiber sei dies wegen der hohen Kosten der dabei nötigen Behälter allerdings deutlich teurer.
Ob die offenbar mangelhaften Vorgaben für Reaktoren und Sicherheitssysteme von der Betreiberfirma Tepco, von staatlichen Behörden oder von Toshiba erstellt wurden, konnte der frühere Konstrukteur der Anlage, Oguro, auf Nachfrage nicht beantworten. Auch Tepco beließ eine entsprechende Anfrage der Nachrichtenagentur dapd unbeantwortet. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verwies lediglich auf einen, für die Mitgliedstaaten nicht verbindlichen, "Safety Guide“ aus dem Jahr 2004.
QUelle: http://www.welt.de/vermischtes/article12864224/...anungspanne-zu.html
da fällt mir nix mehr zu ein
.. wie man sieht verdünnt sich das Ganze mit der Zeit.
Zwischen China und Europa, bzw. Indien liegt noch Nepal. Die Berge dort sind bestimmt auch eine Art Barriere. Es kommt vielleicht drauf an, ob strahlenbelastete Luft leichter, oder schwerer ist, vielleicht ist das auch Blödsinn?!
Es geht immer nur ums Geld! Wie überall! Scheiß auf Sicherheit, Profit ist was zählt! Aber irgendwann ist Zahltag und die Rechnung bezahlen die armen Schweine in Japan! Zum kotzen!!!
Das ändert sich in einigen Wochen...
Ich suche mal nach Schaubildern.
Sollen wenigstens die Suppe jetzt mit auslöffeln.
Japan fragt ferngesteuerte Roboter an, um sie in die Atomanlage hineinzulenken. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten". "In Deutschland stehen solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung" zitiert die Zeitung den Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger. Sobald genaue Anforderungen aus Tokio vorlägen, werde in den Bundesländern nachgefragt, wer solche Roboter liefern könnte, sagte Unger.
und heute hat er die japaner für ihr gradlinige , systematische vorgehensweise gelobt , und die lösung in einer art "berieselung" schon quasi vor augen gehabt .
also ich weiß nicht .
http://www.yogeshwar.de/3.0.html
Z.B. nimmt auch nicht jede Präfektur Hilfe an... Warum, weiß ich auch nicht (lief heute im japanischen TV)...
in den nächsten Wochen vorstellbar!!
Nikkei hält sich nur noch weil Regierung
Geld reinpumpt.
Hört das auf dann kommt die nächste Katastrophe!!
Würde mein Geld dort jetzt noch jeder Zeit sofort abziehen!!
Nach Angaben der der UN-Atomenergiebehörde IAEA sind die vier japanischen Kernkraftwerke, die dem Epizentrum am nächsten liegen, sicher abgeschaltet. Zuvor hatte es Meldungen über Feuer und Probleme mit den Kühlsystemen gegeben.
Japan ruft Atomalarm aus +++
Der Regierungschef habe den atomaren Notfall deswegen ausgerufen, damit die Behörden leicht Notfallmaßnahmen ergreifen können, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Anwohner von Atomkraftwerken müssten aber keine besonderen Maßnahmen ergreifen.
Block 1 | Block 2 | Block 3 | Block 4 | Block 5 | Block 6 | |
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Betriebszustand zur Zeit des Erdbebens | in Betrieb → Schnellabschaltung | in Betrieb → Schnellabschaltung | in Betrieb → Schnellabschaltung | abgeschaltet | abgeschaltet | abgeschaltet |
Zustand Kern und Brennstäbe | beschädigt | beschädigt | beschädigt | keine Brennstäbe im Kern | nicht beschädigt | nicht beschädigt |
Zustand Reaktordruckbehälter | unbekannt | unbekannt | unbekannt | |||
Zustand Sicherheitsbehälter | nicht beschädigt | Schaden vermutet | Schaden vermutet | nicht beschädigt | nicht beschädigt | nicht beschädigt |
Reaktorkühlsystem (Wechselstrom) | nicht funktionsfähig | nicht funktionsfähig | nicht funktionsfähig | nicht notwendig | nicht notwendig | nicht notwendig |
Reaktorkühlsystem (dampfbetrieben) | nicht funktionsfähig | nicht funktionsfähig | nicht funktionsfähig | nicht notwendig | nicht notwendig | nicht notwendig |
Reaktorgebäudezustand | schwer beschädigt | leicht beschädigt | schwer beschädigt | schwer beschädigt | nicht beschädigt | nicht beschädigt |
Wasserstand im Reaktordruckbehälter | Brennstäbe ca. zur Hälfte bedeckt | Brennstäbe mehr als zur Hälfte bedeckt | Brennstäbe ca. zur Hälfte bedeckt | sicher | sicher | sicher |
Druck im Reaktordruckbehälter | stabil | unbekannt (Sensoren ohne Stromversorgung) | stabil | sicher | sicher | sicher |
Druck im Sicherheitsbehälter (Containment) | unbekannt | Druckkammer: unbekannt, Kondensationskammer: Atmosphäre | stabil | sicher | sicher | sicher |
Wassereinspeisung in Reaktorkern | wird fortgesetzt (Meerwasser) | wird fortgesetzt (Meerwasser) | wird fortgesetzt (Meerwasser) | nicht notwendig | nicht notwendig | nicht notwendig |
Wassereinspeisung in Sicherheitsbehälter | wird fortgesetzt (Meerwasser) | noch zu entscheiden | wird fortgesetzt (Meerwasser) | nicht notwendig | nicht notwendig | nicht notwendig |
Druckentlastung Containment | wird fortgesetzt | in Vorbereitung | wird fortgesetzt | nicht notwendig | nicht notwendig | nicht notwendig |
Zustand der Brennstäbe im Abklingbecken | (keine Information) | (keine Information) | Wasserniveau niedrig, Vorbereitung Wassereinspeisung | Wasserniveau niedrig, Vorbereitung Wassereinspeisung, Brennstabschäden vermutet | Beckentemperatur steigt | Beckentemperatur steigt |
soll dies schon angeblich schon geschehen sein. Is da was drann?? (n-tv Bericht ca. 23Uhr)