(Süd)zucker fürs Depot, ausgebombt und lecker
Einen ersten Widerstand sehe ich jedenfalls eindeutig bei 0 EUR.
Hier bin ich mir so sicher, dass ich eine Garantie darauf geben werde. Falls der Kurs von Südzucker unter diese Schwelle fallen sollte, trete ich persönlich für den Schaden ein.
Gleiches gilt im Übrigen auch für die Bücher von Kostonany, die einen guten Unterhaltungswert haben, aber wenig Hinweise darauf geben, wie man zu einer guten Bewertung gelangen kann. Das Buch One up on wall street ist ähnlich gehalten.
Lynch's Aussagen, so banal sie auch klingen mögen, werden im Übrigen ganz offensichtlich nicht von allen Börsenteilnehmern als gültige Prinzipien akzeptiert. Sonst müssten wir hier nicht über Widerstände, Chartanalysen oder solchen Quatsch diskutieren.
"You can't see the future through a rear view mirror."
http://www.investorwords.com/tips/1/...s-utilized-by-peter-lynch.html
Banal oder im Hinblick auf die Chartanalyse sogar eine ketzerische These??
Denke mal ein gutes Zeichen.
Es kann aber auch sein, dass man die Aktie hält um die Optionsgeschäfte abzudecken. Zwecks Risikominimierung. Da hat ja gerade die SG in der Vergangenheit ordentlich hinzugelernt.
Die decken schonmal für die Leerverkäufer ein. Da geht er in, der erhoffte Short squeeze.
bei € 8.-- wird der einstieg sein -))
eifelhexe = ariva bezahlt dich gut für den verschriebenen müll -)))
warum verdrängst du stets bei deiner "Berechnung" den umstand, dass das Landwirt dafür(Mehrwertertrag vs. sonstige Agrarerzeugnisse) einen hohen preis in form von kauf von Kontingenten bezahlen musste?
ohne diesen einbezug ist und bleibt deine "Berechnung" schlichtweg eine Milchmädchenrechnung."
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Ich verdränge es nicht. Nur ist ein Kontingent keine Aufwandsposition, die den Ertrag schmälern würde. Für den Bauern ist es schlicht ein Investment, für den Bilanzbuchhalter ein Aktivtausch. Für den "hohen" (sic!) Preis wird ein Wert erstanden. Diesen Wert könnte der Bauer ja auch wieder verkaufen und andere Agrarerzeugnisse anbauen wenn dies lohnenswerter wäre. Schon allein deswegen wäre es falsch das Kontingent gegen den Ertrag zu rechnen.
Selbst wenn man dies (fachlich nicht sauber) tut, so liegt der 'Preis' je ha bei 3.800,- Euro. Allein durch den derzeitigen Mehr(!)ertrag amortisiert sich dieses in ca. 31 Jahren gegenüber Weizen und in weniger als 7 Jahren gegenüber Mais. Da die Rübenpreise früher wesentlich höher waren und die meisten Kontingente langjährig gehalten werden, kann davon ausgegangen werden, dass diese in sehr vielen Fällen schon voll amortisiert sind.
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"Zeiten, in denen sich anbau von rüben, ohne die gekauften Kontingente für die Landwirte gelohnt haben, die sind schon seit jahren vorbei"
Sehe ich auch so. Das spricht ja dann eher dafür, dass das Kontingent derzeit doch! lohnenswert ist. Daher ergibt sich auch der Verhandlungsspielraum nach unten.
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Was hier selten diskutiert wurde ist die Tatsache, dass der Aufsichtsrat ein ureigenes Interesse an niedrigen Einkaufspreisen hat. Folgendes Beispiel:
Senkt SZU den Rübenpreis auf das von mir vorgeschlagene Niveau, so resultiert daraus ein Jahresüberschuss von zusätzlich! ca. 177 Mio. Euro im Jahr.
Geht man von einer Ausschüttungsquote von ca. 40% aus, so beträgt die zusätzliche Ausschüttung ca. 35 Cent je Aktie.
Diese zusätzliche Ausschüttung bedeutet gemäß Satzung, dass jedes Mitglied des Aufsichtsrates im Jahr 35.000 Euro mehr! bekommt, was der Aufsichtsrat natürlich gerne mit nimmt.
Seit dem letzten brasilianischen Sommer fielen in der Region um die Großstadt São Paulo viel zu geringe Niederschläge. In den Sommermonaten waren es ein Drittel bis die Hälfte der üblichen Wassermenge, seither rund 40 %. Das hat dazu geführt, dass kaum noch Wasservorräte in den Stauseen vorhanden sind und Wasser rationiert wird. Schon bis Mitte November könnten die Trinkwasserreserven aufgebraucht sein.
Betroffen ist auch die Landwirtschaft, die nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Dürre ist. Für Zuckerrohr- und Sojaplantagen wird weiterhin großflächig Regenwald abgeholzt, dadurch entstehen auch weniger Wolken. "Luftfeuchtigkeit aus dem Amazonasgebiet in Form von Wolken - die wir 'fliegende Flüsse' nennen - hat dramatisch abgenommen, was zu der verheerenden Situation beiträgt, die wir heute erleben", sagt der Klimaforscher Antonio Nobre vom brasilianischen Institut für Weltraumforschung INPE. Ein großer Baum im Amazonasregenwald könnte bis zu 300 Liter Wasser am Tag verdunsten, so Nobre.
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/43/43189/1.html
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„Die Fabriken, in denen das Zuckerrohr verarbeitet wird, befinden sich vor allem im Süden Brasiliens, im Bundesstaat São Paulo ... Die Fabriken werden in der Nähe der Anbaugebiete errichtet, natürlich wegen der Transportkosten, aber auch weil der Saccharosegehalt des Zuckerrohrs nach der Ernte schnell abnimmt.
Quelle: http://ddc.arte.tv/unsere-karten/biokraftstoff-der-fall-brasilien
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„Einst war auch der Südosten Brasiliens von Regenwald bedeckt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die „Mata Atlântica“ an der Ostküste systematisch abgeholzt; sie musste Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen, Viehweiden und Industriegebieten, Städten und Straßen Platz machen. Heute ist nur noch rund ein Prozent der Fläche der „Mata Atlântica“ erhalten. Weniger Regenwald bedeutet weniger Regen – und für die unentwegt wachsenden Metropolenregionen im Südosten mehr Dürren.“
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...er-aus-13220076-p2.html
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Weitere Quellen:
http://www.bloomberg.com/news/2014-10-21/...atic-water-shortages.html
http://www.brasilnews.de/...m-bundesstaat-sao-paulo-gravierend-16458/
Die erste Ernte, das Schneiden des Rohrs, kann 9 bis 24 Monate nach dem Auspflanzen erfolgen. ... Die „Halmstümpfe“ schlagen wieder aus und nach weiteren 12 Monaten kann die nächste Ernte geschnitten werden. Ein Zuckerrohrbestand kann bis zu acht Male beerntet werden. In Indien beträgt die Nutzungsdauer z. B. zwei Schnitte, in Brasilien dagegen fünf Schnitte. Eine Zuckerrohrpflanze kann bis zu 20 Jahre alt werden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zuckerrohr
Durch eine anhaltende Dürre in Brasilien könnte der vorhandene Zuckerrohrbestand gefährdet sein. Eine geringere Ernte in diesem und vor allem im nächsten Jahr dürften die zu erwartenden Folgen sein.
http://www.ariva.de/news/kolumnen/autoren/...er-Elliott-Waves.com-616
und es fällt ...
Wenn dir die Elliott-Wellen on Herrn Schröder nicht gefallen, dann wende dich bitte direkt an ihn. Der einzige Clown hier im Forum bist wohl eher du.
Das Unternehmen will mittelfristig, das heißt im Geschäftsjahr 2018/19, einen operativen Gewinn von 550 Mio. Euro erwirtschaften. Danach soll die Zuckersparte rund 250 Mio. Euro zum operativen Gewinn beitragen, die Nichtzuckersparten 300 Mio. Euro. Die IR-Abteilung von Südzucker bestätigte mir diese Ziele und erklärte sie plausibel damit, dass mehrere neue Werke (Stärke, Frucht) noch dieses Jahr die Produktion aufgenommen hätten und ab dem kommenden Jahr den vollen Ergebnisbeitrag liefern würden. Weitere neue Werke kämen nach Bedarf hinzu.
2017 entfällt zwar die Zuckerrübenquote, die die heimische Zuckerindustrie schützenden Einfuhrzölle bleiben aber bestehen. Den Wegfall der Quoten nutzen Leerverkäufer derzeit zur Verbreitung von Verlustängsten. Tatsächlich dürften die Auswirkungen auf das Ergebnis sowohl von Südzucker als auch auf das der Rübenbauern überschaubar bleiben.
Ein operatives Ergebnis von 550 Mio. Euro bedeutet in der Praxis eine Dividendenrendite von 6 %. Zudem liegt der den Aktionären zurechenbare Eigenkapitalanteil bei rund 13 Euro. Die Aktie ist deshalb als günstig anzusehen.
Früher oder später steigt die Aktie auf ihren fairen Wert im Bereich um 20 Euro, in Jahren mit hohem Zuckerpreis werden es gut und gerne auch mal über 30 Euro sein. Man muss nur darauf warten können: Die nächste Missernte in Brasilien kommt bestimmt.
schon einwenig komsich eure gesinnung ...
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@ Matze
sehr gut analysiert!
Und das Ganze bei dem kleinen Freefloat von nur 35,86 %
http://shortsell.nl/universes/Duitsland