Rally der Aktie von Fortec Elektronik wohl am Ende


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Neuester Beitrag: 05.04.24 22:44
Eröffnet am:10.10.05 16:08von: JablAnzahl Beiträge:597
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1261 Postings, 6787 Tage JablRally der Aktie von Fortec Elektronik wohl am Ende

 
  
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10.10.05 16:08

Elektronik
Rally der Aktie von Fortec Elektronik wohl am Ende

10. Oktober 2005 Investor Relations ist ein Geschäft, in dem Klappern zum Handwerk gehört. Dabei kann man sich bisweilen des Gefühls nicht erwehren, daß das ein oder andere Unternehmen mehr vom Klappern als vom Handwerk versteht. Bei anderen fragt man sich, ob es sie eigentlich überhaupt interessiert, weil sie gegen den Grundsatz zu verstoßen scheinen: Tue Gutes und rede darüber.

Die Fortec Elektronik AG hat zumindest den Anlegern in den vergangenen zwölf Monaten  Gutes getan und nicht viel Worte dabei verloren. Nach einer Kursrally von 100 Prozent stand dieser Anfang des Monats bei 44,50 Euro so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Umsatzdelle überstanden


Das war nicht immer so. Nach rund anderthalb Jahren Börsennotierung erreichte die Aktie einst im September 2000 bei 52 Euro ein Allzeithoch. Danach ging es im langfristigen Trend bergab (von einem Zwischenhoch und -tief abgesehen) bis zum Tief im April 2004 bei 21,73 Euro.

Fortecs Produktportfolio umfaßt vier Produktgruppen Displays, Netzteile, Massenspeicher wie Flash-Karten sowie sogenannte Embedded PCs. Darunter versteht man einfache Rechner mit bestimmten Funktionalitäten, die im zu steuernden oder zu überwachenden System eingebettet (embedded) sind. Die Grenzen zu traditionellen Computern sind indes fließend, da heute bereits ganze PCs vollständig in andere Systeme eingebaut werden können. Ein wesentliches Merkmal für eingebettete Systeme ist häufig, daß sie Steuerungsaufgaben anderer Geräte und Kommunikationsfunktionen wahrnehmen.

Bei Stromversorgungen und Displays, nimmt Fortec im deutschsprachigen Raum für sich eine marktführende Position in Anspruch nimmt. Das Unternehmen sieht sich als Systemzulieferer für Gerätehersteller von industriellen High-Tech-Produkten in den Bereichen Industrieautomation, Telekommunikation, Informations-, Sicherheits- und Medizintechnik sowie der Automobilzulieferung.

In den späten neunziger Jahren verzeichnete Fortec einen regen Umsatzzuwachs von rund zehn auf rund 35 Millionen Euro im Jahr 2000/2001. Danach begann eine Phase der Konsolidierung. 2002/2003 brach der Umsatz ein, danach schaffte sich das Unternehmen schrittweise wieder nach oben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, erreichte der Umsatz mit 34,8 Millionen Euro fast wieder das Niveau des Geschäftsjahres 2000/2001 - trotz zweier kleiner Übernahmen im Jahr davor.

Viel Spekulation

Besser verhielt sich die Ertragslage. Auch hier gab es zwischen 2001 und 2003 einen kleinen Einbruch, doch schon im Geschäftsjahr 2003/2004 wurde ein Rekordergebnis verzeichnet, das im jüngst abgelaufenen Jahr wieder übertroffen wurde. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich von 2,33 Millionen Euro auf 2,68 Millionen Euro und auch der Jahresüberschuß stieg um 16,5 Prozent auf 1,55 Millionen Euro.

Wie bei kleinen Werten üblich, wird auch bei Fortec eine Menge spekuliert. Der „BetaFaktor” etwa bescheinigt Alleinvorstand Dieter Fischer ein glückliches Händchen bei Zukäufen und vermutete schon vor einigen Wochen, daß dieser wohl eine etwas größere Akquisition vorhabe.

Der „Aktientrader” kolportierte, in „Börsenkreisen würden seit kurzem Gerüchte über einen sprunghaften Anstieg der Auftragseingänge kursieren” und spricht diesen „einen durchaus realistischen Hintergrund” zu.

Die Optionsschein-Wette

Wesentlich realistischer ist die Existenz eines in Eigenemission begebenen Optionsscheins, dessen Bezugskurs bei 45 Euro liegt. Im Fall einer Wandlung fließen Fortec 13,5 Millionen Euro zu. Falls Fortec wirklich Akquisitionen beabsichtigt, so könnte man das Geld gut gebrauchen. Aufgrund des dünnen Handels mit der Fortec-Aktie läßt sich das Kursniveau relativ leicht beeinflussen. Es ist aber in diesem Fall nicht anzunehmen, daß beim Unternehmen größeres Interesse an einem höheren Aktienkurs besteht.

Insofern besteht auf Basis dieser Theorie derzeit noch etwas Luft nach oben. Denn bewertungstechnisch notiert die Aktie derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des vergangenen Geschäftsjahres von 24,7 und ist damit hoch bewertet. Setzt man für das laufende und kommende Geschäftsjahr eine Gewinnsteigerung wie in den vergangenen Jahren heraus, so ergibt sich ein KGV für 2005/2006 von 21,5 und für 2006/2007 von über 18. Auch diese Bewertung ist recht hoch.

Da der Großteil der Spekulation an der Börse sich um den Optionsschein rankt, ist ebenso damit zu rechnen, daß der Kurs in den kommenden Monaten die Marke von 45 Euro nicht oder nicht wesentlich überschreiten wird, da bei Annäherung mit Gewinnmitnahmen zu rechnen ist. Zudem ergibt sich derzeit ein Preis von 47,30 Euro für die eventuelle neue Fortec-Aktie. Das bedeutet, daß auf Basis der Spekulation ein direkter Kauf der Aktie allenfalls bis 47,29 Euro lohnt (Gebühren außen vor).

Daher scheint das Potential der Fortec-Aktie für die nächste Zeit gering zu sein. Sollten die Spekulationen enttäuscht werden, ohne daß es kurstreibende Nachrichten anderer Art gibt, ist sogar mit einem Kursrückfall zu rechnen.


Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Text: @mho
Bildmaterial: FAZ.NET
 
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1673 Postings, 3639 Tage KnightRainerVerteidigungssektor

 
  
    #573
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14.03.24 10:03
Wenn man bedenkt wie die Musik gerade im Rüstungsbereich spielt und die Vision des Unternehmens seinen Horizont im Verteidigungssektor zu erweitern liest (siehe WO Beitrag zu Fortec und UK Defence), sollte man meinen das hier abgesehen von der aktuellen Unterbewertung noch Einiges mehr an Potenzial schlummert.
Es fliesst derzeit sehr viel Geld in den Rüstungssektor, was auch Fortec zugute kommen dürfte. Von daher glaube ich nicht an einen Umsatzeinbruch ab Juli.
Und allgemeine elektronische Bauteile und Displays werden dort auch massenhaft gebraucht.
Ich sehe hier alleine deshalb viel Kurs-Fantasie.  

1673 Postings, 3639 Tage KnightRainerUnterstützung

 
  
    #574
1
14.03.24 11:43
Der Bereich um ~22.40 als Unterstützung aus dem Chart von Kat hat viele Auflagepunkte und reicht bis 2019.
Möglicherweise stabilisiert sich der Kurs hier jetzt tatsächlich.
Zeit für den Stop des Kursverfalls seit der Dividende wäre es allemal.  

1691 Postings, 2533 Tage xy0889wenn man mit 2 - 2,20 Euro EPS rechnet

 
  
    #575
1
14.03.24 15:26
dann hat man ein 10 er oder 11 er  kgv .... wenn es höher würde , ist es noch niedriger ... sogar wenn das EPS auf 1,50 fallen würde, würde ich die Aktie nicht für zu teuer halten.
Man verdient gutes Geld, man zahlt eine gute Dividende und es scheint insgesamt eine Top Solide Firma zu sein.
Ich bin gern hier dabei.  

1673 Postings, 3639 Tage KnightRainerStrategic Expansion

 
  
    #576
14.03.24 15:29
In a strategic move to expand its presence in the defence sector, FORTEC has also joined 'Make UK Defence'. This platform is crucial in uniting key industry players, promoting collaboration, and driving growth and innovation. As a member, FORTEC will actively participate in the exchange of knowledge and practices, significantly contributing to the enhancement of the UK's defence capabilities.

 

206 Postings, 1643 Tage Mocki87Habe jetzt nochmal

 
  
    #577
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18.03.24 08:45
Kauflimits bei 22,10 € und 22 € gesetzt. Mal sehen, ob diese auch noch bedient werden. Mit 22,2€ wurde ich schon letzte Woche bedient.  

1673 Postings, 3639 Tage KnightRainer22,40

 
  
    #578
18.03.24 08:48
Ich habe nochmal 500St. zu 22,40 nachgekauft.
Von 26 auf 22,xx ist jetzt schon sehr günstig von der Bewertung  

2688 Postings, 1061 Tage maurer0229Zwischenlagebericht

 
  
    #579
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27.03.24 08:18

6206 Postings, 5213 Tage Juliette99 Cent EPS zum HJ, Prognose bestätigt

 
  
    #580
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27.03.24 08:35
KGV um die 10.
Ich bleibe dabei  

2688 Postings, 1061 Tage maurer0229Hm...

 
  
    #581
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27.03.24 08:36
FORTEC erwirtschafte im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 2023/2024 einen Konzernumsatz von rund 47,0 Mio. EUR nach 49,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rückgang um 5 % begründet sich neben den allgemein herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere im traditionell vergleichsweise schwächeren zweiten Quartal. Zudem führte die geringere Anzahl an Arbeitswochen im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund feiertagsbedingter Betriebsschließungen, zu einer verminderten Umsatzfakturierung in diesem Zeitraum.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen mit 0,9 Mio. EUR im Vergleich zu rund 1,6 Mio. EUR im Vorjahr spürbar ab. Die Veränderung basiert insbesondere auf einer Reduzierung der Erträge aus Kursdifferenzen um 0,8 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR (VJ: 1,4 Mio. EUR).

Entsprechend des geringeren Umsatzes nahm auch der Materialaufwand mit 31,6 Mio. EUR (VJ: 34,4 Mio. EUR) ähnlich proportional ab.

Die Rohmarge unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung der unfertigen/fertigen Erzeugnisse stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 von 32,5 % auf 35,8 %. Die Wareneinsatzquote nahm im ersten Halbjahr 2023/2024 mit 64,2 % im Vergleich zum Vorjahr mit 67,5 % leicht ab.

Die Personalkosten stiegen erneut um 0,7 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR (VJ: 7,8 Mio. Euro). Die Erhöhung resultiert insbesondere aus allgemeinen Gehaltsanpassungen und teureren Nachbesetzungen aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Personalkostenquote bezogen auf die Umsatzerlöse stieg somit deutlich von 15,7 % auf 18,0 %.

Die Position der Abschreibungen ist mit 836 TEUR leicht erhöht (VJ: 797 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um rund 0,5 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR. EUR. Grund hierfür sind die um 0,5 Mio. EUR niedrigeren Währungsverluste in Höhe von 0,6 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR). Relativ zum Umsatz sind die Kosten leicht von 9,0 % auf 8,1 % gesunken.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) als ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator nahm von 4,6 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR nur leicht ab. Bezogen auf den Umsatz erhöhte sich die EBIT-Marge dennoch auf 9,6 % (VJ: 9,4 %).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen leicht von 1,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,3 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr.

Der Konzern-Periodenüberschuss im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 betrug 3,2 Mio. EUR (VJ: 3,4 Mio. EUR). Die Umsatzrendite nach Steuern blieb somit mit 6,8 % (VJ: 6,9 %) nahezu auf Vorjahresniveau.

Das Ergebnis pro Aktie sank leicht von 1,04 EUR im Vorjahr auf 0,99 EUR im Berichtsjahr.  

1691 Postings, 2533 Tage xy0889#580

 
  
    #582
27.03.24 08:52
so sehe ich das auch
niedriges Kgv und eine schöne Dividende.
ich bleib auch dabei  

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaNetcash nicht vergessen!

 
  
    #583
1
27.03.24 11:32
Ich geh weiterhin von rund 14,5 Mio Netcash dieses Jahr und 19,2 Mio nächstes Jahr aus.

MarketCap aktuell 74,7 Mio
EV also 55,5 Mio für nächste Geschäftsjahr
Gehen wir mal konservativ von 10,5 Mio EBIT nächstes Jahr aus, läge EV/EBIT also bei 5,3.
Lächerlich niedrig!


Kritikpunkt meinerseits. Der Vorstand könnte den Cash etwas zinstragender anlegen. Aktuell scheint man da sehr konservativ unterwegs zu sein. In Zeiten von 3% Leitzins sollte da für Fortec mehr bei rumkommen, selbst unter der Prämisse dass das WorkingCapital stark schwankt.

17341 Postings, 6809 Tage ScansoftWenn Fortec in diesem

 
  
    #584
27.03.24 13:45
schlechten wirtschaftlichen Umfeld die Prognose halten kann, zeigt es wie resillient das Geschäftsmodell ist.

206 Postings, 1643 Tage Mocki87die fundamentalen Kennzahlen

 
  
    #585
27.03.24 15:49
deuten klar auf eine Unterbewertung hin. Wenn man sich den langfristigen Chart anschaut und die aktuelle Bedeutung von europäischen Small Caps, glaube ich aber nicht das sich diese Unterbewertung schnell auflöst. Der Chart geht ja im Prinzip seit 5 Jahren seitwärst zwischen 20-29 €, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren und hoffe das wir irgendwann die 29 € nachhaltig durchbrechen  

110032 Postings, 8798 Tage Katjuschawenn man bedenkt, dass man im Geschäftsjahr

 
  
    #586
27.03.24 16:49
2022/23 um 45% höheren Umsatz und 85% höheres Ebit machte als im Geschäftsjahr 2017/18 (als der Kurs auch schon bei 24-26 € stand), zeigt das ja wie unsinnig die aktuelle Bewertung ist. Und da ist noch nicht berücksichtigt, dass zudem auch noch 15 Mio höheren Netcash ausweist und das tritz stetig steigender Dvidende.

Völlig absurd, dass der Kurs seit 6 Jahren seitwärts läuft. Wieso sollte das so weitergehen?
Man darf ja nicht vergessen, dass der Cash sicherlich seine Verwendung finden wird. Man könnte 20-30 Mio Umsatz zukaufen. Man könnte höhere Dividenden ausschütten oder Aktien zurpckkaufen. Hängt natürlich von bestimmten Voraussetzungen ab. ARP würde ch bevorzugen, wenn der Kurs die nächsten 6-12 Monate immernoch unter 26-27 € notieren würde und man gleichzeitig keine Übernahmeoptionen findet. Übernahmen würde ich bevorzugen, wenn der Preis günstig ist oder zumindest angemessen. Dividende gehe ich fest davon aus, dass der Vorstand da versucht, sie eher langsam aber stetig zu erhöhen, also beispielsweise 5 Cents jedes Jahr mehr. Suche nach günstigen Zukäufen dürfte im Vordergrund stehen.

18 Postings, 915 Tage Finja03Na was denn nun?!

 
  
    #587
02.04.24 17:56
Es ist doch widersprüchlich ein ARP nur dann zu bevorzugen, wenn der Kurs in 6/12 Monaten immer noch günstig ist und gleichzeitig zu schreiben das die Bewertung lächerlich ist. Dann sollte das ARP sofort am meisten Mehrwert liefern. Der Kurs spiegelt letztlich nur die Erwartungen an die Zukunft ab.  

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaIch hab doch klar geschrieben, dass das für den

 
  
    #588
02.04.24 18:45
Fall gilt, dass der Vorstand in den nächsten 6-12 Monaten keine Übernahmeziele findet.

Ich gehe fest davon aus (und es ist auch meine Präferenz), dass der Vorstand in anorganischen Wachstum sein Hauptaugenmerk bei der Verwendung des Cashs legt. Und dann sind 15-17 Mio Cash, die man derzeit  ausweist, vielleicht nicht so hoch, um nebenbei auch noch ein ARP durchzuziehen, zumindest aus Sicht eines konservativ denkenden Vorstands.

Man muss auch bei meiner Argumentation bedenken, dass ich ja jährlich mit rund 8-9 Mio FreeCashflow rechne. Sprich, es macht dann bilanziell schon einen Unterschied, ob man jetzt in den nächsten Wochen eine Übernahme plus ARP stemmt oder in 15-18 Monaten, zumal man ja in margenstarken Bereichen zukaufen will.

18 Postings, 915 Tage Finja03In der Theorie klingt das schlüssig

 
  
    #589
02.04.24 18:55
Damit läufst du aber ebenso Gefahr das Fortec dann bei 30€ oder höher steht und das ARP dann zu spät ist. Derzeit sollte es aber auch Opportunitäten bei M&A geben. Wir werden sehen.  

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaJa klar, aber dann muss man auch kein ARP

 
  
    #590
1
02.04.24 19:57
mehr durchführen, also bei Kursen über 30€. Insofern ist „Gefahr“ das falsche Wort.

Wie gesagt, aus meiner Sicht sollte man ein ARP durchführen, und zwar schon jetzt, solange der Kurs unter 27 € notiert. Hatte ich ja oft genug begründet. Aber wenn ich den konservativen Vorstand berücksichtige, dessen Augenmerk eher auf anorganischem Wachstum liegt, dann sollte er wenigstens dann Aktien zurückkaufen, wenn der Kurs in 6-12 Monaten immernoch unter 27 € stehen sollte und man keine Übernahmeziele gefunden hat. Konjunktiv!!! … in 15 Monaten hat man wahrscheinlich trotz Dividendenauszahlung bis zu 25 Mio Cash bzw. 20 Mio Nettocash. FALLS der Kurs dann tatsächlich noch unter 27€ notiert, was ich weder hoffe noch annehme, dann sollte man ein ARP in jedem Fall durchführen. Aber klar würde ich mich jetzt schon drüber freuen. Ich bin aber kein Vorstand und weiß nicht, was der Fortec-Vorstand für konkrete Pläne hat. Fest steht aber für mich, dass man sicherlich jetzt nicht weitere 2-3 Jahre immer mehr Cash anhäufen wird. Und da liegt eben auch der Trigger für steigende Kurse, egal ob ein ARP neben der guten Dividende stützt, oder ob man 2-3 Mio EBIT und Cashflow pro Jahr durch Übernahmen zukauft. Ohne Übernahmen kalkuliere ich ja aktuell im Geschäftsjahr 26/27 mit 122 Mio Umsatz und 12,5 Mio EBIT. Wenn man 18 Mio Umsatz und 2,5 Mio EBIT zukauft, liegen wir bei 140 Mio Umsatz und 15 Mio EBIT.  Wenn man dieses Wachstum noch gut timed, und es auf zwei Geschäftsjahre verteilt, sollte man auch gleichmäßiger wachsen und höhere Multiplen erhalten, auch wenn es eigentlich nur ein psychologischer Effekt ist. EV/EBIT von 10 würde dann auf Kurse von 46-48 € hinauslaufen. Mein Kursziel liegt weiterhin bei 43 €, egal ob mit oder ohne Übernahmen. Wo wir wieder beim ARP angekommen sind, das dann eigentlich schon Pflicht sein muss, umso länger der Kurs so tief steht.

18 Postings, 915 Tage Finja03Ja

 
  
    #591
02.04.24 22:40
Ist alles nachvollziehbar. Und trotzdem ist Gefahr der richtige Ausdruck. Denn zu diesen Kursen können Sie dann keine Aktien mehr zurück kaufen. Und Shareholder Value wird mit EPS oder meinetwegen EBIT per Share generiert. Wenn wir 2025 haben, keine sinnvolle Akquisition getätigt und das Cash sich türmt, schafft das keinen Shareholder Value und ist ineffizient. Dann wäre die Chance vertan. Richtig ist aber auch, dass das Cash ggf. bewusst für eine geplante Transaktion zurückgehalten wird. Immerhin besser Cash haben, als Cash brauchen.  

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaFür mich als Aktionär würde ich es nicht als

 
  
    #592
03.04.24 17:41
Gefahr betrachten, wenn der Kurs in 9 Monaten über 30 € steht.

Ob es in Sachen Kapitaallokation trotzdem Sinn machen würde, jetzt schon das ARP anzuwerfen, ist ne andere Geschichte, Da bin ich bei dir, dass man es machen sollte. Aber wie gesagt, Vorstände haben andere Prämissen. Die müssen zu allererst das Unternehmen operativ gut aufstellen und voranbringen. Deshalb wird da immer die Mittelverwendung ein wenig anders bedacht werden als von uns Aktionären.

Hinzu kommt die Diskussion, die ja auch unter Aktionären nicht zu unrecht geführt wird. Denn Nebenwerte haben ohnehin schon niedrige MarketCap und oft durch Ankeraktionäre (wie bei Fortec auch) noch deutlich niedrigeren Freefloat. Fortec hat mittlerweile einen Freefloat von nur noch 50 Mio €. Will man den weiter durch Aktienkäufe ausdünnen? Wenn man Aktien zurückkauft, sollte man sie dann vielleicht als Übernahmewährung nutzen. Das hatte ich ja auch schon häufiger mal vorgeschlagen, auch an die IR als Überlegung geschickt.  

18 Postings, 915 Tage Finja03Dann nennen wir es doch verschenktes Potenzial

 
  
    #593
04.04.24 10:29
Und ich weiß auch nicht ob ein Kurs von ca. 30 € dann so großartig ist, wie man den Eindruck bekommen könnte. Wer dann seit 5, 6, 7 Jahren dabei ist und über 20€ bezahlt hat, hat immer noch keine besonders lohnenswerte Rendite erzielt. Zurückblickend würde ich mich als Aktionär dann über die verpassten Chancen ärgern. Aber das Thema mit dem Freefloat könnte ein Argument dagegen sein, hast du sicher Recht.

Das die Vorstände andere Prämissen haben als Shareholder Value zu erzielen ist vielleicht in dem Fall richtig, aber nichts worüber ich mich als Aktionär freue. Aber das ist ja kein Thema was nur Fortec betrifft.  

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaUmso mehr ich drüber nachdenke, umso mehr gefällt

 
  
    #594
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04.04.24 11:59
mir die Idee eines sofortigen ARP mit einerseits Kaufgrenze 28€ und andererseits diese Aktien dann nicht einzuziehen sondern als Übernahmewährung zu nutzen. Diese zwei Festlegungen müssten eigentlich alle Beteiligten (Privatanleger, Großaktionäre, Vorstände, Anteilseigner zukünftiger Übernahmeziele) überzeugen, zumindest als gegenseitiger Kompromiss.

Die Übernahmewährung berücksichtigt das Thema Freefloat nicht auszudünnen, und den Fokus auf anorganisches Wachstum halten zu können. Falls man keine geeigneten Übernahmeziele finden sollte, kann man die Aktien auch als Mitarbeiteraktien verwenden.
Und die Kaufgrenze berücksichtigt die konservative Haltung des Vorstands und würde für die Aktionäre eine psychologische Stütze in dem Bereich für die kommenden Monate sein, so dass sich der Aktienkurs wohl erstmal bei 27-30€ einpendeln könnte, um dann später nach sinnvollen Übernahmen bzw operativen Daten weiter zu steigen. Und Kaufgrenzen kann man ja sukzessive erhöhen. Hat Hypoport ja damals dann auch gemacht, nachdem der Kurs höher gestiegen war. Hängt dann letztlich davon ab, wie schnell Fortec sich operativ entwickelt. Aber so 28€ Kaufgrenze bis Jahresende, und dann auf 33€ erhöhen, würde zu meiner Vorstellung der Untergrenze einer akzeptablen Bewertung für dieses Unternehmen selbst in schwachen Börsen passen. Und man muss ein ARP ja nicht vollständig umsetzen. Man kauft halt so viele Aktien wie man bis zu Kaufgrenze bekommen kann. Psychologisch find ich das als Anleger immer ganz praktisch, weil die Anleger wissen dass man dort noch Unterstützung durch die Rückkäufe bekommt und das so ne Art Mindestbewertung selbst für sehr konservativ eingestellte Vorstände und Anleger ist.

Aber vielleicht spinne ich mir da auch nur was auf Grundlage meiner Erwartungen zu den Gewinnen und Cashflows der kommenden Jahre zusammen. Und vielleicht wird das alles dadurch konterkariert, dass der Vorstand schon längst neue Übernahmeziele ins Auge gefasst hat, ohne es wie vor zwei Jahren an die große Glocke zu hängen.

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaMontega kürzt eigene Erwartungen

 
  
    #595
04.04.24 19:11
https://www.ariva.de/news/...ec-elektronik-ag-von-montega-ag-11200890

Sehen das Kursziel dennoch bei 33 €.

Ich kann aber den FCF Yield von 7,8% trotzdem nicht nachvollziehen. Entweder die haben sich da verschrieben und meinten eigentlich EV/FCF von 7,8, oder sie haben den Nettocashbestand dabei komplett außen vor gelassen. Käme beides in etwa hin.

Um auf ein FCF Yield von nur 7,8% zu kommen, müssten sie von weniger als 5 Mio € FCF ausgehen. Kann ich mir nicht vorstellen. Ich rechne mindestens mit 7 Mio.
Abgesehen davon steigt im neuen Geschäftsjahr der Netcash weiter an. Selbst wenn ich da sehr konservativ von 6 Mio FCF und 18 Mio Netcash ausgehe, ständen wir bei 10,0% FCF Yield. Ich geh aber von höherem FCF aus.
Ich vermute wirklich, Montega rechnet den Netcash bei der FCF Yield Berechnung nicht mit dazu. Dann würde man für 23/24 bei 6,0 Mio FCF und Null Cash auf diese 7,8% Yield kommen. Selbst 6 Mio FCF würde ich aber für zu konservativ halten. Da müsste erstens die Ebit Prognose wirklich direkt am unteren Rand von 9,5 Mio rauskommen, und zweitens noch etwa 0,5 Mio negativen wc Effekt im Gesamtjahr dazukommen, obwohl der im 1.Halbjahr deutlich positiv war.

1673 Postings, 3639 Tage KnightRainerMontega

 
  
    #596
1
05.04.24 12:04
hat auch bei MS Industrie die Erwartungen innerhalb von 7 Wochen innerhalb ihrer eigenen Prognosen das Kursziel um über 25% von 3,30 auf 2,40 gekürzt.
Aktueller Kurs (~1,70) dort weit darunter, was eher für ein Overweight sprechen würde.
Sorry, aber ich kann die Bezahlstudien von denen nicht mehr ernst nehmen.  

110032 Postings, 8798 Tage KatjuschaMan muss sich wie immer bei Analysten halt

 
  
    #597
1
05.04.24 22:44
das rausziehen, was hilfreich ist.

Ich nehme bei Analysten (egal ob Bezahlstudien oder nicht) eigentlich nie die Kursziele für voll, weil sich da oft an den Markt angepasst wird. Aber inhaltlich kann man ja schauen, ob sie irgendwas schreiben was man noch nicht wusste oder was auf irgendwelche Veränderungen in der Unternehmensentwicklung hindeutet.

In diesem Fall zu Fortec nehm ich mal die vorsichtigere Haltung zur aktuellen Konjunkturlage mit. Könnte man jetzt überlegen, ob man/ich die Ebit-Prognose vielleicht etwas nach unten anpaasse. Aktuell gehe ich noch von 10,45 Mio aus.
Da sind wir dann aber eben schon beim Punkt, wo ich Montega nicht folgen kann. Selbst wenn ich nur mit 9,5-10,0 Mio € Ebit rechnen würde, käme ich trotzdem niemals auf FCF Yield von nur 7,8%, ganz davon abgesehen dass wir schon kurz vorm nächsten Geschäftsjahr stehen und sich so der Netcash und damit FCF Yield weiter erhöht. ... Aber gut, wenn sie selbst bei so konservativen Prognosen auf Kursziel 33 € kommen, soll es mir recht sein.

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