Wie passt diese Meldung zu den "Rekordzahlen" ?
Seite 1 von 1 Neuester Beitrag: 21.03.07 14:45 | ||||
Eröffnet am: | 21.03.07 09:19 | von: Hobbypirat | Anzahl Beiträge: | 13 |
Neuester Beitrag: | 21.03.07 14:45 | von: pandatierpan. | Leser gesamt: | 4.423 |
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BILD
Autohandel gewährt derzeit hohe Rabatte
Dienstag 20. März 2007, 09:22 Uhr
von AFP
Die schwachen Verkaufszahlen zu Jahresanfang haben offenbar zu noch aggressiveren Rabattaktionen der Hersteller geführt. So sei im März unter anderem bei Herstelleraktionen, Händlernachlässen und Tageszulassungen ein Rabatt von im Schnitt gut 18 Prozent gewährt worden, berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf eine Erhebung des Fachhochschule Gelsenkirchen. Dies sei der höchste bislang erfasste Stand.
Bei Berücksichtigung von Komplettppaketen beispielsweise mit Fahrzeugfinanzierung, Versicherung, Wartung und Anschlussgarantien laufe der Preisvorteil beim Citroën-Modell Xsara Picasso auf 29 Prozent hinaus, heißt es in dem Bericht. Opel gewähre bei Sonderaktionen auf den Meriva Nachlässe bis zu 22,7 Prozent, Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) bei Polo und Golf 17,2 Prozent.
Bei der Umverteilung von unten nach oben bleibt der Konsument halt auf der Strecke. Über die zwangsläufig zu gewährenden Riesenrabatte rächt sich das allerdings.
Das zeigt die Perversität der Börse.
Ist was für Schizophrene.
Der Kampf hat in den USA begonnen und dabei GM und Ford durch falsche Modellpolitik und die Rabattschlacht an den Rand des Abgrunds geführt. Gewinner war Toyota.
Jetzt scheint sich dieser Kampf in Europa fortzusetzen. Da war absehbar und wesentlicher Grund, weshalb z.B. bei VW die letzen Jahre so drastisch rationalisiert wurde.
Wir werden sehen, wer sein Hausaufgaben bzgl. der Modellpalette(passende Modelle = geringe Rabatt) und der Optimierung der Fertigungsprozesse (Gewinn trotz Rabatten).
Meine Überzeugung ist, dass VW dazu gehört. Beim Golf gibt's Nachbesserungsbedarf, deshalb wurde das Folgemodell auf 2008 vorgezogen.
Toyota hat gezeigt wie man's machen muß. Nur ist dort der Erfolg bereits im Kurs eingepreist. VW hat noch einigen Kurs-Nachholbedarf, gleichfalls Daimler, die mit den Rationalisierungen noch nicht ganz so weit sind und zunächst das Chrysler-Problem lösen müssen.
Wenn ihr die einzelen Firmen einschätzen wollt, so betrachtet
- Höhe der Rabatte
- Entwicklung der Marktanteile
- Entwicklung des Ergebnisses
dann seht ihr, wo es zur Zeit läuft (Rekordzahlen) und wo nicht.
Gruß
FredoTorpedo
ps Ähnliches gab es vor einigen Jahren auch in der Stahlbranche. Ich meine der Ausleseprozess hat dort nicht geschadet. Er wird in der Autobranche die verschinden lassen, die in Vergangheit gepennt habe und denen die verbleiben um so bessere Aussichten eröffen.
20.03.2007 - Die Analysten von Morgan Stanley erhöhen das Kursziel für Aktien von Volkswagen von 107,00 Euro auf 135,00 Euro. Sie erneuern ihr Rating „overweight“.
Vor allem die Tochter Audi wird von den Analysten hervorgehoben. Deren Marktwert rechtfertige 95 Prozent des Kurses von Volkswagen. Den aktuellen Ausblick von Audi bezeichnen die Analysten als „zurückhaltend“.
Die Anhebung des Kurszieles wird ferner mit höheren Gewinnschätzungen begründet.
( js )
LOL
Hp
Mit "sozialem Verhalten" haben die Preissenkungen IMHO gar nichts zu tun. Man könnte sie sogar als "Überlebens-Egoismus" der Autoindustrie bezeichnen. In USA führte dies bereits zu einer mörderischen Rabattschlacht, die letztlich die Marktbereinigung bringen wird, die FredoTorpedo in # 4 erwähnt.
Insbesondere die Begründung mit höherer Gewinnschätzung ist ein Brüller.
Da passt doch von der Haube bis zur Heckstoßstange rein gar nichts zusammen.
Hier läuft die Veranstaltung "Anlegerverarschung pur".
ist schlecht für: Opel, VW, Ford
Die Menschen fahren weniger, die Autos halten locker 10 Jahre oder mindestens 200.000 km, die Gehälter steigen kaum, Benzin ist teuer, Fliegen billig - warum das Auto schon nach 5 Jahren erneuern. Wer sich letztes Jahr auf Grund der MWSt-erhöhung ein Auto gekauft hat, hat ab 2012-2015 wieder Bedarf. Die anderen können sich ein neues Auto nicht leisten und kaufen auch 2008 kein Neues. Am Gebrauchtwagenmarkt könne die Firmen nur durch erhöhte Ersatzteilpreise profitieren.
Zur Zeit ist es sicher angebracht, vorsichtiger zu sein. Trotzdem sehen ich auch die 135€ für die nächsten 6 bis 9 Monate durchaus im Bereich des Möglichen.
Wenn die Kursergebnisse von Dummbullen sind, wie bei VW die letzten 18 Monate, bin gern Dummbulle.
Du solltes dich vielleicht mal ein wenig im analytischen und strukturiertem Denken üben, dann kommst du vielleicht auch zu Prognose von Dummbullen.
Nur alles Hobbymäßig zu betreiben, reicht nicht immer.
Gruß
FredoTorpedo
Meiner Meinung nach ist die attraktivste (deutsche) Autoaktie im Moment BMW.
Generell sollte man gerade bei den Automarken unterscheiden, ob es sich um eine Premiummarke handelt, oder um einen Massenhersteller.
Die Massenhersteller liefern für den Firmenwagenbereich einfach ausgestattete Grundmodelle. Wenn eine Firma Bedarf an 100 Golfs und 50 Passats im Jahr hat, dann ist es selbstverständlich, das die einen hohen Rabatt von 18% und mehr bekommen. Die haben auch ein Fuhrparkmanagement und werden auch leicht Reimporte organisieren können. Um dies zu vermeiden gibt es eben die Rabatte. Solche Firmen bekommen auch Rabatt auf Ersatzteile, den Arbeitslohen müssen sie aber auch voll bezahlen. Der normale Endverbraucher ist nicht mehr so gewichtig, der wird auch geringere Rabatte bekommen. Außer bei Opel, die fragen als erstes wieviel Rabatt man haben möchte, wenn man sich für ein Auto interessiert.
Premiummarken wenden sich an ein andres Klientel, dort ist die Rabattschlacht nicht so groß. Denke nicht das man für eine E-Klasse mehr als 10% Rabatt bekommt. Die Firmen haben für Führungskräfte einfach das Geld lockerer sitzen.
Da Premiumhersteller ein besseres Image haben, ihre Produkte vom Massenmarkt abheben können, und nicht in die Rabattschlachten soweit involviert sind, ist generell ein höhere Bewertung gerechtfertigt.
Deshalb ist BMW mit einem KGV von 10 unterbewertet, 15 wäre ein normales Niveau, allerdings fehlt dort die Story.
Daimler Chryser als Hybrid ist mit 13,5 fair bewertet. Mal gucken was aus der Chrysler-Story wird.
VW ist zu teuer, da eben Massenhersteller, bis auf Audi. Aber die Porsche-Story. Möglicherweise möchten die nur Audi herausholen, das paßt zu deren Programm und die anderen Marken bilden die uninteressante und langweilige neue VW-Gruppe. Dann wird der Kurs mächtig sinken.