Vorstellung: Sygnis Pharma AG ehemals Lion
Was sagt euch die Fa. "Perkin Elmer"?
Meine Meinung ist dass die Übernahme von Expedeon in 2016 der beste Schritt war dieses Unternehmen eines Tages zu einem globalen Player und auch richtig profitable zu machen. Weil damals ist Hr. Lanckriet von Expedeon zu Sygnis an Board gekommen. Seitdem Herr Lanckriet die Fäden zieht und seit die Grow, Buy, Build Strategie im Gange ist sieht es eigentlich viel versprechend für die Zukunft aus. Die Umsätze, die Zahlen, die Wachstumsrate von Sygnis alleine waren einfach zu niedrig um etwas zu erreichen und für Aktionäre auch nicht ein Blick wert. Es gibt vieles was für mich jetzt versprechend aussieht:
1. Mit den Übernahmen von richtig profitablen Unternehmen die auch jährlich mindestens 20% wachsen (Expedeon, Innova Biosciences, C.B.S und jetzt wird dann auch TGR Biosciences übernommen) da wird man nicht nur profitable, so kommt man auch an Kunden. Das so entstandene breite Portfolio kann in dieser Branche den Kunden an einem Ort alles bieten was die brauchen.
2. Restruktuierung des Sales und Marketing Team, Die Expedeon-Produkt-Webseite etc. wird den Umsatz voran treiben.
3. Das ist ein Biotech Unternehmen mit interessentan Produkten und großen Wachstumsmarkt, irgendwann werden die Aktionäre auch auf diese Geschichte heiß mit viel Phantasie, potenzielle Übernahme usw. wie z.B. bei Evotec oder Biofrontera....
Bin gespannt ob die das Break-even für Q4 geschafft haben. Die Zahlen für 2017 kommen ja am 25.04. wenn sie es auch knapp nicht geschafft haben sollte es eigentlich kein Grund sein für Enttäuschung. die Zahlen für Q1 2018 kommen ja 2 Wochen später am 12.05. da wird es sicherlich viel schöner aussehen.
Der Umsatz in Q4, nach dem alle Unternehmen integriert wurden, liegt voraussichtlich bei 2,48 Mio (enspricht dann fast 10 Mio auf Jahressicht) wenn die vorläufigen Zahlen von 7,8 Mio für 2017 stimmen. Dass heißt bei jährlicher Wachstumsrate von ca. 20% können wir in 2018 ca. 12 Mio Euro erwarten. Wenn die TGR B. übernommen wird (die 3,6 Mio Euro jährlich macht) und sagen wir mal dass die mit Umsatz in der zweiten Jahreshälfte beitragen werden und auch mit 20% wachsen (entspricht 2 Mi Euro für ein halbes Jahr) dann sind wir am Ende 2018 bei einem Umsatz von ca. 14 Mio Euro. In den nächsten Jahren sehe ich hier Umsatzwachstum, schwarze Zahlen und Profit - alles was Aktionäre erwarten.
ich hoffe nur dass die nach TGR Biosciences mit Übernahmen dann fertig sind weil viel Sinn in weitere Übernahmen zu gehen sehe ich nicht mehr. Jetzt muss man die positiven Zahlen kommen und laufen lassen. Die Übernahme von TGR B. wird ja noch die Zahlen von 2018 etwas belasten. Hoffe denoch dass es geplant ein Break-even für 2018 sein wird und dass uns Hr. Lanckriet gute Aussichten vorlegt.
die lassen sich womöglich kaufen, weil es nur kleinunternehmen sind. Schau dir doch die umsätze an und auch bei 20% wachstum wird es dauern bis es bemerkenswerte umsätze sind. womöglich zwingt sie auch der markt, um weiter zu expandieren. Also hier wird auf jeden fall geduld gefragt sein. schnell wird hier mal gar nix gehen.
mir stellt sich die frage inwiefern der kredit für den unternehmenskauf zu buche schlägt und wie die rückführung dafür aussehen wird? lässt sich dies durch den cashflow bedienen oder muss nachfinanziert werden. hier ist aber wohl noch nicht klar, was es für eine finanzierung wird. im gespräch ist ja auch eine option zur späteren wandlung mit 1,50. das earn out ist wie üblich auch dabei.
wie es um die konkurrenz von sygnis bestellt ist, kann ich leider nicht einschätzen. für mich interessant derzeit, dass es ein wachstumsmarkt ist, in dem sygnis agiert.
noch interessanter wird sein, wer das kapital zur KE beigesteuert hat?
Wenn sich der Ausgabepreis für die neuen Aktien aus dem Durchschnitt der letzten 10 Tage vor Ausgabe ermittelt (wie gelesen in der Meldung), wäre doch für Sygnis eine Manipulation nach oben hin besser gewesen, um mehr Kohle einzusammeln.
Auf der anderen Seite wäre es für die institutionellen Anleger, die bei der KE zugeschlagen haben, sinnig gewesen den Kurs nach unten zu drücken, das könnte ich nachvollziehen.
Aber werden Kursmanipulationen nicht generell von der BaFin überwacht und wäre es in so einem Fall wirklich sinnvoll seitens derjenigen, die manipulieren, dieses Risiko einzugehen?
Ich hoffe jetzt hier nicht zu naiv dazustehen.
Allein der Glaube an die Strategie, die Sygnis in einem absoluten Wachstumsmarkt anwendet, hat mich damals bewogen hier einzusteigen.
Auch bezüglich der Produkte und der Konkurrenz dieser Produkte habe ich keinen blassen Schimmer. Was ich so lese klingt immer gut. Leider habe ich auch keine Rezensionen bezüglich der Sygnis-Produkte gefunden. Klar, ist der Markt so speziell, dass das vermutlich keiner im Internet kundtut, ob er zufrieden ist oder nicht.
Was mir als Vertriebler (in einem ganz anderen Sektor) einleuchtet ist "die alles aus einer Hand" Argumentation. Die macht sich für Kunden im Sinne von Zeitersparnissen bezahlt, solange der Produktpreis stimmt.
In diesem Sinne: Verreisst meine "five-Cent" bitte nicht zu sehr
Also fangen wir mal nüchtern an, und zwar mit dem Produktportfolie was dazu gekauft wird. Zur Antikörpermarkierung hatte ja Innova (ich glaub die waren das, weiß nicht mehr genau wer was mit reingebracht hat) schon so einiges im Portfolio was jetzt bereits über Expedeon vertrieben wird. Vieles davon ist sehr speziell, manches aber auch nicht. Ähnlich sieht es bei den TGR-Produkten aus. Die Surefire-Produkte sehen nach einer neuen Geschichte aus (auch wenn es die selbe Technik ist), dh man verwendet diese für eine andere Fragestellung. Bei den CaptSure-Techniken bin ich mir nicht sicher. Beim groben überfliegen ließt es sich so wie die lightning-link Sachen die bereits angeboten werden. Naja, versteht hier ja doch kaum einer :D. Von daher, passen sehr gut in die jetzige Produktpalette. Und hier sprech ich dich dann mal direkt an mercedes_gl. Es mag so erscheinen als würden hier wahllos Firmen gekauft werden um auf so vielen Hochzeiten wie möglich zu tanzen (Hauptsache Umsatz generieren). Ich kann diesen Gedankengang sehr gut nachvollziehen. Gibt ja zahlreiche Beispiele an der Börse wo sowas nach hinten losgegangen ist. Nur denke ich, dass das in dieser Branche aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet werden muss. In diesem Fall sollte man sich das eher so vorstellen (sehr, sehr weit runtergebrochen): du besitzt einen Gegenstand indem eine Schraube steckt, welche du gerne lösen möchtest. Du besitzt allerdings keinen passenden Schlüssel. Nun wendest du dich an eine Spezialwerkstatt von der du weißt, dass diese sämtliche Schlüssel für diese Fragestellung hat. Du gehst nicht von Haustür zu Haustür und fragst deine lieben Nachbarn ob sie zufällig einen haben!
Nun ich hab immer noch nicht beantwortet warum ich diesen Kauf für einen genialen Schachzug halte. Leider werde ich dafür noch mehr quatschen müssen. Ansonsten glaube ich nicht, dass jemand der nicht aus der Branche kommt dies nachvollziehen könnte. Vor ein paar Wochen habe ich folgendes Gespräch mit meiner Frau gehabt (arbeitet auch in der Forschung und verwaltet da unter anderem auch die Einkäufe, die alleine für die Verbrauchsmaterialien im Jahr bei nem hohen 6stelligen Bereich liegen).
Ich: Schatz, es tut mir leid. Ich hab ziemlich viel Kohle von uns in nen kleines Biotechunternehmen gesteckt. Hoffe das geht gut, aber die Zeichen sprechen eher dafür als dagegen.
Meine Frau: Ist mir egal, du machst das schon!
Ich: Ich wüsste wie du die Sache vielleicht ein wenig unterstützen könntest. Die verkaufen bla bla bla (eine Liste von Sachen die meine Frau nützlich findet bzw. selber nutzt). Wie wärs wenn du dir die Seite mal anschaust und einfach in Zukunft dort bestellst.
Meine Frau: Bin ich bescheuert? Warum zum Geier soll ich etwas ändern was funktioniert!!!
Ende des Gesprächs. Warum erzähl ich das? Weil mir SOFORT nach dem Gespräch eine Sache klar geworden ist. Sie hat Recht! Warum? Als ich selber noch im Labor für meine Forschung gearbeitet habe beinhaltete meine Doktorandenstelle ca. 12000 Euro/Jahr für Verbrauchsmaterialien. Nun habe ich meine Enzyme oft selber hergestellt, der Rest war auch alles sehr erschwinglich. Somit hab ich mich nie über knappe Mittel innerhalb meiner Forschung beklagen müssen. So wie eigentlich alle bei uns im Haus. Eigentlich wie alle Häuser dieser Forschungseinrichtung. Nun als Forscher dreht sich die Welt sehr schnell. Die Währung eines Wissenschaftlers ist nicht der Euro, sondern Publikationen. Und die wollen alle. Egal ob Amerikaner oder Chinese. Somit bestand mein Alltag eigentlich immer aus: der Chef will dieses Ergebnis bis dann und dann, du musst noch diesen Vortrag vorbereiten, da ein Praktikum leiten, und und und. Aber woran ich wirklich NIEMALS in meinen Jahren gedacht habe: "ist das jetzt zu teuer und sollte ich das evtl. bei nem anderen Hersteller kaufen?". Ich weiß, viele mögen das nicht verstehen, gerade wegen der Verantwortung gegenüber dem Steuerzahler. Aber so funktioniert dieses Business nun mal. Zeit ist wichtiger als Geld. Und davon haben die meisten Forscher zu wenig. Sonst ist irgendwer anders schneller und du kannst deine Forschung in die Tonne hauen. Ich hoffe nun kann das jeder verstehen, dass übliche Betriebswirtschaftliche-Denkweisen oft halt auch keine Rolle spielen. Um das Gespräch mit meiner Frau zu beenden: ich würde selber keine etablierten Kits, Chemikalien, Versuchsabläufe einfach so ändern. Daran hängt einfach zu viel. Habe selber schon zu oft erlebt wie Monate in den Sand gesetzt wurden, nur weil eine Chemikalie/Puffer/Enzyme "kaputt/verunreinigt" waren.
Nach dieser Geschichte, oder vielmehr nach diesem Einblick in die Gedankenwelt eines Käufers, wird deutlich wie wichtig das Marketing für Sygnis ist (hatte ich ja bereits ein oder zweimal erwähnt). Und damit zum Schachzug des Zukaufs: ich finde ihn geil, weil so ein neuer Kundenstamm (der von TGR) dazugewonnen wurde (wahrscheinlich auch viele Australier=Markterweiterung). Das Unternehmen breits profitabel agiert(e). Und, hier möchte ich mich aber noch nicht festlegen, ein möglicher Konkurrent aufgekauft wird (bin mir noch nicht sicher ob die Produkte teilweise konkurieren). Und zu guter letzt, die Produktpalette wird erweitert.
Zweitens, mich interessiert insbesondere der Markt für die Flüssigbiopsie für Tumoridentifizierung. Ich brauche hier mehr Informationen. Welche Tumoren kann man so identifizieren? Wo wurde das bisher eingesetzt und was waren die Ergebnise? Klapt das wirklich so gut wie vorgestellt? Wenn ja, das Potenzial ist enorm. Jeder Patient würde überglücklich sein auf eine invasive Maßnahme wie z.B. eine Nadelbiopsie einer Tumorveränderung im Körper (unangenehm, schmerzhaft, Komplikationen) zu verzichten. Die Flüssigbiopsie resultiert aus einer einfachen Blutabnahme oder Urinabgabe. Das Potenzial für die medizinische Diagnostik hier enorm.
Drittens, was mir nicht gefällt. Wenn ich mir die Zahlen von Q3 ansehe mit einem Umsatz von 2,34 Mio Euro und solch einen negativen Cashflow frage ich mich wie kann man schon in Q4 bei einem Umsatz von 2,46 Mio Euro mit einem Breakeven rechnen. Das glaube ich nicht. Ich glaube wir sehen nochmals einen bereinigten negativen operativen Cashflow von ein Paar Hundert Tausend Euro und der Breakeven kommt dann in Q1 2018. Ich rate dem Hr. Lanckriet wenn der Breakeven in Q4 nicht erreicht wurde dass er bei der Präsentation der Geschäftszahlen aus 2017 die vorläufigen Zahlen für Q1 2018 mitteilt wo er dann erwähnen soll dass der Breakeven erreicht wurde - aber auch nur wenn er erreicht wurde :-) sonst sackt der Kurs ab in die Tiefe.
Und die Kapitalerhöhung für die Übernahme von TGR Biosciences ist eigentlich schlecht gelaufen oder? Es wurde nur 4,2 Mio Euro bei geplannten 6,5 Mio Euro eingesammelt und davon haben die Vorstandsmitglieder zusammen sogar 150.000 Euro investiert. Die Investoren sind scheinbar nicht mehr überzeugt. Und wie und wo wollen die das restliche Geld für die Übernahme einsammeln? Klappt die Übernahme überhaupt noch? Wenn diese Übernahme dazu führen sollte das in 2018 auch kein Breakeven erreicht werden sollte dann bin ich aus dem Invest raus. Ansonsten bin ich langfristig überzeugt und bleibe drin.
Also vor dem Deal gab es 47 377 258 Aktien. Nehmen wir den Umsatz aus der GBC-Analyse für 2018: 11 910 000. Wäre ein Umsatz von 0,25 pro Aktie. Am 20.03.18 hieß es, es werden ca. 3 000 000 neue Aktien ausgegeben. Der Umsatz der letzten 12 Monate betrug bei TGR wohl 3,6 Millionen. Also 1,2 pro Aktie. Somit sollte doch die Verwässerung durch die KE zumindestens vom Umsatz her ordentlich entschädigt werden (liegt ja fast 5x so hoch). Soviel zum Umsatz. Das EBITDA lag laut der ad hoc bei 40%. Laut der GBC-Analyse rechnet man bei Sygnis mit 15% für 2018? Also sollte hier die Verwässerung durch die KE doch auch kompensiert werden oder? Zudem bringt man noch etwas Cash mit. Also im groben und ganzen interpretiere ich die KE als vorteilhaft. Hinzu kommt halt die neuen Kunden (was ich als wichtiger betrachte). Also ich verstehe nicht ganz wie du auf "zu teuer" kommst. Könntest du mir das anhand von Zahlen versuchen zu erklären?
LG
Ansonsten sehe ich TGR recht positiv. Die vorhandenen Patente scheinen vielversprechend. Ich würde es sogar begrüßen, wenn Herr Lanckriet seine Position als CSO an Hrn. Sheehan von TGR abtritt und sich auf die Geschäftsführung konzentriert.
An sich hätte ich es aber noch viel besser gefunden, wenn man zum Jahresanfang RHS Ltd gekauft hätte. Schade... Potentiell aber meine Meinung nach immer noch einer der potentiellen Kandidaten für die nächste Expansion.
Hab jetzt nochmal nachgelegt, da ich spätestens morgen und dann nochmal mit der Printausgabe einen deutlichen Anstieg erwarte.