Mal grundsätzliche Überlegungen zur Anlage...


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Neuester Beitrag: 28.10.23 18:00
Eröffnet am:28.10.23 18:00von: Karlchen_VAnzahl Beiträge:1
Neuester Beitrag:28.10.23 18:00von: Karlchen_VLeser gesamt:1.657
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15028 Postings, 5710 Tage Karlchen_VMal grundsätzliche Überlegungen zur Anlage...

 
  
    #1
28.10.23 18:00
Okay. Bei einem Börsenboard treiben sich immer irgendwelche Typen herum, die von ihren Aktienkäufen überzeugt sind. Gibt ja auch Leute, die meinen, dass sie auf der Pferderennbahn immer richtig wetten. Für all diese Leute ist der Threat nicht gedacht.

Ich habe mal nachgeguckt:

Ende Juli hatte der DAX sein Allzeithoch erreicht, seitdem ging es abwärts - so um 12%. Der DAX führt aber bekanntermaßen kein Eigenleben; er ist dem DOW gefolgt, den es seit Ende Juli etwa um 10% geschreddert hat.

Hätte man stattdessen seine Kohle in Anleihen, Festgelder oder Tagesgelder gesteckt, hätte ma einen Gewinn gemacht. Aber wohl nur die aller größten Optimisten sind so blöde, all ihre Kohle in Aktien zu stecken. Anders gewendet: Gerade im Aktienhandel braucht man auch immer Opfer, denn irgendwer muss einem ja den Gewinn bescheren.

So weit, so gut. Aber wie geht es jetzt weiter? Wenn ich sehe, dass es nun Broker gibt, die 4% p. a. auf nicht in Aktien investiertes Geld zahlen, dann ist es schon fast eine Aufforderung, auf Cash zu gehen.  Zumal die Teuerung nachlässt. Klar, inzwischen strecken sich die Banken und Finanzdienstleister, um an die Kohle von Kunden zu kommen.

Auf der anderen Seite bieten sich natürlich bei Aktien weiterhin Chancen, die man nicht verpassen sollte. Hier kommt es angesichts der gestiegenen Zinsen und anderer veränderter ökonomischer Rahmenbedingungen auf die Selektion an. Das gilt sowohl mit Blick auf Branchen sowie auf Regionen.
Als aufstrebend sehe ich China, Teile Asiens, Südamerika und weiterhin die USA an. Vergessen kann man große Teile Europas, insbesondere Deutschland, da sich hier die Politik danach richtet, wie die Geltungsbedürfnisse der verwohnten Wohlstandskinder befriedigt werden können. Läuft zwangsläufig auf eine De-Industrialisierung hinaus - und zwar in einem Industriestaat.

Von daher: Ich denke mal, dass ich eine dreifache Strategie fahre:

1. Der Großteil meiner Kohle (zwei Drittel) steckt in irgendwas Festverzinslichem.

2. Bei Aktien meide ich eher die EU und insbesondere Deutschland, und sehe mich anderswo um.

3. Wenn ich mich anderswo umsehe, dann gucke ich mal, wo was zu holen ist. Eingefallen ist mir hier zum einen, auf Rohstoffe (sind generell immer knapp)  sowie irgendwie auf die AI zusetzen.

Aber klar: Daneben habe ich noch dieses und jenes an Aktien, was mir irgendwann als vernünftig erschien. Sei es drum. Egal - unter dem Strich jedenfalls kein Verlust.  

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