Grottenschlechte Schulen! Deutschland versagt
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Eröffnet am: | 22.02.06 11:14 | von: lassmichrein | Anzahl Beiträge: | 22 |
Neuester Beitrag: | 22.02.06 13:30 | von: zorroc | Leser gesamt: | 3.390 |
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22.02.2006
UN: Deutsche Schulen sind nicht gut genug
Berlin - Das deutsche Bildungssystem schafft es nicht, Migrantenkinder und Schüler aus sozial schwachen Familien einzubinden. Dies ist die Ansicht des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Bildung, Vernor Muñoz. Zum Abschluss seiner zehntägigen Deutschlandreise kritisierte der von der UN-Menschenrechtskommission entsandte Experte das gegliederte deutsche Schulsystem.
Die Aufteilung der Kinder nach der vierten beziehungsweise sechsten Klasse auf verschiedene Schularten benachteilige gerade sozial Schwache, sagte Muñoz am Dienstag in Berlin. Über die Hälfte der Schulempfehlungen für Haupt- oder Realschulen beziehungsweise Gymnasien seien falsch, monierte er. Die „zu frühe Aufteilung“ lasse es nicht zu, das Potenzial eines jeden Kindes auszuschöpfen. Muñoz sprach sich für eine längere gemeinsame Schulzeit aus. Als eine weitere Voraussetzung für die Verbesserung der Chancengleichheit nannte Muñoz die vorschulische Bildung. Sie müsse kostenfrei sein.
Der UN-Berichterstatter kritisierte auch das deutsche föderale System. Schon bei den Bildungsausgaben pro Schüler zeigten sich sehr große Unterschiede – vor allem zwischen alten und neuen Bundesländern. Offenbar habe die deutsche Wiedervereinigung negative Konsequenzen für die Bildung. Außerdem drohe der Bund im Zuge der Föderalismusreform immer mehr Kompetenzen an die Länder zu verlieren – und damit auch die Möglichkeit, die Gleichheit bei den Bildungschancen zu gewährleisten.
Einen ausführlichen Bericht will Muñoz 2007 der UN-Menschenrechtskommission vorlegen; Kopien gehen an die Bundesregierung und die Kultusminister. Deutschland habe er im Rahmen seines Mandats besucht, sich weltweit in allen Regionen ein Bild von der Umsetzung des Rechts auf Bildung zu machen, betonte Muñoz. Der UN-Sonderberichterstatter lobte nach seinem Besuch die befriedigende Zusammenarbeit mit Vertretern von Bund und Ländern. Amory Burchard
Quelle: Tagesspiegel
'Prüfung nicht bestanden' titelt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und schreibt: "Die Visite Muñoz' endete mit einer sehr ernst zu nehmenden Mahnung: Auch ein hoch entwickelter Staat wie Deutschland muss sich mehr anstrengen, das Recht auf Bildung umfassend zu verwirklichen. Die soziale Herkunft eines Kindes bestimmt hierzulande viel zu oft darüber, welche Schule es besucht und ob es später studieren kann. Von Deutschland ist zu erwarten, dass es das Recht auf Bildung vorbildlich umsetzt. Und so muss es sich das Land nicht nur gefallen lassen, sondern zu Herzen nehmen, wenn der UNO-Sonderberichterstatter dazu auffordert, mehr dafür zu tun, dass die Kinder von Migranten in Deutschland nicht an den Rand gedrängt werden. Das Recht auf Bildung ist nicht etwas, das sich der Einzelne nur abholen müsste. Dem Recht korrespondiert eine Pflicht der Eltern, der Gemeinschaft und des Staates", findet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.
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Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN betonen: "Mit einem gewissen Abstand zum Objekt lässt sich oft besser erkennen, was wichtig und was weniger wichtig ist, als wenn man direkt davorsteht. Muñoz hat einen unverstellten Blick auf unser Bildungswesen gewagt. Seine Erkenntnisse decken sich vollständig mit den Pisa-Studien und anderen Untersuchungen. Knapper und zutreffender sind die Schwachstellen selten benannt worden. Es müsste nur ernst genommen werden", meinen die NÜRNBERGER NACHRICHTEN.
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Die FRANKFURTER RUNDSCHAU ist der Ansicht, dass der Bericht innenpolitisch nicht viel bewegen wird. "Gerade weil das, was Muñoz nach zehn Tagen Stippvisite zu kritisieren hat, in der deutschen Debatte längst gesagt ist. Nur eben, etwa wenn es um zu frühe Auslese geht, ohne ausreichende Resonanz. Also kann der UNO-Berichterstatter bestenfalls Verstärker sein. Oder, siehe Föderalismus, vielleicht Bremse gegen Rückschritte. Interessant, mit wie viel Kopfschütteln jemand, der von weit her kam, das deutsche Schulwesen kommentiert: Unflexibel, organisatorisch veraltet, beim Ausschöpfen der Begabungsreserven ineffektiv, Armutsrisiken verstärkend statt abbauend und im Umgang mit Behinderten von vorgestern. Ein Entwicklungsland? Nein. Ein Land, dessen Zukunft vor allem von der Bildung seiner Bürger abhängt."
So weit die FRANKFURTER RUNDSCHAU.
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Die DRESDNER NEUESTEN NACHRICHTEN halten fest: "Darüber kann ein Menschenrechtsinspektor nur den Kopf schütteln. Denn 16 Schulsysteme bedeuten für den UNO-Gesandten Munoz auch 16 mal unterschiedliche Bildungschancen. Vor allem für sozial benachteiligte Schüler. Die werden aber durch die frühe Verteilung auf die Schulen ohnehin vernachlässigt. Sie haben zwar das Recht auf Bildung, können es aber nur schwer nutzen", kritisieren die DRESDNER NEUESTEN NACHRICHTEN.
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Auch die WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN aus Münster monieren die Bildungshoheit der Länder:
Sie führt nur sehr bedingt zum Wettbewerb der guten Ideen, aber ganz sicher zu einer zerfaserten, zum Teil unübersichtlichen Bildungslandschaft. Und doch wehren sich die Bundesländer vehement dagegen, mehr Einheitlichkeit anzustreben. Schon der Beschluss von nationalen Bildungsstandards wurde als Meilenstein gefeiert. Dabei müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, dass Schulabschlüsse im Norden die gleichen Anforderungen erfüllen und das gleiche Niveau erreichen wie jene im Süden", ist in den WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN zu lesen.
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Die LÜBECKER NACHRICHTEN sehen den Bericht mit Skepsis: "Dem deutschen Schulsystem ist schon viel angekreidet worden. Einen Inspektor mit klangvollem Titel der UNO-Menschenrechtskommission hat es bislang noch nicht auf den Plan gerufen. Muñoz mag in der Sache richtig liegen. Doch mit Verlaub: Nach zehntägiger Stippvisite lässt sich kein profundes Zeugnis über die nun wirklich unübersichtliche deutsche Schullandschaft erstellen. Es war offenbar schon vor der Reise geschrieben", glauben die LÜBECKER NACHRICHTEN.
Er hat, aus welchen ominösen Gründen auch immer, nen Motorrad-Reparaturdienst aufgemacht. Dann bekam er das Alleinvertretungsrecht für Kawasaki in Bayern. Und seit 10 Jahren macht er einfach nichts mehr, außer sich von ukrainischen Nutten in seiner Villa ausrauben zu lassen.
Wer braucht schon Bildung. Das führt nur dazu, daß einen 98% der Bevölkerung nicht verstehen oder für arrogant halten. Was wir brauchen, sind freie Eintrittskarten in Fußballspiele, das Recht auf Saufen, Furzen und Rülpsen.
Und wem es nicht paßt, daß man irgendwann in einer Kneipe auf den Tresen scheißt, der soll dorthin gehen wo die Neurosen und Gedichte blühen: ins Kloster.
Verbessert werden muss allerdings die Durchlässigkeit untereinander.
Gruß
Wärna
Aber am Einkommen/Vermögen wird man in der Regel gemessen.
Und dann sind wir wieder beim alten Spruch: der dümmste Bauer erntet die größten Kartoffel.
Es fällt einem einfach schwer, in dieser Welt nicht wahnsinnig oder Terrorist zu werden. Aber gehässig, sarkastisch, rassistisch, Kölsch-Verachter und Unterfranken-Feind zu sein, reicht auch schon, um sich abzuregen.
Erst wenn Herr Nunoz seine eigenen Hausarbeiten in Costa Rica gemacht hat soll er wiederkommen. Die UN ist zu einem aberwitzigen Besserwisser-Laden verkommen, in dem unsere Steuergelder verheizt werden. Das ist die Tatsache.
Was jeder später für sich daraus macht bzw. welche Glücks- oder Unglücksfälle einem im Leben dann zu Hilfe kommen, ist eine ganz andere Sache...
Gruß BarCode
Main tip für das Schulsystem: mehr Eigenverantwortung, weg mit ungezielten Subventionen, Anerkennung für die Lehrer (und Anreizsysteme), Verwaltungs-Lehrer zurüch an die Schulbank...und schon schnurrt das System, daß ja immer noch eines der besten ist,..außer wenn man von Costa Rica aus guckt: wir haben eben keine Bananenbäume auf den Schulhöfen. Deswegen brauchen unsere Schüler auch keine Kletterlehrgänge! Kaffe gibts bei EDUSCHO!
Wenn die nicht mitspielen, kommt nix dabei raus - das Schulsystem kann dabei so toll sein wie es will.
Wir vergessen allerdings sehr oft, im Rausch der Systemdiskussion, dass die Qualität der Ausführung, unabhängig vom System, am Wichtigsten ist.
MfG 54reab
Gruß BarCode
Man kann ein bestehendes System auch verbessern, zum Beispiel durch die von Wärna angesprochene Durchlässigkeit. Man sollte aber nicht in Panik verfallen und einfach blind kopieren.
So BarCode, und nun bitte zurück zu sachlichen Antworten ok?
Welche Aufgabe hat eigentlich ein Schulsystem? Eigentlich doch nur die, den Bedarf an benötigter Bildung zu vermitteln, den die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit braucht (abruft). Und da sieht es mittlerweile auf einigen Ebenen nicht mehr bedarfsgerecht (nachfragegerecht) aus.